Alex Jones fast überall gesperrt, Qanon marschiert: Indizien für den kommenden Iran-Krieg

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Schon der von außen ins Land getragene syrische „Bürgerkrieg“ war ein erster Schritt in die anstehende Megaschlacht gegen Iran.

Israel – seit über 10 Jahren die Hauptantriebskraft für diesen Schlußkampf – scheut die Auseinandersetzung, solange der Nahöstliche Hauptverbündete Teherans Null Kilometer Luftlinie von der eigenen Grenze entfernt ist; deshalb, nur deshalb sollte Assad aus dem Weg geräumt werden.

Wir wissen, dass es nicht geklappt hat. Obwohl Israels Nahost-Alliierter Saudi-Arabien sehr viel Geld zur Aufrüstung der radikalmuslischen „Befreiermilizen“ ISIS, al-Nusra-Front, Al Kaida und FSA lockermachte, scheiterte das Unternehmen. Weil Iran und Russland ihre Eliteeinheiten schickten.

Und: weil die Vereinigten Staaten sich nur eingeschränkt auf dem syrischen Schlachtfeld blicken liessen. Diese Haltung änderte sich zuletzt unter Trump erst, als dessen Chefberater Steve Bannon seinen Platz zugunsten israelnaher Lobbyisten räumen musste. 24 Stunden nach seinem Abgang aus dem US-Sicherheitsrat erfolgte der erste US-Raketenangriff auf Ziele der Assad-Truppen.

Wenig später wurde Bannon dann ganz in den Vorruhestand geschickt, das Ohr des Präsidenten hat seitdem die Familienkamarilla um Schwiegersohn Jared Kushner und Tochter Ivanka, die der jüdischen Doomsdaysekte Chabad-Lubawitsch angehören. Zu guter letzt durfte George W. Bushs Hardliner John Bolton, der die Mullahregierung in Teheran laut eigener Aussage noch in diesem Jahr beendet haben will, den belligranten Beraterstab krönen.

Die durch Trump feierlich abgesegnete Anerkennung des 1967 völkerrechtswidrig besetzten Jerusalem als israelischer Hauptstadt ist eine direkte Konsequenz dieses Stühlerückens. Die geradezu kriegerischen Sanktionsmassnahmen des Weißen Hauses gegen Iran sind es ebenfalls.

Kriegs-Kritiker werden zum Schweigen gebracht

Der erste scharfe Schusswechsel scheint nurmehr eine Frage der Zeit, vielleicht sogar von Wochen. Wie nahe die Gefahr gerückt ist, zeigt der Umgang des Establishments mit seinen gefährlichsten Kritikern, den Dauer-Enthüllern auf Seiten der „alternativen Medien“. Sie sind es, die im Fall eines heraufziehenden Krieges als erstes ruhigzustellen sind. Und das passiert gerade auch:

· Wikileaks-Chef Julian Assange, der mit der Veröffentlichung geheimer Regierungsdokumente bekannt wurde und zuletzt die US-Wahlen durch die sogenannten Podesta-Leaks beeinflusste, zählt zweifellos prominent in die Abschussliste. Dass ihm erst jüngst nach entsprechenden Verhandlungen des US-Aussenamts mit einer Ausweisung aus der Ecuadorianischen Botschaft und einer anschliessenden Verhaftung gedroht wurde, passt zweifellos ins Anforderungsbild der Falken.

By Infowars (Infowars) [Public domain], via Wikimedia Commons

· Die Knebelung des erfolgreichsten alternativen Medienanbieters weltweit, Alex Jones, ebenfalls. Nachdem vorige Woche bereits Spotify und Apple seine Inhalte entfernt bzw. gesperrt hatten, haben am Montag Facebook und YouTube nachgezogen. Bei der Videoplattform war Jones zuletzt mit 2,4 Millionen Abonnenten gelistet. Der Journalist aus Texas hatte in seinem Online gehosteten TV-Kanal „Infowars“ wiederholt verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei.

· Erst kürzlich bezeichnete Jones den in USA überaus beliebten Phantom-Twitterer Q-Anon als Geheimdienst-Psy-OP.
Q versorgt die Konservativ-Bewegte Onlinecommunity regelmässig mit Insider-verdächtigen Posts, in denen das auf Iran-Kriegskurs befindliche Weiße Haus so verkauft wird, wie es zur Bannon-Ära noch erschien: Als authentische Kampfmaschine gegen das Establishment.

Q will, dass die Trump-Fans dem Führer weiter vertrauen. Blind vertrauen. Seine letzte Ansage: Möglicherweise werde demnächst das Internet abgeschaltet, aber keine Sorge, das zeige nur, daß die guten Kräfte „in control“ seien. Diese Tweets werden im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten zu hunderttausenden geteilt.

· Als Verlust für die Medienmainstream-kritische Gegenbewegung hat auch der überraschende Tod des russischen TV-Betreibers Prof. Marat Musin zu gelten, der in der separatistischen Republik Abchasien trotz Moskowiter Förderungen viele Jahre lang eine gewisse Narrenfreiheit genoss.

Sein Kanal Anna-News überspitzte oder durchbrach immer wieder amtlich-offiziöse Nachrichtendarstellungen, so zum Beispiel im Fall des Absturzes von MH17 über der Ukraine. Musin, der lange Zeit als DER Experte für Finanzkriegsführung galt und auf diesem Feld auch Hochschulvorträge gab, soll im Mai einem Herzinfarkt erlegen sein.

Hintertreppenpolitik & Einkreisung

Musin starb nur Tage, nachdem die amerikanische Ratingagentur Standard&Poor´s die Türkei in ihrer Bonität auf Ramsch herabgestuft hatte – und dieser Schritt wiederum erfolgte nur Tage, nachdem Ankara die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jesualem in heftigsten Termini kritisiert hatte. Die Stadt sei Hauptstadt Palästinas und nicht Israels, liess Staatschef Erdogan verlauten. Im gleichen Aufwasch verweigerte sich der „Sultan vom Bosperus“ den ersten Planungsschritten für einen Krieg gegen das Nachbarland Iran.

Was für die Amerikaner einen herben strategischen Rückschlag bedeutet, weil sie somit aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Nutzung ihrer türkischen Basis Incirlik verzichten müssen, d.h. mit Blick auf den anstehenden Persienfeldzug -auf die Eröffnung einer Westfront.

Wettgemacht werden soll der Lapsus nun auf der gegenüberliegenden Seite, im Osten Irans, in Afghanistan, wo sich die USA seit 2001 einen nicht-enden-wollenden Schlagabtausch mit den Taliban liefern. Die derzeit dort angebahnten Friedensgespräche zielen darauf hin, durch Aufbau oder Sicherung von Militärbasen an der Grenze zum Mullahstaat das im Süden bereits bestehende Aufmarschgebiet mit einer zweiten Front zu bereichern.

Zur gleichen Zeit dreht sich das diplomatische Karussell: Trump und Putin treffen sich in Helsinki, in Paris konferiert Macron mit Martin Schulz, der bis ins vergangene Jahr als EU-Präsident amtierte, CDU-Präsidiumsmitglied Daniel Günther besucht die Truppe in Jordanien, Trump macht Staatsbesuch in Großbritannien, dessen Kronprinz Charles hat Katar, Oman, Jordanien und Saudi-Arabien auf der aktuellen Reiseroute – alles innerhalb der letzten vier Wochen.

On top wird der russische Aussenminister Lawrow im Bundeskanzleramt empfangen; mit an Bord: der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow- der dürfte offiziell gar nicht nach Berlin kommen, da er infolge von Sanktionsbestimmungen Einreiseverbot hat – was zeigt, daß die Gespräche eine sehr wichtige, brisante militärische Schlagseite haben müssen. Es braut sich was zusammen.

´Macht etwas und es setzt was´

Das Ziel dieser Koch-Orgie wird – wie bereits gezeigt – längst nicht mehr geheim gehalten: Es ist Iran. In genau diese Richtung drohte der Nationale Sicherheitsberater John – Umsturz in Teheran noch in diesem Jahr – Bolton am 24. Juli vor Journalisten: „Wenn Iran etwas, irgendetwas Negatives unternimmt, dann wird man dort einen Preis zahlen, den erst wenige Länder der Welt gezahlt haben“. Bolton meint Krieg und er führt den Präsidenten höchstpersönlich als Vertreter dieser Die-Hard-Linie an.

Das Problem ist hier nicht einmal so sehr die Androhung der Folgen, sondern eher das Umreissen der begründenden Ursache. Iran müsse nur „Irgendetwas Negatives unternehmen“. Schwammiger geht es kaum. Was umso gefährlicher ist, da die Bereitschaft zur Abrechnung mit Iran in Israel und neuerdings auch in den USA geradezu virulent ist. Würde nun ein Anlass geboten, dann stößt das bei Netanjahu und Schlüsselfiguren der amerikanischen Regierung weniger auf Bestüzung als auf blanke Freude!

Wo ein Wille ist auch ein Weg, lautet ein bekannter Spruch, der gerade in der Machiavelli-verseuchten Politik seine Berechtigung hat. Warum auf eine Schweinerei des Gegners warten? If he won´t make it, fake it! Die Welt ist nicht das erste Mal an diesem neuralgischen, hochgefährlichen Punkt.

Bereits 2007 warf Israel, schon damals unter Netanjahu, all sein Lobbygewicht in die Waagschale, um die Kriegsabenteuern gegenüber durchaus aufgeschlossene Regierung George W. Bush nach Irak noch einmal ins Gefecht zu führen. Aber es gab gewichtige Gegner, die man offensichtlich nicht eingeplant hatte.

US-Insider warnen vor Kriegauslösendem Staatsterror

Als die Wühlarbeit den geheimdienstlich-militärischen Komplex der Amerikaner erfolgreich zu erfassen drohte, kam es zu überraschender Gegenwehr. Am 1. Februar 2007 warnte Ex-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski – die Graue Eminenz der amerikanischen Außenpolitik – vor dem Senatskomitee für Auswärtige Beziehungen vor dem damals schon fast „fertigen“ Irankrieg.

Als Türöffner befürchtete derselbe Mann, der in den 80er Jahren den Krieg von Dschihadisten (darunter Bin Ladens Al Kaida) in Afghanistan gegen die Sowjets unterstützt hatte, einen von interessierter Seite verübten Großanschlag gegen Amerika, dessen Spuren nach Iran gelegt würden. Staatlich gelenkter False Flag Terror! Starker Tobak!

Kurz darauf, Ende März 2007, schnappt sich die lange im israelischen Fahrwasser schwimmende Regierung Blair in Großbritannien die angeblichen Drahtzieher des Londoner Großanschlags von 2005 – angeblich stammen sie aus Pakistan. Das Wort Al Kaida liegt wieder in der Luft -die islamische Generalbedrohung gegen den Westen.

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Wieder wenige Monate später, im Juni, tritt der britische Premier mit Beginn der Kinderhandelverdächtigten Affäre Maddie McCann zurück. Im Hintergrund bleiben die Kriegstrommeln indes weiter hörbar. Die Gefahr eines Provoktationsanschlags ist durchgängig da. Ende September 2007 erhebt daher auch der amerikanische Ex-Senator Gary Hart, der in etlichen sicherheitspolitisch relevanten Gremien und als Regierungs-Berater für äußere Sicherheit wirkt, seine Stimme.

Hart schreibt einen offenen Brief an die iranische Regierung. O-Ton: ´Ihr solltet wissen, dass es bei uns bis hinauf zum Vizepräsidenten eine mächtige Gruppe gibt, die Krieg mit Ihnen will. Und hier liebt man es Kriege mit Provokationen zu starten, mit geheimdienstlichen Anschlägen, die uns das Recht dazu geben, anschließend zu den Waffen zu greifen.´

Anfang desselben Monats – September 2007 – wird in Deutschland die Sauerlandgruppe ausgehoben, welche über Mevlüt Kar genau jene Al Kaida-Verbindung unterhält, vor deren Triggerfunktion Brzezinski und Hart warnen. Und welche in England über die 7/7 2005- Verhaftungen gerade wieder ins frische Bewusstsein zurückgeholt worden sind. Es ist klar, dass es bei der Aufdeckung eine Kooperation zwischen amerikanischen und deutschen Geheimdiensten gab.

Die Zusammenarbeit sei so eng wie nie gewesen, sagen die Schlapphüte. Dem Zugriff selbst ging ein Szenario voraus, das Fingerspuren eines ´Stagings´ aufweist. Stunden vor der Polizeiaktion sollen Mitglieder der Gruppe Presseberichten zufolge in eine Polizeikontrolle geraten sein, bei welcher ein Streifenbeamter laut vor sich hin sagte:

„Oh, die stehen doch auf der Liste des BKA“. Womit die Bande natürlich akut gewarnt war – was die anschliessende Verhaftungsmassnahme dann unvermeidlich machte. Was hatte die Gruppe vor? Einen Serienanschlag gegen amerikanische Einrichtungen in Deutschland. Die Auswahl ist vielfältig: Militärbasen, GI-Pubs, eigenen Flughäfen etc. Vor denen wollte die Bande – so stand es zu lesen – Sprengstoffbeladene Fahrzeuge zur Detonation bringen.

Genau diese Kulissenschieberei wiederholt sich heute, mitsamt der Kriegsvorbereitungen. In weit beängstigerenden Ausmassen. Versorgt mit „Geheimdienstinformationen“, auch aus den USA, auch aus Israel, sagen deutsche Behörden, darunter der Chef des Bundeskriminalamts, den terroristischen Einsatz von Biowaffen voraus, hier, in unserem Land. Die Spuren, so heisst es, führen ins Iran-verbündete Syrien. Und nach Moskau…

(Teil 2 folgt)

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