Ausschlussverfahren beigelegt: Björn Höcke bleibt in der AfD!

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Das Thüringer Landesschiedsgericht hat am Montag entschieden: Björn Höcke muss vorerst nicht mit dem Ausschluss aus der Alternative für Deutschland rechnen. Parteischädigende Verfehlungen konnten nicht festgestellt werden. Der alte Bundesvorstand unter der früheren AfD-Chefin Frauke Petry hatte den Parteiausschluss beantragt, nachdem Höcke im Januar 2017 in Dresden eine 180-Grad-Wende der deutschen Erinnerungskultur gefordert hatte. COMPACT-TV filmte den Auftritt exklusiv.

Es folgen Auszüge aus Höckes Rede von der COMPACT-Konferenz 2017 in Leipzig:

Wir werfen fremden Kulturen ihr Anderssein nicht vor, im Gegenteil: Wir erfreuen uns an der kulturellen Vielfalt auf dieser Welt, an den unterschiedlichen Blüten am Baum der Schöpfung. Aber nur unter der Voraussetzung gemeinsam geteilter Grundwerte und Grundnormen kann ein Gemeinwesen sich aus sich selbst heraus befrieden und allfällige Konflikte in produktive Bahnen lenken. Eine nachträgliche, zwangsweise Befriedung von zwischenkulturellen Konflikten auf einem gemeinsam bewohnten Territorium überfordert auf lange Sicht auch den perfektesten Staat – von einem freiheitlichen Rechtsstaat gar nicht zu reden.

Dass all diese Erkenntnisse und Errungenschaften einem rapiden Verfalls- und Zerstörungsprozess ausgesetzt sind, ist die unmittelbare Folge einer Politik der systematischen Entstrukturierung, Entdifferenzierung und Entgrenzung – in der Summe: der Auflösung aller Dinge. Das ist – auf eine kurze Formel gebracht – die Agenda der Globalisten! Es geht dabei um weitaus mehr als nur um das, was ich vorhin die «Vergötzung des Kapitalismus» genannt habe. Gewiss ist das Projekt der Globalisten – ungehemmte Migrationsfreiheit im Weltmaßstab durchzusetzen – vor allem die Verwirklichung der Kopfgeburten doktrinärer Ökonomen, deren neoliberale Gedankenmodelle stets die umfassende Mobilität aller Produktionsfaktoren propagieren, vor allem die des Faktors «Arbeitskraft».

Globalisierung bedeutet Zerstörung

Diese Theorie ist systematisch blind für die ordnungspolitischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, in die eine funktionierende Volkswirtschaft eingebettet sein muss. Und sie ist erst recht blind für die sozialen Folgen, die ihre naive Anwendung heraufbeschwört. Eins zu eins in die Wirklichkeit übertragen, ist sie das perfekte ideologische Vehikel, mit dem eine kleine Geldmachtelite ihre Interessen auf Kosten aller Völker der Welt durchzusetzen trachtet. Es handelt sich um die Interessen einer winzigen Minderheit, also der wenigen hundert Letzteigentümer der miteinander verflochtenen internationalen Konzerne, die sich willfähriger Dienstklassen bedienen, zu denen neben den Funktionseliten auch die korrumpierten politischen Klassen der westlichen Länder zählen. Ein Patriot, der das erkannt hat, hat seinen wahren politischen Gegner erkannt!

Die Auflösung, die Verflüssigung von Strukturen – etwa von staatlichen, rechtlichen und solidarischen Strukturen – ist gerade nicht gleichbedeutend mit der Auflösung von Macht, wie viele Linke immer noch glauben, sondern zerstört lediglich das in diesen Strukturen enthaltene machtbegrenzende Moment – die einzig relevanten Gegenkräfte gegen den Geldmachtkomplex. Eine tribalisierte, atomisierte und schließlich entsolidarisierte Gesellschaft ist die notwendige Voraussetzung für die totalitäre Herrschaft neuen Typs, auf die die Globalisten zusteuern. Eine bloße «Bevölkerung», wo es bisher ein Volk gab, ist nicht mehr als ein leicht zu steuerndes Verwaltungsobjekt. Eine bloße «Bevölkerung» wird den Mächtigen niemals entgegenschleudern können: «Wir sind das Volk» – und genau deswegen führen die internationalen Eliten gegen die Völker einen stummen, erbarmungslosen Krieg!

Nutznießer dieser Politik sind neben der erwähnten politischen Klasse lediglich diejenigen, die durch ihre Botmäßigkeit Karriere machen: Medienleute, Wissenschaftler und vor allem Angehörige der Sozial- und Integrationsindustrie, die mit der Verwaltung und Beschönigung politisch herbeigeführter Probleme ihren Lebensunterhalt bestreiten und deshalb ein Interesse an weiterem Problemnachschub haben.

Unmittelbar Leidtragende sind alle anderen: Leidtragende sind die Menschen, die weder die Mittel haben, in eine sichere Wohngegend zu ziehen, noch ihren Kindern teure Privatschulen zu finanzieren, um sich dem dramatischen qualitativen Verfall des öffentlichen Bildungswesens zu entziehen. Leidtragende sind die Menschen mit geringer Schul- und Berufsqualifikation, die die Auswirkungen eines lohndrückenden Überangebots an gering qualifizierten Arbeitern zu spüren bekommen. Leidtragende sind die Steuerzahler, denen ihr hart verdientes Geld aus der Tasche gezogen wird, um größenwahnsinnige Projekte vom Euro bis zur Masseneinwanderung zu finanzieren. Leidtragender ist, mit einem Wort, der «kleine Mann»!

Einen längeren Ausschnitt und Höhepunkte aller Redner der 2017-er COMPACT-Konferenz lesen Sie in COMPACT-Magazin „2018-2048: Kampf ums Abendland – Sind wir noch zu retten? Erhältlich am guten Kiosk und im COMPACT-Shop.

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