Identitäre Kaperfahrt – Reisetagebuch: Nach Festsetzung in Zypern sticht IB-Schiff wieder in See!

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Die Mittelmeer-NGOs verschiffen täglich tausende Migranten von Libyen nach Italien. Einprozent-Mitarbeiter und COMPACT-Autor Simon Kaupert ist als Beobachter der identitären Mission „Defend Europe“ im sizilianischen Catania vor Ort und berichtet in einem Reisetagebuch über seine Eindrücke und die Machenschaften der humanitären Schleuserbanden.

Freitag, 28.7.2017: Update von Marc Dassen

Wurden die tapferen Seemänner der Identitären Bewegung festgenommen? Wurde ihr Schiff beschlagnahmt? Hat der Kapitän etwa Waffen oder gar Asylanten geschmuggelt? Alles Fake News, oder nautisch: Seemannsgarn! Was das Musel-Medium Al Jazeera oder die Mainstream-Klitsche Huffington Post in den letzten Tagen berichteten, ist nichts als Unsinn. Es wurde unter anderem behauptet, dass das eigens von den Identitären gecharterte Schiff „C-Star“ „evakuiert“ und die Crew festgenommen worden sei.

Die Realität sieht zum Glück anders aus: Wie von Bord zu hören ist, sind alle Aktivisten auf freiem Fuß. Das Schiff hat gestern Abend den Suez-Kanal durchfahren und ist auf dem Weg nach Catanien (Sizilien), wo einige weitere Aktivisten an Bord genommen werden sollen.

Wie wir mit großer Freude festgestellt haben, nimmt man die falschen Anschuldigungen in der Crew mit Humor:

https://www.facebook.com/DefendEuropeID/photos/a.158179831397278.1073741828.157953414753253/163479777533950/?type=3

Auf Deutsch: Welche Fake News die Linken wohl heute wieder ausbrüten? Dass die C-Star Delfine jagt? Dass Putin der eigentliche Kapitän an Bord ist? Dass die Truppe an der Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy schuld hat oder der Troll-Frosch Pepe mit an Bord ist?….

Wem noch unklar ist, was die Identitäre Bewegung tatsächlich mit der Aktion bezweckt, der kann sich nochmal die drei erklärten Hauptziele zu Gemüte führen:

https://www.facebook.com/DefendEuropeID/photos/pcb.163519937529934/163519767529951/?type=3

Übersetzt heißt das:

  1. Die IB will Nichtregierungsorganisationen überwachen, denen (wohl zu Recht) vorgeworfen wird, Zuwanderer aus Afrika nach Europa zu schleusen, statt sie wieder zurück in ihre Heimathäfen zu bringen.
  2. Verlassene Schmugglerboote sollen zerstört und versenkt werden, damit sie nicht wieder von den Schleusern in Betrieb genommen werden können.
  3. Falls nötig, sollen Migranten, die sich bereits auf der Überfahrt befinden und in Seenot geraten sind, vor dem Ertrinken bewahrt und wieder zum nächsten nicht europäischen Hafen gebracht werden.

Wir werden Sie hier weiter auf dem Laufenden halten – bleiben Sie also am Ball und checken Sie unsere Webseite für tägliche Updates!

Reisetagebuch von Simon Kaupert

Mittwoch, 26. Juli 2017: Undercover im NGO-Hafen

Wind peitscht über den Hafen, weit entfernt zieht ein Gewitter über das Mittelmeer und bringt kühle Luft in das südsizilianische Pozallo. Niemand darf uns jetzt sehen, gerade nachts brausen Schnellboote der Küstenwache immer wieder vorbei und leuchten mit ihren Scheinwerfern in Richtung Strand. Hinter Felsen versteckt warten wir mit unserer Kameraausrüstung auf den entscheidenden Augenblick.

In den frühen Morgenstunden soll hier im Hafen das Schiff Aquarius der NGO „SOS Méditerranée“ anlegen, erneut haben sie einen guten Fang gemacht und 400 Migranten vor Libyen aufgesammelt. Wir sind gut vorbereitet, verfolgen minutiös die Schiffsbewegungen und haben uns auf eine lange Nacht eingestellt.

Eine Nervenprobe: Das Schiff zieht vor der Küste Warteschleifen, ab und an erkennen wir in der Weite ihre Schiffsleuchten, dann verschwindet sie wieder in der Nacht. Es vergehen Stunden, in denen wir jeden Augenblick entdeckt werden könnten, aber wir behalten die Nerven – und warten weiter.

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Die Asyl-Maschinerie läuft reibungslos

Dann geht alles ganz schnell: Kurz nach Sonnenaufgang erhebt sich der gewaltige Bug der Aquarius direkt vor der Hafeneinfahrt, Boote der Küstenwache flankieren das Schiff. Uns ist nicht verborgen geblieben, dass an der Anlegestelle im Hafen bereits eine gewaltige Asyl-Maschinerie angelaufen ist: Polizei, Rotes Kreuz, bewaffnete FRONTEX-Soldaten, Hubschrauber, Rettungskräfte, Transportbusse, Militär-Fahrzeuge, Carabinieri, Asylbeamte der EU und sogar ein Catering-Service. Was für eine Logistik!

Foto: Defend Europe

Die Aquarius passiert die schmale Hafeneinfahrt; wir sind nur circa 20 Meter entfernt und sehen das Weiß in den Augen der mehreren hundert Migranten, die das komplette Schiffsdeck besetzen. Um das Ausmaß der von den NGOs unterstützten Völkerwanderung über das Mittelmeer wirklich zu verstehen, muss man das mit seinen eigenen Augen gesehen haben: Ein komplettes Schiff beladen mit – ausschließlich männlichen – Afrikanern, die für ein paar hundert Euro und glänzende Smartphones alles hinter sich gelassen haben. Schiffe wie die Aquarius kommen täglich hier an. Tag für Tag. Woche für Woche und Monat für Monat. Das wird nicht aufhören, wenn sie nicht gestoppt werden.

Wir haben unser Material im Kasten, aber das reicht uns nicht – jetzt wollen wir es wissen, sichern das Material und verstecken unsere Speicherkarten. Wir sind gut ausgerüstet und verwenden jetzt nur noch Technik, die uns im Notfall auch abgenommen werden könnte, ohne unserer Recherchearbeit ernsthaft zu schaden. Mit dem Auto fahren wir direkt durch den bewachten Hafeneingang zur Anlegestelle der Aquarius. Wir gehören dazu und verhalten uns wie die anderen Polizisten, linken Asylextremisten, Journalisten und Helfer.

Mit dem Bus ins Landesinnere

Neben unserem Auto laden FRONTEX-Soldaten ihre Gewehre, unser Puls sprengt jede Skala. Aber wir behalten die Nerven und wollen nicht weg. Jedes gewagte Bild mit der Kamera könnte uns enttarnen. Immer wieder greifen wir zur Tarnung unsere längst leeren Kaffeebecher und verstecken die Filmausrüstung. Dann beginnt die Entladung der Migranten: Die grauen Pavillons von ÄRZTE OHNE GRENZEN und der italienischen Asylbehörde sind ihr goldenes Tor in ein neues Leben. Seit 7 Uhr warten die Busfahrer auf ihre Passagiere, es geht über holprige Landstraßen in das innere Siziliens: Überall auf der Insel sind Aufnahmeeinrichtungen verstreut, bewacht von frustrierten Soldaten, bezahlt von unwissenden Steuerzahlern und bewohnt von abertausenden Nordafrikanern.

Die Busse verlassen den Hafen, wir folgen ihnen und fahren in die Richtung Mineo – das größte Migrantenlager Siziliens liegt in einem ruhigem Tal und wird schwer bewacht. Was wir dort sehen, lesen Sie im nächsten Teil des „Ein Prozent“-Reisetagebuches.

Das Reisetagebuch wird fortgesetzt!

Wer Simon und seine Recherchearbeit mit etwas „Taschengeld“ vor Ort unterstützen möchte, kann das hier tun: zur Spendenseite.

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Dienstag, 25. Juli

Nach einer kurzen Nacht ist für den Dienstagmorgen die erste Besprechung geplant. Die internationale Mission „Defend Europe“ ist die bislang größte und aufwendigste Kampagne der identitären Bewegungen Frankreichs, Italiens, Österreichs und Deutschlands. Nachdem das Establishment Bank- und PayPal-Konten gesperrt hatte, konnten über eine unabhängige Spendenplattform mittlerweile 120.000 Euro für das Vorhaben gesammelt werden.

In Deutsch, Französisch und Englisch koordinieren die Aktivisten das Vorgehen der nächsten Tage. Jede Nation hat ihre besten Leute an das Mittelmeer entsandt: Die Franzosen sind Experten auf dem Gebiet der Bild- und Videobearbeitung, die Österreicher leisten hervorragende Interview- und Pressearbeit, die Italiener kennen ihre Stadt genau und die Deutschen – Sie ahnten es sicherlich schon – kümmern sich um effiziente Organisation und Logistik. Nur wenige Stunden nach unserer Ankunft ist das provisorische Büro dank deutscher Technik, französischem Kaffee und italienischer Improvisationskunst voll arbeitsfähig.

Am Mittwochnachmittag gehe ich mit meiner italienischen Dolmetscherin erneut zum Hafen. Wegen der Erfahrungen vom Montag verhalten wir uns unauffällig und tragen keine große Kameratechnik bei uns. Die VOS HESTIA hat den Hafen bereits verlassen und ist auf dem Weg zurück zu den libyschen Schlepper-Treffpunkten. Ein Bootsbesitzer erzählt uns wütend, dass der Hafen seit nun einem Jahr häufig von den NGOs angesteuert wird – die Bevölkerung von Catania ist entsetzt über die mittlerweile reibungslos organisierte Migrantenlogistik der Regierung. Zwar hat er eine gute Anstellung, aber er und seine Familie spüren das zunehmende Abrutschen des Mittelstandes und fragen sich, warum die Regierung so viel für Fremde, aber so wenig für das eigene Volk tut.

Mit gemischten Gefühlen gehen wir zurück in das „Hauptquartier“ und machen uns direkt an die Bearbeitung des gedrehten Materials. Nach einem kurzen Video für die sozialen Medien (das hier angeschaut werden kann) gehen wir früh zu Bett: Für den nächsten Tag sind bereits die ersten Rettungs- und Schiffsübungen angesetzt!

Montag, 24. Juli. 2017: Start auf Sizilien

Es geht los! Nach der intensiven Vorarbeit des „Ein Prozent“-Recherchenetzwerkes (hier, hier, hier und hier) ist nun der Zeitpunkt gekommen, die Arbeit am Ort des Geschehens fortzusetzen: Das sizilianische Catania ist ein Hotspot der Migration und der erste Anlaufpunkt zahlreicher „unabhängiger Rettungsmissionen“. Bereits vor Beginn der Mission „Defend Europe“ waren Vertreter der NGOs empört und fassungslos, dass eine unabhängige Gruppe über das Treiben im Mittelmeer berichtet. Da die Organisationen selbst eine sehr aufwendige und teure Medienmaschinerie betreiben, kann das nur eines bedeuteten: Anscheinend haben sie etwas zu verbergen!

Auf Sizilien angekommen, erlebe ich eine Insel der Widersprüche: Auf der einen Seite ist Catania ein beliebter Urlaubsort für wohlhabende Touristen, auf der anderen Seite ist die Stadtbevölkerung völlig verarmt, abseits der Restaurants sind die Straßen vermüllt und der Geruch ist gerade bei 40 Grad Celsius im Hochsommer bisweilen schwer auszuhalten.

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Wir übernachten für eine Woche in einem günstigen Hostel und richten uns provisorisch ein, der erste Ausblick vom Balkon bestätigt: In Catania gibt es zwar sichtbar viele Migranten, aber durch die effiziente Verteilungsmaschinerie vermeidet die Touristenstadt negative Bilder von herumlungernden Migranten und größeren Ansammlungen im Zentrum.

Ich bin neugierig und möchte direkt zum Hafen von Catania gehen: Laut unseren Informationen soll heute das Schiff VOS HESTIA der NGO „Save the Children“ vor Anker liegen. Unsere Gruppe macht sich auf den Weg und ich begleite einen der Sprecher von „Defend Europe“, Martin Sellner, zu einem Interview mit einem dänischen Kamerateam.

Dann passiert es: Als wir uns dem NGO-Schiff nähern, werden wir direkt von der Hafenpolizei unter Blaulicht und lautem Geschrei aufgehalten und durchsucht, man verlangt eine Drehgenehmigung; die Lage ist unübersichtlich und hektisch. Wir müssen unsere Kamera-Speicherkarten vorzeigen, denn das Filmen der zivilen Schiffe in einem öffentlichen Hafen ist hier anscheinend unerwünscht. Die Lage klärt sich schnell, wir zeigen unsere Drehgenehmigung und die Beamten müssen uns gewähren lassen.

+++ Versteckspiel im Mittelmeer: Schiff der Identitären jagt Schlepperflotte von Simon Kaupert – in COMPACT 08/17. Hier abonnieren. +++

Gegenüber der VOS HESTIA befinden sich die unverwechselbaren weißen Zelte vom italienischen Roten Kreuz: Man erzählt uns, dass die Migranten direkt nach Verlassen des Schiffes registriert und versorgt werden. Dann werden wir trotz Drehgenehmigung erneut weggeschickt und aufgefordert, unsere Kameras abzuschalten. Während wir den Hafen verlassen, kommen uns vier große Linienbusse entgegen – sie fahren in Richtung der Migranten. Wir werden diese Busse noch häufiger sehen…

Noch am Abend stößt die US-amerikanische Journalistin Lauren Southern mit ihrer Gruppe zu uns, wir geben in einem Straßencafé die ersten Interviews.

 

Das Reisetagebuch wird fortgesetzt!

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