Man ist ja von den in Migranten-Milieus beliebten Gangsta-Rappern einiges gewohnt: Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung und sonstige Geschmacklosigkeiten. Doch was Farid Bang nun absonderte, schlägt dem Fass den Boden aus: In einem sogenannten Diss auf Instagram nennt er die AfD-Oppositionsführerin im Bundestag eine „Nazi-Bitch“ und droht: „Brech‘ Alice Weidel ihr Nasenbein.“

    Die Verleihung des Musikpreises Echo an die Rapper Farid Bang und Kollegah sorgte vor einigen Wochen für einen Riesen-Eklat. Ausgezeichnet wurden die beiden Musiker für den Verkaufserfolg ihres letzten Albums mit dem entzückenden Titel Jung, brutal, gutaussehend 3, auf dem üble Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow“ enthalten sind. Die beiden Vorgängerscheiben wurden übrigens von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

    Gegen Kollegah, bürgerlich Felix Blume, und seinen Kumpel Farid Bang, der eigentlich Farid Hamed el-Abdellaoui heißt und marokkanischer Abstammung ist, wurden Antisemitismusvorwürfe laut, mehrere Künstler protestierten gegen die Auszeichnung der beiden Gangsta-Rapper und gaben ihre eigenen Echos zurück, die Plattenfirma Bertelsmann Music Group trennte sich später von dem Duo.

    Den Preis erhielten sie trotzdem – anders als 2013 die Südtiroler Rockband Frei.Wild, gegen die man wegen angeblicher Rechtslastigkeit Stimmung machte und die dann kurzerhand von der Nominierungsliste gestrichen wurde. Bei Kollegah und Farid Bang sprach der Echo-Ethikrat hingegen von einem „Grenzfall“ und appellierte mit Verweis auf die Kunst- und Meinungsfreiheit an die Diskussionsbereitschaft aller Beteiligten.

    Zu den Kritikern der beiden Rapper gehört auch die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alice Weidel, die vor der Preisverleihung auf ihrer Facebook-Seite schrieb: „Es ist unbekannt, ob vor allem Farid Bang einen Doppelpass besitzt. Sollte dem so sein, sollte ihm eher die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden, als dass man ihn für seinen Juden- und Frauenhass auch noch ehrt. Einen Integrationskurs sollte er mindestens besuchen, und sofern er diesen nicht besteht, nach Marokko ausgewiesen werden.“

    Auf Twitter legte die Oppositionsführerin im Bundestag noch einen Zacken zu und schrieb, Farid Bang Bang sei „nichts weiter als ein asozialer Marokkaner“. Das war allerdings eine Anspielung auf dessen eigenen Song. Der Weidel-Tweet im Wortlaut: „Um #FaridBang mit seinen eigenen Worten zu zitieren: Er ist nichts weiter als ein ‚Asozialer Marokkaner‘, der unsere Werte verachtet und nicht in unser Land gehört!

    Nun hat „der Banger“, wie der deutsch-marokkanische Rapper in Szenekreisen doppeldeutig genannt wird, auf Weidels Posts reagiert – und zwar mit einem sogenannten Diss-Track, der auf seiner Instagram-Seite faridbangbang zu finden ist.

    In der etwa 20-minütigen Musiksequenz lässt er seinen Gewaltfantasien gegenüber der AfD-Politikerin freien Lauf. In schlechtem Deutsch hört man den 31-jährigen Krawallo rappen:

    Brech Alice Weidel ihr Nasenbein, es wird zu gravierend,und wenn mein Haken trifft, kann die Nazi-Bitch ihren Namen nicht mehr buchstabieren.
    Nutte, du weißt, die Polizei findet dich in der U-Bahn liegend,
    weil du mir den Pass abnehmen wolltest wie beim Fußball spielen.

    In der überwiegend migrantisch geprägten Hip-Hop-Szene feiert man Farid Bang für diese Zeilen schon ordentlich ab. In den Kommentaren unter einem auf YouTube veröffentlichten Video von Raptastisch findet man Statements wie: „Das sind verdammt geile Lines“ – „Richtig so, Farid. Brutale Lines, Killa!“ – „Was regen sich alle darüber auf. (…) Die Lines gegen die Nazi-Hure sind doch nice“. Auch die üblichen Beschwichtiger sind schon zur Stelle: So ist das nunmal im Battle-Rap, das darf man nicht so wörtlich nehmen, ist ja nur ein Diss, so reagiert man in der Szene auf Sprüche, Kunstfreiheit!

    Ob das Alice Weidel auch so sieht und diese expliziten Zeilen, die durchaus als Gewaltaufruf gegen ihre Person verstanden werden können, einfach im Raum stehen lassen will, bleibt abzuwarten. Dass die Justiz Farid Bangs Brutalo-Zeilen ebenso als „Satire“ durchgehen lassen würde, wie seinerzeit Weidels Beschimpfung als „Nazi-Schlampe“ bei Extra3, ist doch eher unwahrscheinlich.

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