Anlässlich der für den 24. Juni vorgezogenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei hat Claudia Roth (Bündnis90/Die Grünen) das Verbot von Wahlkampfauftritten für türkische Politiker in Deutschland kritisiert. Das sei „kein Ausdruck starker Demokratie“, so die Bundestagsvizepräsidentin. In eben dieser will sie mit ihrer ablehnenden Haltung dem Despoten vom Bosporus eine Lektion erteilen.

    Als Reaktion auf den Streit um Auftritte in Deutschland aufgrund des türkischen Verfassungsreferendums vom April 2017 wurde  dieses Verbot drei Monate vor jeweiligen Wahlen in Erdogans Kalifat ausgesprochen. Roth allerdings – gemeinhin auch „Fatima“ genannt aufgrund ihrer Affinität zu „Sonne, Mond und Sternen“ und den „Konflikten in der Türkei“ – hätte wohl nichts dagegen, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei seinem Indoktrinationstheater zu soufflieren. Das zumindest impliziert ihr Drehbuch in Sachen „Unterschied zwischen einer liberalen Demokratie und einer präsidialen Autokratie“.

    Ob sie dieses auch Wladimir Putin anbieten und es befürworten würde, wenn sich der russische Präsident hierzulande seine Russlanddeutschen vorknöpft, ist nicht überliefert, aber zu bezweifeln. Ebenso Roths Demokratie-Verständnis. Immerhin kann Putin wiederum ihr keine Lektion erteilen, wenn´s ums Backen von Börek geht. Aber da sei sie ja ohnehin relativ fit, wie sie einmal in weinseliger Laune gestand …

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    „Solange die Sicherheit gewährleistet ist, halten wir das aus“, sagte sie gegenüber der Funke-Mediengruppe. „Wir haben Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die sollte auch für Erdogan gelten, aber für türkische Oppositionspolitiker natürlich ebenso.“ Wow, genau, darauf fährt der Döner-Hobbit so richtig ab, wenn „er sich gefallen lassen“ müsste, „dass gegen ihn und für die Freilassung der politischen Gefangenen demonstriert wird.“ 

    Klar, da scheißt der doch glatt auf ähnlich lukrative Deals wie in der Vergangenheit, da er schon mal im Austausch für einen Deniz Yücel, diesen fehleuphorisch beklatschten deutschenhassenden Pamphletisten, Waffen für seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Syrien einkassiert und dessen Bevölkerung mit eben diesen tyrannisiert, aus ihren angestammten Gebieten vertreibt und durch sein Volk ersetzt. Schließlich will man ihm auch hierzulande seinen Traum von der Renaissance des Großosmanischen Reiches erfüllen: „First we take Damaskus, then we take Berlin“ (frei nach Leonard Cohen). 

    Deutschland ein Vorbild, was Meinungsfreiheit anbetrifft? Es darf gelacht werden. Ja, wo lebt die denn, die Fatima? Das Hinausplärren der ihrigen als „Wesen, an dem die Welt solle genesen“ zu verkaufen, ist schon recht vermessen.

    Also Bühne frei für das nächste Schlachtfeld neben dem, das diese verfehlte „Flüchtlings“- und Migrationspolitik bereitet hat. Oder Fatima muss einfach mal drüber nachdenken, dass Demokratie nicht bedeutet, ausländischen Despoten eine Plattform für Allmachtsfantasien zu liefern, sondern ihnen diesen Zahn zu ziehen – insbesondere, da die ihm genau zu diesem Zweck gezahlten Milliarden bislang ein Schuss in den Ofen waren. 

    Oder aber die Grünin latscht einfach mal Transparenten hinterher, auf denen steht: „Türkei verrecke, du mieses Stück Scheiße!“ Junge, Junge, da wär aber der MIT, der türkische Geheimdienst, ruckzuck zur Stelle und sie in einem türkischen Foltergefängnis. Verdient hätte diese impertinente Aufforderung das Land am Bosporus, das Menschenrechte mit Füßen tritt und sich nunmehr als Aggressor geriert, allemal mehr als ausgerechnet Deutschland.

    Verständlich wird Claudia Roths Kritik, wenn man sich ihre eigene Aussage zu Gemüte führt: „Ich mache schon seit Jahren Türkei-Politik“. Aha! Wäre diese dann nicht angebrachter in dem Land ihrer  Sehnsucht? Ein Vorschlag zur Güte: Ziehen Sie sich in Ihr Haus in Bodrum zurück, Frau Roth  … Und verschonen Sie dieses ohnehin seit knapp drei Jahren geschundene Land mit weiterer Hetze, die die einstmals halbwegs zu ihrer neuen Heimat sich bekennenden Türken gegen eben diese aufbringt: durch Wahlkampfauftritte eines Sultans, der dieses Land als seine Kolonne betrachtet.

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