Das Leid mit der Leitkultur – Antideutsche Medienmeute dreht durch

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Dieser Fall ist ein Paradebeispiel dafür, wie verheerend sich der in alle linken Gesellschaftsschichten und Medienhäuser eingesickerte, antideutsche Selbsthass auswirkt auf absolute Selbstverständlichkeiten des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Der Innenminister spricht von deutscher Leitkultur, Grüne, Linke und Lügenpresse kriegen Schnappatmung. Ein Kommentar von Marc Dassen.

Innenminister Thomas de Maizière, sonst braver Parteisoldat der Merkel-CDU, gibt sich anscheinend besonders in Wahlkampfzeiten gerne mal patriotisch. Jetzt hat er es doch tatsächlich gewagt, von einer „deutschen Leitkultur“ zu sprechen und von Zuwanderern Anpassung an selbige zu fordern.

Ganze zehn Thesen hat er dazu an Muttis Kathedrale gehämmert. Die Bild-Zeitung brachte den „Skandal“ auf die grammatisch etwas holprige Formel „Wir sind nicht Burka!“. O-Ton des Thesenanschlags: „Wir legen Wert auf einige soziale Gewohnheiten, nicht weil sie Inhalt, sondern weil sie Ausdruck einer bestimmten Haltung sind: Wir sagen unseren Namen. Wir geben uns zur Begrüßung die Hand. Bei Demonstrationen haben wir ein Vermummungsverbot.“ Alles fein, Herr Maizière. Schon sein Parteikollege Wolfgang Bosbach äußerte sich bei verschiedenen Gelegenheiten ähnlich und bewies damit, dass politische Vernunft – derzeit unter obligatorischem Duckmäusertum und dubioser Wahlkampftaktik weitestgehend verschüttet – zumindest noch nicht ganz tot ist.

Obwohl: Das rhetorische Heranpirschen an Aussagen, die bei der Alternative für Deutschland (AfD) zum ganz natürlichen Selbstverständnis gehören und nicht mit eingezogenem Kopf geäußert werden, ist schon interessant. Glaubt man bei der CDU etwa, dass solche Töne im Anlauf zur Wahl noch ein paar Patrioten ins Lager der Altpartei CDU zurückzerren können? Den selben Verdacht hegte auch Frauke Petry, als Sie kommentierte: „Modell de Maizière: Deutsche Leitkultur während der Legislatur torpedieren, zwei Wochen vor der Wahl den großen Kulturverteidiger spielen.“ Dass eine solche Finte funktioniert, hätte jedenfalls vorausgesetzt, dass ein Herr de Maizière nicht sofort Prügel bezieht, wenn er mal was Ordentliches von sich gibt. Aber weit gefehlt.

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„Der frühere CDU-Generalsekretär Polenz hält den Begriff einer Leitkultur für problematisch“, liest man beim Deutschlandfunk. Sein Argument: Die gültigen Gesetze würden bereits alles Verbindliche vorschreiben, eine dezidiert deutsche Leitkultur sei für ihn gar nicht definiert. Außerdem stelle sich die Frage, „wie eine Leitkultur zur Vielfalt unterschiedlicher Kulturen in Deutschland passe“. Ausgerechnet ein CDUler kommt mit dem Multikulti-Argument! Man will einwerfen, dass solche Politiker, die in der derzeitigen (von Islamisierung und Ablehnung deutscher Sitten und Gesetze durch eine „Gast-Kultur“ geprägten) Lage nicht sehen können, wieso eine Debatte über unsere leitenden Werte und Ideen wichtig ist, völlig ihren Beruf verfehlt haben oder eben bewusst an der „Scheißegalisierung“ aller althergebrachten Werte arbeiten.

Die Welt titelt zum Thema in gewohnter antifaschistischer Lesart: „Wir sind nicht Burka. Aber auch nicht Springerstiefel“ – als gäbe es nur das eine oder das andere. Gekonnt wird der Innenminister nach dem Aussprechen von derartigen Selbstverständlichkeiten in die Rassisten-Ecke gestellt. Bei Multikulti-Medien wie der Süddeutschen Zeitung will man gar erkannt haben, „Warum de Maizières Leitkultur-Katalog gesellschaftsschädlich ist“ – das Pamphlet vom 1. Mai enthält abseits unerträglicher Rabulistik Formulierung wie diese: „Leitkultur ist kein integrierender, sondern ein polarisierender Begriff, ein spaltendes Kampfwort, ein Wort der Überhebung und der Überheblichkeit; es ist ein Wort, das rechtsaußen zu Juchzern führt.“ Wäre ich im englischen Sprachraum tätig, ich hätte wohl gallig kommentiert: „Snowflakes cry sweet liberal tears and I love it“…

Der (Anti-)Deutschlandfunk fasst die Skandalisierung von de Maizières Vorstoß wie folgt zusammen: „SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel nannte den Vorstoß auf Twitter eine „peinliche Inszenierung“, der frühere Umweltminister der Grünen, Jürgen Trittin, sprach von „rechter Stimmungsmache“. Die deutsche Leitkultur sei das Grundgesetz, sagte SPD-Vize Ralf Stegner der ARD.“ Damit ist in Sachen Anti-Patriotismus der etablierten Parteien, besonders der linken, eigentlich alles gesagt, was ein Wähler vor der kommenden Bundestagswahl wissen muss: Wenn auch Sie die deutsche Leitkultur mit Füßen getreten sehe wollen, dann ist die Wahl des Einparteinblocks CDU-SPD-Grüne-Linke alternativlos. Solcherlei Kritik an der deutschen Kultur aus den Altparteien-Reihen ist allerdings noch durchaus nachvollziehbar (und vor allem vorhersehbar) verglichen mit dem, was man sich etwa beim Tagesspiegel traute.

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Der titelte bezugnehmend auf den Vorstoß des Innenministers doch tatsächlich: „Eine deutsche Leitkultur darf es nicht geben“. Weiter heißt es: „Mit seinen zehn Thesen zur Leitkultur versucht Innenminister de Mazière das „Deutsch-sein“ zu definieren. Dabei ist eine spezifisch deutsche Kultur nicht identifizierbar.“ Nur wer eine gewisse Freude an masochistischer, schuldkultischer Geißelung hat, liest den Artikel zuende, wird dafür aber mit der inhaltlichen Kernaussage des vor Selbsthass vibrierenden Autors belohnt. Der schreibt nämlich: „Unter der Geltung des wunderbaren Grundgesetzes darf jeder nach seiner Fasson leben und glücklich werden. Es reicht völlig, dass er die geltenden Gesetze einhält.“ Soweit so gut, denkt man.

Doch danach heißt es: „Alles andere ist jedermanns eigene Sache, ganz egal was er glaubt oder nicht glaubt, was er anzieht oder nicht anzieht, welche Musik er hört oder welche Kultur er persönlich bevorzugt.“ Hier steckt der Wurm drin, denn: Wer etwa den Glauben an den Islam als den höchsten Wert empfindet, wird mit dem Grundgesetz über kurz oder lang Probleme haben. Beispiel: Schächten. Bei der rituellen Schlachtung von Tieren werden in Deutschland geltende Gesetze permanent gebrochen, um keine religiösen Gefühle zu verletzen. Kurz: Wer die islamische oder irgendeine andere Kultur in Konkurrenz zum Grundgesetz sieht – so wie ein Großteil der hier lebenden Muslime –, der wird auf Dauer kein Bedürfnis verspüren, sich der Minimalanforderung namens Grundgesetz zu beugen. Und mehr noch: Es geht ja gerade nicht alleine darum, die deutsche Gesetze zu achten, sondern auch darum, unsere kulturellen Sitten, Traditionen und Gebräuche anzunehmen und zu ehren, statt die eigenen (islamischen) Bräuche und Traditionen – wie Kleidervorschriften, Kinderehen, Vielehen etc.. – immer als höherstehend zu begreifen.

Das wiederum kann der Tagesspiegel-Autor nicht begreifen, spricht von einer angeblichen Angst vor dem Miteinander verschiedener Kulturen: „Wer diese Vielfalt fürchtet, ist ein armer Wicht, denn er bleibt in der Vergangenheit verhaftet“, erklärt er. Also: Deutsche Leitkultur brauch niemand. Der freie Konkurrenzkampf aller Kulturen und Werte im Merkelschen Multikulti-Staat kann kommen. Wer sich dabei – durch Demographie oder die Faust – durchsetzt, gewinnt. Pech für die Kartoffeln, die – wehrlos gemacht von den eigenen links-grünen Volkszertretern – dabei den Kürzeren ziehen. Beim sogenannten Debatten-Magazin The European lässt man – zu allem Überfluss – auch noch Vertreter der Grünen Jugend Stellung beziehen. Das klingt dann so: „Vaterlandsstolz ist gefährlich, Leitkultur fiktiv und das Leistungsprinzip macht krank!“

Ein Glück, dass die Grünen – speziell nach der Veröffentlichung unseres COMPACT-Spezial „Nie wieder Grüne!“ – den politischen Todeskampf kämpfen und die rot-grüne Müsli-Fraktion bis hinunter in die grünen Kita-Gruppen auf unbestimmte Zeit nichts zu sagen haben werden. Nochmal Schwein gehabt!

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Quellen:
– http://www.deutschlandfunk.de/ruprecht-polenz-kritik-am-begriff-einer-leitkultur.1939.de.html?drn:news_id=739988
– http://www.deutschlandfunk.de/de-maizieres-leitkulturdebatte-vorstoss-viel-kritik-und.1773.de.html?dram:article_id=385080
– http://www.sueddeutsche.de/politik/innenpolitik-de-maizires-leitkultur-katalog-ist-unnoetig-und-irrefuehrend-1.3485214
– http://www.theeuropean.de/junge-gruene/12177-gruene-jugend-antwortet-de-maiziere
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article164158775/Wir-sind-nicht-Burka-Aber-auch-nicht-Springerstiefel.html
– http://www.tagesspiegel.de/politik/zu-de-maizieres-thesen-eine-deutsche-leitkultur-darf-es-nicht-geben/19738780.html

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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