Heute beschäftigt sich Elmar Hörig mit dem NSU-Prozess und seinen Kosten, die der deutsche Steuerzahler aufbringen muss.


    Elmis moinbrifn vom 13. Juli


    München: Der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe dauerte fünf Jahre, für ein deutsches Gericht also „ruck zuck“, und kostete bis jetzt circa 50 Millionen, also „Peanuts“! Aber vielleicht wollte man nur gründlich sein, immer im Hinterkopf, dass die betroffene Klientel nicht kollektiv in Wallungen gerät, was ja nahe lag bei der Schwere und Wucht dieser Taten. Zschäpe erinnerte mich immer ein bissel an Charles Manson Ende der 60er, der auch nie am Tatort war, aber trotzdem später im Knast verrottet ist. Okay, zugegeben, Zschäpe hat schönere Möpse! Wie dem auch sei, die Kohle ist weg, und wir können uns jetzt wieder den wahren Problemen dieses Landes widmen! Zum Beispiel: Wieso wir nicht im Endspiel sind, sondern die Franzacken? Egal!

    COMPACT-Magazin im Juni 2018, Mein BAMF- Merkels tiefer Sturz.

    NSU bei Facebook: Kennt irgendjemand noch Jürgen Todenhöfer? Durchschwamm der nicht mal als Umweltminister den Rhein, um zu beweisen, dass das Wasser in diesem Fluss sauber ist? „Eine scheiß Idee“, wie er später zugab*. Vor einigen Jahren besuchte er mit seinem Sohn den IS und kam überraschenderweise lebendig zurück, vermutlich nur, weil damals keine Baukräne zur Hand waren. Eben dieser Typ schreibt auf seinem Account: „NSU-Prozess: Endlich Gerechtigkeit! Freunde, der Prozess wirft ein grelles Licht auf die rechte Ausländerfeindlichkeit in Deutschland! Rechtsextremistische Mörder und Terroristen sind das gefährlichste Sicherheitsproblem Deutschlands!“

    Ich habe stundenlang gegrübelt, um darauf eine Antwort zu geben, die nicht beleidigend oder volksverhetzend ausgelegt werden könnte. Mir ist seltsamerweise nix eingefallen, leider. Deshalb möchte ich einen Facebook-Eintrag eines mir nicht bekannten Users zitieren, dem ich nichts hinzuzufügen habe: „Drum merke! Ist der Hoden erstmal tot, dem Hirn das gleiche Schicksal droht!“ 🤣🤣 Zitat Ende!

    Feddich

    ELMI (Der Hodentöter vom Wotzenfald)

    Nachtrag: *Hier hat unser Freund Elmi die Geschichtsschreibung nicht ganz im Kopf, vielleicht aber ein Glaserl Wein mit Jürgen Todenhöfer. Der war zwar in der Tat Politiker, CDU-Abgeordneter. Und er war Herausgeber der Wochenzeitung Der Freitag. Umweltminister war er nie, und er hat auch nicht im Rhein geplanscht. Trotz großer und treuer Fangemeinde wird aber auch er kritisiert: Weil er 2012 den syrischen Präsidenten Baschad al-Assad interviewt hatte. Ihm wurde vorgeworfen, einem brutalen Machthaber eine Plattform geboten zu haben. 2015 erschien sein Buch Inside IS, für das er in die von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ beherrschten Gebiete im Irak gereist war.

    Durch den Rhein geschwommen war in der Tat ein Umweltminister, doch der hieß Klaus Töpfer, Parteikumpel von Todenhöfer. Dem ging es auch nicht um die Qualität des Rheinwassers, sondern er hatte schlicht und ergreifend eine Wette gegen seinen Wahlkreisgegenkandidaten von der SPD verloren!


    Elmar Hörig wurde 1949 in Baden-Baden geboren. 19 Jahre lang war er der ungekrönte König des politisch unkorrekten Humors im deutschen Südwesten. Weil den linken Tugendwächtern seine abweichende Meinung nicht passte, feuerten sie ihn aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Inzwischen erscheinen seine Artikel bei COMPACT und bei Facebook. Letzteres hat ihn bereits mehrmals gesperrt. | Foto: Facebook/Elmar Hörig

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