Seit Heiko Maas den Außenminister spielt, bemerken nicht nur Oppositionelle und Alternativmedien die Gefährlichkeit dieses “Feine Sahne Fischfilet”-Fans. Als besonders fatal könnte sich seine Vorverurteilung Russlands in der Skripal-Affäre erweisen. Deshalb erfuhr er beim gestrigen Ostermarsch harte Kritik, bei der Linkspolitiker Dieter Dehm auch vor Beleidigung nicht mehr zurückschreckte.

    Gestern gab es in Berlin-Moabit wieder den traditionellen Ostermarsch unter dem Motto „Abrüsten statt aufrüsten – Rüstungsexporte stoppen”. Aber der lässt sich kaum bewerkstelligen ohne die aktuelle Anti-Russland-Hetze auszuklammern. Zur Erinnerung: In England wurde der Ex-Agent Skripal und seine Tochter mit ,echt russischem’ Nervengift attackiert. Grund genug für Englands Regierung, Russland zu beschuldigen und deen Diplomaten auszuweisen. Ohne jede Not zog Deutschlands Regierung nach, wies ebenfalls russiche Diplomaten aus. Der neue Außenminister Heiko Maas verkündete auf Twitter, dies sei auch ein Zeichen der Solidarität mit England.

    Laut Polizeiangaben soll die gestrige Demo ruhig verlaufen sein – bis auf die Rede des Bundestagsabeordneten der Linkspartei, Dieter Dehm. Der bezeichnete den Außenminister als „gut gestylten Nato-Strichjungen“. Dabei fiel dem Linkspolitiker endlich auf, was Opposition und Alternativmedien schon seit langem sagen: Das Maas nämlich meine, „jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen treten zu müssen“.

    Für einen Juristen wie Maas sei es peinlich, den Grundatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ bei der Vorverurteilung Russlands einfach umzudrehen. Sein Vorgänger Sigmar Gabriel habe sich wenigsten bemüht, bei den Spannungen mit Russland deeskalierend einzugreifen.

    Sofort distanzierten sich Parteigenossen von Dehm. Der Linkspolitiker Klaus Lederer, Kultursenator in Berlin, twitterte über das angeblich projizierte „Selbstmitleid des in die Tage gekommenen Möchtegern-Gigolos und Möchtegern- Popstars, getarnt als politische Haltung. Gewohnt peinlich im Stil, aber schon deshalb lange nicht mehr ernst zu nehmen.“

    Frank Laubenburg, Bundessprecher der Arbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer, schwang auf Facebook gleich die Nazikeule:„Strichjungen“ gehörten zu einer der Opfergruppen des Nationalsozialismus und zur sozialen Unterschicht, die als „Asoziale“ galten.

    Wäre Maas noch Bundesjustizminister, würde er wieder die „Verrohung“ der Diskurssitten beheulen – und die Meinungsfreiheit noch mehr einschränken.

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