Burka im Biergarten: Nicht mit diesem Wirt

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Ein Gastronom aus Bielefeld verwies eine vollverschleierte Muslimin seines Lokals, weil sie ihr Gesicht nicht zeigen wollte. Daraufhin organisierte sie einen Shitstorm im Internet.

_von Tino Perlick

Im beliebten Ausflugslokal „Seekrug“ am Bielefelder Obersee gibt es den größten Biergarten der Region, Herforder Pils vom Fass und Wiener Schnitzel. Trotz seines hervorragenden Rufs, blieb den Gästen am vergangenen Samstag das Essen im Halse stecken: Der „Seekrug“ hatte Besuch von einer Burkaträgerin bekommen. Kurz vor dem sogenannten Lichterfest sorgten sich Wirt Christian Schulz und seine Frau um die Sicherheit der Gäste und konfrontierten die Frau im Fundamentalistenkostüm.

Schulz, seit 1990 in Bielefeld als Gastronom tätig, sagte dem Westfalenblatt, in der Stadtbahn oder der Fußgängerzone müsse er vollverschleierte Frauen hinnehmen. „Aber nicht in meinem Lokal. Ich möchte meine Gäste sehen.“ (1) Die Frau habe sich geweigert, den Schleier abzulegen und sei schnippisch geworden: „Haben Sie eine Textilallergie?“ Schulz ließe sich nicht auf Diskussionen ein: „Das tue ich aber grundsätzlich nicht, wenn ich Leute vor die Tür setze, zum Beispiel erkennbare Neonazis.“ Die Verschleierte sei schließlich schimpfend gegangen. „Von der Sprache her würde ich sagen, dass es eine Deutsche war“, glaubt Schulz.

Stunden nachdem er von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht hatte, hagelte es plötzlich Negativ-Bewertungen und wüste Beschimpfungen auf der Facebook-Seite seines Lokals. Dort ginge es „rassistisch“, „ausländerfeindlich“ und „menschenverachtend“ zu. Eine organisierte Kampagne: zahlreiche Facebook-Profile der Beleidiger waren frisch angelegt und keiner realen Person zuzuordnen. Seitdem der Vorfall Aufmerksamkeit erregte, mischen sich jedoch auch anscheinend echte türkisch und arabisch wirkende Nutzer ein: Kommentare wie „Christian Schulz stinkt aus dem Mund wie ne Kuh ganz hinten tief drin“ oder „Verdammter Islamhasser…“ zeugen vom Niveau der Kritik.

Jedoch steht diese in keinem Verhältnis zu der Rückendeckung, die Schulz von seinen Gästen erhält, seitdem er am Sonntag gepostet hatte: „Ich bin gestern mit einer Muslima aneinander geraten und habe dadurch jetzt wohl einen Shitstorm an der Backe!“ Praktisch im Minutentakt versichern Besucher des „Seekrug“ dem Gastronom seitdem, alles richtig gemacht zu haben: „Der Wirt ist alles andere als ausländerfeindlich“, schreibt einer, und verweist auf die Tatsache, dass dort unter anderem Köche aus Nigeria, Ghana, Pakistan und Portugal angestellt sind! Der Küchenchef ist Afrikaner.

Thomas Keitel, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Ostwestfalen-Lippe, verteidigt seinen Kollegen: „So ein Fall ist mir noch nicht bekanntgeworden. Wir stehen voll hinter Herrn Schulz, der natürlich das Hausrecht hat“, zitiert ihn das Westfalenblatt. Er fände es nachvollziehbar, wenn Gäste in der Nähe solcher Frauen ein mulmiges Gefühl bekämen und ein Wirt seinen Kunden das ersparen wolle.

Christian Schulz gebührt tiefer Respekt und Anerkennung für seinen Mut. Wer andere sehen, aber nicht gesehen werden will, verspielt sein Teilnahmerecht an unserer Gesellschaft. Es gibt bekanntlich Kulturkreise, in denen die Burka anerkannt ist. Biergärten gibt es dort hingegen keine… Wenden wir uns nicht jetzt entschieden gegen diese demonstrative Form der Ausgrenzung, geben wir unsererseits das Mitgestaltungsrecht dieser Gesellschaft auf und verspielen mehr als das. Blinde Toleranz tötet.

Die dem „Seekrug“ entgegengebrachte breite Unterstützung macht Mut: Steht Deutschland beisammen, ist es noch immer wehrhaft. Daher auf zur COMPACT-Europakonferenz: Für ein Europa der Vaterländer! Gegen Islamisierung und Fremdherrschaft! Sichern Sie sich Ihre Karten hier!

(1) http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/2532421-Seekrug-Wirt-erteilt-Hausverbot-und-wird-im-Netz-schlecht-bewertet-Verband-steht-voll-hinter-ihm-mit-Kommentar-Stress-um-Nikab-in-Bielefelder-Biergarten

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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