Bayer hat durch Übernahme des US-Konzerns Monsanto dessen Vergangenheit mitgekauft: Milliardenhohe Schadenersatzklagen laufen in den USA gegen den Glyphosat-Hersteller. Was Bayer ärgert: US-Gerichte hören nicht mehr auf die Beruhigungstrategien von Behörden und Mainstream-Experten.

    Als der deutsche Chemie-Riese Bayer den US-Konzern Monsanto für schlappe 63 Milliarden Dollar einkaufte, wollte er wahrscheinlich nicht ahnen, dass er dessen finstere Vergangenheit in Form zahlloser Regressforderungen mit eingetütet hatte. Sollten die durchkommen, dürfte der endgültige Preis der Übernahme bedeutend höher ausfallen als der reine Kaufpreis vermuten ließ. Schon im vergangenen Jahr berichtete COMPACT-Online:

    „Mitte August verurteilte ein Geschworenengericht in San Francisco Monsanto-Bayer in erster Instanz, einen Schadenersatz von 289 Millionen Dollar (über 250 Millionen Euro) zu zahlen. Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat habe ,wesentlich‘ zur Erkrankung des ehemaligen Hausmeisters Dewayne Johnson an Lymphdrüsenkrebs beigetragen, hieß es in der Urteilsbegründung.“ Diese Tendenz setzt sich fort.

    Wie die Neue Zürcher Zeitung meldete, verlor Monsanto in Kalifornien am Dienstag den dritten Prozess. Ein Kläger-Ehepaar erhielt wegen Verursachung einer Krebserkrankung durch Glyphosat ganze zwei Milliarden Dollar zugesprochen. Und die Klagen weiterer 13.000 Personen stehen noch aus. Sollten die ähnlich hohen Schadenersatz erhalten, könnte das einen tödlichen finanziellen Aderlass herbeiführen.

    Zwar versuchte sogar die US-Umweltbehörde EPA eine Trendwende herbeizuführen, indem sie Ende April erklärte, Glyphosat sei bei richtiger Anwendung nicht gesundheitsschädlich. Aber auch diese Bescheinigung, so die Vermutung, dürfte auf künftige Prozesse kaum Auswirkung haben. Firmenchef Werner Baumann wirft der US-Justiz deshalb exakt das vor, was hierzulande die Untertanenpresse dem Widerstand vorhält: fehlendes Vertrauen in das Urteil von Mainstream-Experten, mangelnder Glaube an deren Unparteilichkeit.

    Die EU-Wahl rückt näher. Im Vorfeld versuchen das Establishment und die Propaganda-Medien die Opposition unter dem Deckmantel „Krieg gegen Rechts“ zu bekämpfen. Lesen Sie dazu Berichte und Analysen in der aktuellen COMPACT 5/2019 – am Kiosk kaufen oder hier bestellen

    Garantiert politisch unkorrekt. Für ein COMPACT-Abo klicken Sie bitte auf das Bild oben oder hier.

    Kommentare sind deaktiviert.