COMPACT-Geschichte: Vergangenheitsbewältigung auf patriotisch!

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Damit wir niemals vergessen, wo wir herkommen und nie verlernen, aufrecht zu gehen!

COMPACT-Geschichte widmet sich – als einziges publizistisches Projekt weit und breit – der Bewahrung und Wiederbelebung der Deutschen Vergangenheit. Spannend erzählt, einmalig illustriert und herrlich politisch inkorrekt führt diese Sonderausgabe durch die Tausendjährige Historie unserer Nation, erzählt von Abenteuern, Heldentaten, Intrigen, Kriegen und Verrat. Ein Muss für wahre Patrioten!

COMPACT legt mit dieser Sonderreihe das Fundament für ein neues deutsches Selbstbewusstsein und festigt damit unsere Identität für das 21. Jahrhundert. Wir laden Sie ein auf eine Reise ins Innere unseres Volkes, die Ihnen die Augen öffnen wird. Kommen Sie mit und abonnieren Sie unsere neue Reihe COMPACT-Geschichte!

Vergangenheitsbewältigung auf die patriotische Art. Mit stark erweitertem Umfang von ca. 84 Seiten. Zum Sammeln und Nachschlagen. Erscheint derzeit dreimal im Jahr.

Unser zweiter Band porträtiert 14 „Deutsche Helden“. Einen davon stellen wir an dieser Stelle vor:
Carl Klinke – den Schanzensprenger.

Dänemarks mächtigstes Bollwerk besaß zwar kein Tor, dennoch brachte eine «Klinke» hier bei Düppel die Entscheidung. 1864 opferte sich ein schlichter Brandenburger Bergmann für seine Kameraden. Man hat ihn heute vergessen.

_von Jan von Flocken

Vor 100 Jahren kannte zumindest in Preußen jedes Schulkind das Gedicht über Carl Klinke mit dem Pulversack. Wenn sein Name heute nur noch ratloses Kopfschütteln auslöst, dann zeigt das deutlich, wie wenig das Schicksal des kleinen einfachen Mannes in der sich so volksnah gebenden Demokratie gilt.

Das Leben hatte es nicht sonderlich gut gemeint mit Carl Klinke. Als uneheliches Kind einer armen Witwe wurde er am 15. Juni 1840 in Bohsdorf, einer kleinen Heidesiedlung in der Niederlausitz, geboren. Drei Jahre später heiratete seine Mutter Marie den Kleinbauern Johann Mettke, der in dürftigen Verhältnissen lebte. Seit frühester Kindheit musste Carl in der elterlichen Landwirtschaft helfen. Da aber in Preußen allgemeine Schulpflicht bestand, konnte er sich in der Volksschule auch Grundkenntnisse aneignen. Als fleißig und dienstbereit, willig und anstellig, aber auch zuweilen recht wild schilderten ihn seine Lehrer und Mitschüler.

carl klinke

Das einzige Denkmal für Carl Klinke steht in Berlin-Spandau. Bild: Doris Antony, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Nach Absolvierung der Volksschule arbeitete Carl Klinke als Bergzimmermann in der nahegelegenen Braunkohlengrube «Felix». Hier wurde er bekannt für unbedingten Mut; bei Rettungsaktionen in den gefährlichen Stollen soll er unter Hintansetzen seines Lebens häufig der erste Helfer gewesen sein. Mit 21 Jahren heiratete er die gleichaltrige Bauerntochter Marie Britze aus dem Nachbardorf Sergen. Wenige Wochen später wurde ihre Tochter Johanne Christiane geboren. Die Familie bewohnte ein sehr bescheidenes Holzhäuschen.

Am 27. Oktober 1861 wurde der «an Leib und Seele gesunde» Carl Klinke zur 4. Kompanie des 1. Brandenburgischen Pionierbataillons Nr. 3 «von Rauch» in Torgau eingezogen. Gemäß seiner Musterungsrolle war er 1,73 Meter groß. Der Grundwehrdienst dauerte in Preußen damals zwei bis drei Jahre. Die Pioniertruppe zählte zur Elite der Infanterie. Ihre Angehörigen mussten kräftig sein, über große handwerkliche Fertigkeiten verfügen und häufig in kleinen Gruppen selbstständig handeln. Pioniere wie Klinke beherrschten das Anlegen von Schanzen und Minensperren, den Brückenund Straßenbau. Sie führten Sprengungen durch und wurden eingesetzt bei der Errichtung von Unterständen, Schützengräben und Bunkern.

Anfang Oktober 1863 kehrte Klinke nach Beendigung seines Militärdienstes wieder ins heimatliche Bohsdorf zurück. Doch schon kurz vor Weihnachten musste er wieder einrücken, da Preußen unmittelbar
vor einem Krieg mit Dänemark stand. Klinkes früheres Pionierbataillon Nr. 3 lag abmarschbereit in der Festung Spandau. Beim Abschied war seine Frau wieder schwanger; die Geburt ihres Mädchens am 29. Juli 1864 sollte Klinke nicht mehr erleben.

Der drohende Konflikt mit Dänemark entzündete sich an der Schleswig-Holstein-Frage. Beiden Herzogtümern hatte 1460 im «Ripener Freiheitsbrief» der Dänenkönig Christian I. zugesichert, sie sollten
«auf ewig ungeteilt» bleiben. Doch im Laufe der Jahrhunderte gab es immer wieder Versuche Dänemarks, sich diese deutschen Gebiete, vor allem Schleswig im Norden, gewaltsam einzuverleiben. 1848 bis 1851 entbrannte der offene Kampf zwischen den Norddeutschen und Dänemark. Damals entstand als Reaktion auf die dänische Aggression das Gedicht des Holsteiners Matthäus Friedrich Chemnitz:

«Schleswig-Holstein, meerumschlungen,
deutscher Sitte hohe Wacht!
Wahre treu, was schwer errungen,
bis ein schön’rer Morgen tagt!
Schleswig-Holstein, stammverwandt,
wanke nicht, mein Vaterland!»

Das ganze Portrait über den Schanzensprenger Carl Klinke lesen Sie in COMPACT-Geschichte „Deutsche Helden“. Erhältlich im COMPACT-Shop.

COMPACT-Geschichte Deutsche Helden

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