Der Impuls von unserer letztjährigen Oppositionskonferenz in Leipzig geht um die Welt.

    Am 6. Februar erreichte eine Lawine die New York Times, die als kleiner Schneeball auf der COMPACT-Konferenz „Opposition heißt Widerstand“ im November in Leipzig gestartet worden war. Die führende US-Tageszeitung brachte ein Portrait über Guido Reil und Oliver Hilburger, die den patriotischen Widerstand in die Betriebe tragen wollen. Hilburger, der mit seiner Liste „Zentrum Automobil“ schon seit 2012 mit vier Leuten im Betriebsrat von Daimler Benz sitzt – satte zehn Prozent der 22.000 Beschäftigten haben für diese Opposition gestimmt – stellte bei uns sein  Konzept vor, bei den Betriebsratswahlen im Frühjahr ähnliche Listen in weiteren Großbetrieben aufzustellen und damit der IG Metall Konkurrenz zu machen. Björn Höcke unterstützte diesen Ansatz auf unserer Konferenz mit einer betont sozialpolitischen Rede: Die Patrioten müssten sich für Arbeiter und kleine Leute einsetzen, die von den Linksparteien verraten worden sind. „Alle Räder stehen still, wenn der blaue Arm es will“, griff ich in meiner Rede eine alte Losung der Arbeiterbewegung auf.

    Guido Reil, der jahrzehntelang als Bergmann gearbeitet hat und nun seine Erfahrung als sozialdemokratisches Urgestein im AfD-Bundesvorstand einbringt, prophezeite gegenüber der New York Times: “The revolution will be in the car industry.” (Die Revolution wird in der Autoindustrie stattfinden.) Tatsächlich haben im Autoland Baden-Württemberg bei den Bundestagswahlen schon 28 Prozent der Arbeiter AfD gewählt. Dort konzentrieren sich Fehlentwicklungen der Merkel-Ära: Die gefährliche Einwanderungspolitik führt zu vermehrter Konkurrenz der Stammbelegschaften durch Billiglöhner – und die Energiewende mit ihrer dezidierten Frontstellung gegen Verbrennungsmotoren bedroht den Absatz und damit die Arbeitsplätze in der wichtigsten deutschen Industriebranche. Der Aufruf Hilburgers auf der COMPACT-Konferenz und die anschließenden Kampagne durch die Vernetzungsplattform Einprozent hat eingeschlagen wie eine Bombe: „ Die IG Metall warnt vor einer Spaltung der Belegschaften durch rechte Arbeitnehmervertreter,“ berichtete der MDR aufgeregt. 187 oppositionelle Kandidaten ließen sich in verschiedenen Großbetrieben aufstellen – bei Daimler, Opel und BMW sieht sich die bisher allmächtige IG Metall herausgefordert. Das Schöne ist, dass auch Kollegen mit Migrationshintergrund, die Deutschland als neue Heimat zu schätzen gelernt haben, hinter der patriotischen Offensive stehen. „Oliver Hilburger hat eine kleine, rechte Gewerkschaft gegründet und will es mit der großen, linken IG Metall aufnehmen. Aber wie rechtsradikal kann eine Gewerkschaft sein, wenn einer ihrer Kandidaten Abdullah Kabak heißt?“, fragte immerhin die FAZ nachdenklich.

    Das Konzept von COMPACT, der schweigenden Mehrheit eine Stimme zu geben, erschöpfte sich nie im Zeitungsmachen. Immer wollten wir damit auch den Bürgerprotest unterstützen, frei nach dem Motto: Wir holen uns unser Land zurück! So gab unsere Konferenz im Jahr 2015 den Startschuss zur Bildung der Plattform Einprozent, die seither sehr erfolgreich kleine und große Initiativen vernetzt und bekannt macht. Die Konferenz 2017 war der Auftakt für die oppositionellen Kandidaturen bei den Betriebsratswahlen in diesem Frühjahr. So geht es Schritt für Schritt voran.

    Wer auf den COMPACT-Konferenzen dabei war, konnte immer den Geist des Aufbruchs spüren, der da herrschte. Solche zusätzlichen Aktivitäten können wir aber nur stemmen, wenn wir sie über den Absatz unseres Magazins querfinanzieren können. Deshalb ist jedes COMPACT-Abonnement auch gleichzeitig eine konkrete Unterstützung für die dringend notwendige Oppositionsarbeit. Anders gesagt: Wer unseren „Mut zur Wahrheit“ liebt, sollte auch „Mut zum Abo“ zeigen.

    Die GroKo ist am Ende, bevor sie gestartet ist. Wenn jetzt in den Betrieben die Menschen, die unseren Reichtum erarbeiten, gegen das Regime aufbegehren, wird sich etwas bewegen im Land. COMPACT bleibt am Ball, versprochen.

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