Blutweihnacht 1918 – das Massaker der SPD an den Matrosen

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Zum 100. Jahrestag des Verrats der SPD an ihrer eigenen Basis

_ von Hans-Jürgen Wünschel

Es gibt Ereignisse, an die sich die deutschen Sozialdemokraten nicht gern erinnern lassen. So an die Tage vor 100 Jahren, die dieser Partei den Spruch einbrachten: „Wer hat und verraten? Sozialdemokraten!“ An Weihnachten 1918 gab der Führer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Friedrich Ebert, den Befehl, auf deutsche Soldaten zu schießen, die glücklich dem Ersten Wekltkrieg entronnen waren. Ein Skandal, der meist vergessen ist.
Um Eberts Rolle während der angeblichen Revolution im Deutschen Reich zu verstehen, müssen einige wichtige politische Entscheidungen der Monate November und Dezember beleuchtet werden. Am Donnerstag, dem 7. November 1918, besprachen der Reichskanzler Prinz Max von Baden mit dem Vorsitzenden der SPD, Friedrich Ebert, die innenpolitische Lage, die seit der Meuterei der Matrosen in Kiel und Wilhelmshaven wenige Tage zuvor bedrohliche Ausmaße anzunehmen schien. Ein Waffenstillstnad musste her, der Kaiser musste abdanken und die Offiziere und Soldaten mussten wissen, wie es weitergehen sollte. Der Reichskanzler war entschlossen, in das Hauptquartier der Obersten Herresleitung nach Kassel zu fahren, wo sich auch der Kaiser und preußische König, Wilhelm II. aufhielt und ihn eindringlich zu bitten, abzudanken, um damit den Aufstand der militärischen Mannschaften gegen das sinnlose Blutvergießen zu beenden. Ebert sprach: “Wenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich. Ich aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie die Sünde.“

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Schicksalhafter 9. November

Damit waren die Würfel für einen zweimaligen Verrat gefallen: Der Reichskanzler musste seinen Herrn verraten und der Sozialdemokrat die Prinzipien seiner Partei, wofür er immer gekämpft hatte, aber angesichts der drohenden Gefahr eines bewaffneten Aufstandes suchte er lieber den Schutz an der Seite der Regierung als an der Seite revolutionärer Genossen. Auch hier zeigt sich, dass sich Ebert im Laufe seines politischen Lebens nicht als kampfbereiter „Genosse“ empfand. Auch die im Hauptquartier in Kassel versammelten Truppenkommandeure machten ihrem Kaiser und Oberkommandierendem klar, dass die Truppe nur in Ordnung unter ihren Offizieren, nicht mehr unter der Führung des Kaisers in die Heimat marschieren wollten. Ihr Fahneneid war nur noch eine Idee!
Während am 9. November 1918 Kolonnen der Berliner Arbeiter zum Regierungssitz strömten, um die Abdankung des Kaisers zu verlangen, lief über die amtliche Nachrichtenagentur schon folgende Meldung des Reichskanzlers: „Der Kaiser und König hat sich entschlossen, dem Thron zu entsagen… Der Reichskanzler beabsichtigt… den Abgeordneten Ebert zum Reichskanzler vorzuschlagen…“. Die Meldung vom Thronverzicht, war eine Falschmeldung, die Ernennung Eberts zum Reichskanzler war verfassungswidrig.
Doch an diesem Tag, da hunderttausende Bürger in Berlin auf die Straße gingen, um gegen die Krieg zu demonstrieren, achtete niemand auf Legalität.
Während zur Mittagszeit des 9. November Ebert und sein Parteigenosse Philipp Scheidemann in der Kantine des Reichstages eine wässrige Kartoffelsuppe löffelten, hörten sie die Rufe der Menge: „Nieder mit dem Kaiser, nieder mit dem Krieg!“ Scheidemann stand auf, öffnete ein Fenster und rief unter dem Jubel der abgehärmten Frauen und Männer: „Es lebe die deutsche Republik!“, was Ebert sehr erzürnte: „Du hast kein Recht, die Republik auszurufen. Das muss eine verfassungsgebende Versammlung erledigen!“ Ebert war auch in dieser revolutionären Situation bemüht, Ordnung zu bewahren. Dass er aber illegal zum Reichskanzler ernannt worden war, und damit sein Traum sich erfüllt hatte, störte ihn nicht.

Die Spaltung der SPD

Das Schicksal des Deutschen Reiches lag nun in den Händen des Vorsitzenden der Sozialdemokratie. Wie würde er die Verantwortun gestalten? Ein Hinweis gibt die Erinnerung an seinen Ausspruch von 1916, der zur Spaltung der SPD geführt hatte: „Zum Zusammenbruch der Partei muss es führen, wenn Disziplin und Vertrauen vernichtet und alle Grundlagen der Organsation zermürbt werden… Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden.“ Manche kritische Sozialdemokraten waren diese preußischen Gedanken nach Zucht und Ordnung zuwider. Sie gründeten die Unabhängige Sozialdemokratie Deutschlands (USPD), die für Ebert nur ein „Sauhaufen“ war, ohne Disziplin und Organsation. Für Disziplin, Ruhe und Ordnung wollte Ebert nun die nächsten Tage und Wochen arbeiten: Am 10.November brachte er sensationell das Militär auf seine Seite, indem er dessen Berechtigung und Funktion auch in den turbulenten Tagen anerkannte und dafür den Schutz der Offiziere für seine „Kanzlerschaft“ erhielt. Dem Militär war ein sozialdemokratischer Kanzler lieb, den er hätte die drohende bolschewistische Revolution, von der die USPD träumte, im Keime ersticken können. Ihr Führer Karl Liebknecht hatte am 9.11.1918 vom Balkon des Stadtschlosses aus die „freie sozialistische Republik Deutschland“ ausgerufen und ging dann allerdings wieder an seinen Schreibtisch zurück. Er war kein Revolutionsführer wie Lenin, sondern ein Theoretiker, kein Mann der Tat. Er hatte mit der sogenannten Revolution im Deutschen Reich nichts zu tun. Er war nicht bei seinen Arbeitern, wurde auch wie Rosa Luxemburg nicht von ihnen als Delegierter für die vorgesehene Versammlung der Arbeiter- und Baurenräte im Zirkus Busch gewählt, die entscheiden sollten, wie Ebert und seine Regierungsmannschaft die Geschicke des Deutschen Reiches zu lenken hätten. Die Mehrheit der in den Betrieben und in den Kasernen gewählten Vertreter für die „revolutionäre“ Versammlung am 10.November 1918 standen auf der Seite Eberts. Er war ihr „Reichskanzler“, der sich, um der zu schaffenden Einheit der Arbeiterklasse willen, beeilte, auch Vertreter der USPD in seine Regierung aufzunehmen. Die große Verbrüderung der seit 1917 politisch getrennten Arbeiterschaft war Eberts Ziel, aber nach seiner Idee! Radikale, bolschewistische Anhänger und Spartakisten hatten gegen diese Verbrüderungswelle und taktische Umarmung keine Chance. Eberts sozialistische Regierung der Versöhnung nahm Gestalt an. Er verzichtete auf den Titel „Reichskanzler“ und stand nun einem „Rat der Volksbeauftragten“ vor, der sich paritätisch aus Vertretern der SPD und der USPD zusammnensetzte.
Eberts Zusammnenarbeit mit der USPD war allerdings nur eine Finte. Im Vertrauen auf die Mehrheitssozialisten unter den Arbeitern und Soldaten wollte er sie möglichst rasch loswerden, denn sie durchkreuzten seinen Plan der Wiederherstellung der Ordnung im Reich, bzw. der deutschen Ordnung. Alle kaiserlichen Beamten und Angestellten der Verwaltungen blieben auf ihren Plätzen, Bürgermeister und Landräte wurden nicht ausgetauschrt. Sein Bündnis mit der Reichwehr trug Früchte: „Wer ohne Waffenschein noch Waffen in Besitz hat, wird erschossen. Wer Kriegsmaterial behält, wird standrechtlich abgeurteilt. Die Autorität der Offiziere gilt wieder in vollem Umfang…“. Ebert, ein kluger Kopf der Ordnung, sprach beim Aufmnarsch der heimgekehrten Solaten: „Kein Feind hat euch überwunden. Nun liegt Deutschlands Einheit in eurer Hand.“ Solcherart umschmeichelt ging die Truppe nach Hause! Weihnachten stand vor der Tür.

Ebert und die Freikorps

Da die regulären Soldaten schleunigst zu ihren Familien wollten, hatten Militärs der Obersten Heeresleitung auf den Truppenübungsplätzen um Berlin damit begonnen, Freiwilligeneinheiten zusammenzustellen. Das waren harte, zuverlässige, schlagkräftige Soldaten, die gern Soldaten und nach dem Ende des Krieges meist heimatlos waren. Diese Freikorps von Gnaden der sozialdemokratischen Volksbeauftragten sollten in den nächsten Jahren der Republik eine ganz entscheidende Rolle spielen. Heute werden sie als „rechts“ diffamiert, dabei waren sie das Geschöpf der Sozialisten und die skrupellose Exekutive der linken sozialdemokratischen Politiker. Der sozialdemokratische Historiker Sebastian Haffner verglich sie mit der späteren SA und SS der Partei des Nationalen Sozialismus. Sie machten die „Drecksarbeit“, bald für Ebert, spätere für andere Politiker.
Im Berliner Stadtschloss lagen noch etwa 3000 „revolutionäre“ Marinesoldaten der Volksmarinedivision, die nach dem Beginn der „revolutionären“ Ereignisse in Kiel nach Berlin gekommen und dort dem sozialdemokratischen Stadtkommandanten Otto Wells unterstellt waren. Auf Drängen Eberts sollten auch die Matrosen, deren Loyalität er nicht einschätzen konnte, abrüsten, und nach Hause gehen. Er konnte sie nicht gebrauchen. Die neuen Freikorpseinheiten waren eher nach Eberts Geschmack. Nur noch 600 Matrosensoldaten waren gegen Weihnachten noch im Marstall versammelt. Sie warteten auf ihre Löhnung, die Otto Wels ihnen aber verweigerte. Tagelang wurde verhandelt. Wels verlangte Abzug, die Matrosen Geld. Am 23. Dezember verloren sie ihre Geduld. Sie marschierten zum „Rat der Volksbeauftragten“, der in der Staatskanzlei tagte. Die SPD- und die USPD-Volksbeauftragten waren über die Berechtigung der Auszahlung unterschiedlicher Meinung und kamen zu keiner Entscheidung, so dass den Matrosen der Geduldsfaden riss. Wer hatte denn die Revolution gemacht? Wem verdankten Ebert und seine Leute Ihre Stellung? Und nun verweigerten diese Herren ihnen ihren gerechten Lohn! Sie stellten Ebert und Co. unter Hausarrest. Außerdem durchtrennten sie Telefonleitungen. Sie nahmen ihr Geld aus dem Tresor der Staatskanzlei, verhafteten Otto Wels und zogen in ihre Unterstände am Marstall zurück. Doch es war zu spät.

Soldaten gegen Matrosen

Die Matrosen wussten nicht, dass von Eberts Arbeitszimmer zu den Militärs eine telefonische Direktleitung führte, über die der sich bedroht fühlende Ebert um Hilfe nachsuchte. Unter dem Befehl des Obersten Schleicher, später Reichskanzler der Weimarer Republik, marschierten auf Drängen des SPD-Vorsitzenden Freikorpseinheiten nach Berlin.

*** Barrikadenkämpfe im Januar 1919 in Berlin. ***

 

In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember gab der Friedrich Ebert ohne Rücksprache mit den Vertretern der USPD den Freikorpstruppen den Befehl, die Reste der Volksmarinedivision, die mit ihrer Löhnung feierten, im Marstall anzugreifen, um Otto Wels zu befreien. Eberts Truppen schossen unter Führung des Sozialdemokraten Gustav Noske, später Reichswehrminister, sogleich 60 Granaten in den Marstall. Die Matrosen hielten ihre Stellung. Die Schlacht Soldaten gegen Matrosen endete um 12 Uhr mittags mit der Niederlage von Eberts Truppen, die das große Gebäude nicht erobern konnten. Beide Seiten verständigten sich, in ihre Ausgangsquartiere zurückzukehren. Über 70 Tote und Verwundete gingen auf das Konto des verantwortungslosen Schießbefehls Eberts, der Angst gehabt hatte, seine Macht zu verlieren. Die Angehörigen der Matrosen trugen bei der Beerdigung der Matrosen in Friedrichshain Plakate: „Als Matrosenmörder klagen wir an Ebert, Landsberg und Scheidemann.“ Ihre Sprechchöre skandierten. „Nieder mit den Verrätern!“
Die Matrosen hatten keinen Augenblick daran gedacht, die „Revolution“ in ihre Hände zu nehmen und den „Rat der Volksbeauftragten“ abzulösen, da ihnen die Führung fehlte. Der Führer der „revolutionären“ Spartakisten, Karl Liebknecht, saß die ganze Nacht über am Schreibtisch, ließ sich nicht bei den Matrosen, noch bei den Arbeitern blicken. Nun hatten sie ihre Löhnung, hatten gesiegt und wollten jetzt nur noch Weihnachten feiern. Die USPD-Volksbeauftragten distanzierten sich von dem Geschehen, wollten mit Eberts Gewalt nichts zu tun haben und traten aus der Regierung aus. Wenige Wochen nach seiner Einrichtung war der „Rat der Volksbeauftragten“ abgeschafft. Die sozialistische Einheit war eine Fata Morgana gewesen. Die SPD hatte in Zukunft allein das Sagen und die Verantwortung, die sie gegen Spartakisten, Matrosen und Teile der USPD nur mit Hilfe der Freikorps durchsetzen konnte. Karl Liebknechts „revolutionäre Tat“ bestand darin, eine neue Ausgabe seiner Zeitung „Die Rote Fahne. Zentralorgan des Spartakusbundes“, zu verfassen und am ersten Weihnachtsfeiertag mit dem Aufmacher „Eberts Blutweihnacht“ zu verteilen.
Er schrieb: „Die Einstellung des Kampfes ist offenbar zurückzuführen auf den Druck der herbeiziehenden bewaffneten Arbeiter… Das Ergebnis entspricht nicht dem Resultat der bewaffneten Auseindersetzung. Die Machtstellung, die sich Marine… mit zäher Tapferkeit errungen, wurde preisgegeben. Vor allem: Ebert und die ganze gegenrevolutionäre Clique ist am Ruder geblieben… Proletarier! Soldaten! Bleibt auf dem Posten, um die Sache der Revolution gegen das System der blutigen Putsche zu verteidigen…“. Wenige Tage später trennten sich die Spartakisten von der nicht gewaltbereiten USPD und gründeten die Kommunistische Partei (KPD) unter Führung des Schreibtischtäters Liebknecht. Die Revolutionären Obleute der Arbeiterschaft distanzierten sich von ihm, da sie seine politische Taktik als dilettantisch beurteilten. Um den Intellektuellen wurde es einsam. Die Sozialdemokratie hatte unter ihrem Vorsitzenden Friedrich Ebert, dem Mann der deutschen Ruhe und Ordnung, bis heute die herausragenden Merkmale vieler deutscher Arbeiterfamilien, gesiegt. Der Preis ist bis heute in dem Arbeiterspruch zu finden: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

  • Hans-Jürgen Wünschel war von 1982-2012 Akad Direktor am Historischen eminar der Universität Landau.

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19 Kommentare

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    Lila Luxemburg am

    "Unvollständige, wie diese 1918, enttäuschen oft durch ihre bestenfalls halbherzigen Veränderungen. "

    Was bitte hätte denn das Ziel einer ‚vollständigen Revolution‘ sein sollen? Die Macht …. ALLE Macht schon damals final in die Hände der Auserwählten zu legen? So wie das heute erst im Rahmen der wahrlich ‚geschichtsrevolutionären BRD 2.0‘ geschieht…

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    Dank den "rechten" Sozialdemokraten! Sie haben erreicht, daß Deutschland damals ein noch größeres Blutvergießen erspart worden ist. Man glaubt doch wohl nicht, daß Deutschland sich einfach so widerstandslos einer revolutionären Diktatur ergeben hätte. Das hätte Kämpfe mit Strömen von Blut ergeben, an deren Ende eine linke oder eine rechte Diktatur gestanden hätte. Der Einsatz der sogenannten "rechten" Sozialdemokraten hat Deutschland wenigstens die demokratischen15 Jahre der Weimarer Republik beschert. Der Autor verbreitet hier das typische SED-Geschichtsbild.

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    heidi heidegger am

    "Oberst[en] Schleicher" ?? *räusper*: ausgezeichneter mann, dieser Kurt Ferdinand Friedrich Hermann von Schleicher..ein früher meister der querfront, seineszeichens quasi. g u t e r stallgeruch, will ichichich ("schnarrend") meinen, *hrmmpf*.

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    Nein, so nicht!

    Der Spartakusaufstand, die sogenannte "Münchner Republik" und die ganzen kommunistischen Erhebungen wurden zurecht von den Freikorps niedergeschlagen!

    Der Verrat der SPD bestand darin, die Freikorps entwaffnet zu haben bevor sie ihre Arbeit zuende erledigen konnten. Mit der Folge, daß die ganzen kleinen Liebknechts der KPD in den Folgejahren ihre Wühlerei fortsetzten. Ohne die rote Agitation wäre die NSDAP nie zur stärksten Kraft geworden, waren doch die sogenannten Demokraten unfähig, genauer: Unwillig, dem bolschewistischen Spuk ein Ende zu bereiten.

    Und deren Nachfolger bei SED, CDU, Grünen und SPD haben das Land im eisigen Griff.

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      heidi heidegger am

      ungeheuerlich!, Gefreiter Ecki, zrugg ins glied bzw. weggetretäään bis zum horizont!!! *schnarr*

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    Der Volksverrat hat bei den Spezialdemokraten von der SPD Tradition.

    Diese Halunken bekommen seit wenigen Jahren die Quittung dafür.

    Deshalb sollte man sich freuen, daß dieser Sozi-Appartschik Nahles

    mit den schlecht sitzenden Hosenanzügen an der Spitze dieser Feinde

    des Volkes steht. Warum ? Nur diese Bätschi-Tante garantiert, dass die

    Spezialdemokraten bei den anstehenden Wahlen so richtig vom Wahlvolk

    "in die Fresse" bekommen.

    Denn merke: Nur eine tote SPD – ist eine gute SPD.

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    Sozialpatriot am

    Noch nie hat mich ein Compact-Artikel so enttäuscht.
    Berechtigte Kritik an der heutigen SPD rechtfertigt nicht, auf die patriotische MSPD von Ebert, Noske und Scheidemann einzudreschen. Die MSPD hat zurecht den deutschen Verteidigungskrieg 14-18 unterstützt.
    Dafür gebührt ihr größter Respekt!
    USPD und KPD waren nichts als kommunistische und linkssozialistische Vaterlandsverräter, die auch vor Gewalt nicht zurückschreckten!
    Kommunistische Amokläufer sind zu erschießen. Da hatte Noske vollkommen Recht!
    Das gilt auch für die Geiselnehmer von Otto Wels, die auf Seiten der Vaterlandsverräter standen!
    Der MSPD und vielen Militärs und Freikorps gebührt tiefster Dank, dass sie uns vor dem Kommunismus bewahrt haben und dafür nicht die geringste Kritik!

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    Mchael Theren am

    Das ist hier wohl eine tiefe Flasche von Mainstreamgeschichtsdeutung geworden….

    Wieso mußte der Kaiser abdanken? Der Mann hatte weder mit dem Kriegsausbruch noch der Kriegsführung nennenswert etwas zu tun, sondern war fast der einzige der ihn verhindern wollte, nun das mag der Grund sein?

    Und wieso mußte es dann gleich eine Republik sein, ein Herrscher kann nur persönlich abtreten, nicht die Staatsform ändern, die Reichsverfassung abschaffen….

    Über die Rolle der Matrosen möchte ich mich vor Weihnachten dann lieber nicht äußern….Soldaten die mitten im Krieg den Befehl verweigern, ihre Offiziere töten und beginnen zu marodieren, was macht man mit Denen – man bildet einen Gesprächskreis und benennt Straßen nach Ihnen…..

    Wer interesse hat vergleiche einmal die Anzahl der wg. Desertion hingerichteten Alliierten Soldaten mit denen der Deutschen Soldaten….da steckt locker eine 1000er Potenz ´drin….

    Ein sehr ärgerlicher Compactbericht – auf die SPD einzutreten rechtfertigt kaum die Geschichtssicht der Alliierten zu übernehmen.

    Im Felde unbesiegt !

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      Recht guter Beitrag

      Auch bin der Meinung hier betreibt
      Compact alberne Geschichtsklitterung

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        Der Dolchstoß der SPD-Spezialdemokraten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

        gegen die Matrosen, die Arbeiter und das Volk ist Bestandteil der deutschen Geschichte.

        Wie sagte ein führender Spezialdemokrat von der SPD damals:

        "Einer muß der Bluthund sein."

        Volksverrat hat eben Tradition bei den SPD-Spezialdemokraten.

        Siehe "Hartz-IV" und die "Rente mit 67"….

        Eine widerliche Splitterpartei….

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      Walter Bornholdt am

      Wahnsinnige Kommentare im Anhang …

      Dieses Durcheinander aus Unfähigkeit und Verrat wird sogar im DEFA-Film Karl Liebknecht Teil 1 + 2 gezeigt. Auch das Schlachtfest der Freikorps wird nicht vergessen: „Liebknecht hängt am Baume, Rosa Luxemburg schwimmt im Kanal.“

      Und dann schreiben hier junge Dachse den Schwachsinn, von „im Felde unbesiegt“ – Aber das interessierte Kreise die SPD noch oben puschte, damit die machtgeilen Arbeiterverräter die drohenden Friedensverträge unterzeichnen konnten … keine Zeile!

      Waldi der Wachhund

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        Lila Luxemburg am

        " „Liebknecht hängt am Baume …"

        Das scheint eine politische Tradition in Berlin zu sein … siehe das seltsame Ende der Richterin K. Heisig.

        "… , Rosa Luxemburg schwimmt im Kanal.“ "

        Ja nun … wenn man nicht schwimmen kann, sollte man nicht versuchen im Kanal zu schwimmen.

        Aber HEUTE … wäre natürlich alles anders: Da würde die rote Rosa im Columbia-Bad türkisch-arabischen Besatzer agitieren und mit leuchtenden Augen zur Weltrevolution (gegen die Weißen) führen. Ja, ja … ‚unsere Auserwählten‘ … sind allzeit Spezialisten im Kampf unter falscher Flagge…

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      Lila Luxemburg am

      "… was macht man mit Denen – man bildet einen Gesprächskreis und benennt Straßen nach Ihnen….."

      Exakt! Genau das wollte ich auch schon immer vorschlagen. Aber … die geschichtliche Entwicklung … sie hat mich einfach überholt: Heute gibt es in Kassel, dem ehemaligen kaiserlichen Hauptquartier, die ‚Halit-Yoga (oder Yoghurt‘ oder so ähnlich)-Straße‘ – benannt nach einem verdienten Kämpfer der türkischen Befreiungsfront von den usurpierenden deutschen Besatzern, die irgendwann wie aus dem Nichts auftauchten um urtürkisches Land widerrechtlich in Besitz zu nehmen. Deshalb an dieser Stelle auch von mir – und in Erinnerung an all die namenlosen türkischen Opfer der ruchlosen deutschen Kriegsbestie – mein Appell an die Deutschen: Laßt ab von eurem blut’gen Handwerk … und lernt von euren unschuldigen türkischen Opfahn … eure Namen zu TANZEN!

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    Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

    Nun, das alles ist sehr interessant und zeigt auch, daß es nicht leicht ist, nicht einmal nach hundert Jahren, zu sagen, was damals tatsächlich zu tun gewesen wäre. Vollständige Revolutionen (wenn es solche überhaupt gibt) bringen die Gefahr von Chaos und Terror, wie sie nach 1789 und 1917 zu beobachten waren. Unvollständige, wie diese 1918, enttäuschen oft durch ihre bestenfalls halbherzigen Veränderungen. Ich hätte nicht in Eberts Haut stecken wollen. Im übrigen übersahen sowohl gemäßigte als auch radikale Sozialisten, daß die Feindmächte Krieg gegen das deutsche Volk und nicht gegen den Kaiser und sein System führten, wie sich ja auch der Widerstand im dritten Reich dieser Illusion hingab, es wäre mit der Ermordung Hitler der Weg zu einem gerechten Frieden frei. Deutsche Geschichte eine ausweglose Tragödie.

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      Vollständige Revolutionen gibt es nicht.
      Dafür ist das Gebilde/Konstrukt Mensch viel zu harmoniesüchtig.
      Aber last bitte diese Zeilen nicht in die falschen Hände gelangen.

      PS: die Kirche aus dem Staat!

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