Augenmigräne: Wenn die Blitze, das Flimmern oder Flackern kommen

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Die Anfälle kommen ohne Vorwarnung. Plötzlich sieht man nur mehr Lichtblitze, Flimmern oder Flackern. Auch bei geschlossenen Augen verschwinden die Erscheinungen nicht. Häufig ist auch das Gesichtsfeld eingeschränkt. Wer zum ersten Mal damit konfrontiert wird, bekommt einen riesigen Schreck. Der Betroffene denkt an Tumor, Schlaganfall oder ähnliches. Es könnte etwas Harmloseres sein und trotzdem wird sie als Erkrankung eingestuft – die Augenmigräne. Was sind die Ursachen? Wie kann man sich bei einem Anfall behelfen?

Blitzen, Flackern oder auch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes. Manchmal auch einseitig. Beim ersten Mal kann einem unheimlich werden. Zwar gehen die Anfälle oft schnell wieder vorüber. Aber der nächste Gang zum Arzt sollte jetzt fest eingeplant werden. Glücklicherweise sind bei vielen die Beschwerden so erträglich, dass sie auf Medikamente verzichten können. Kommt ein Anfall, so gilt zu allererst: Ruhe bewahren, nicht in Panik verfallen. Entspannen, vor allen Dingen die Augen! Kein Blick aufs Handy oder den PC. Jetzt ist Pause. Dass jetzt Autofahren oder Maschinen bedienen tabu sind, versteht sich von selbst.

Wer schon Migränepatient ist, kann diese Anfälle von Augenmigräne noch zusätzlich zu den berüchtigten Kopfschmerzattacken bekommen. Sie kommen manchmal aber auch allein. Nicht jeder, der an Augenmigräne leidet, muss von der allgemeinen Migräne betroffen sein. Die Forschung zu dieser Erkrankung steht noch am Anfang und kann nur Vermutungen anstellen. Auf dem richtigen Weg ist, wer sich an die allgemeinen Hinweise für Migräne hält.

Wichtig sind hier die auslösenden Momente zu erkennen und zu beachten. Kann man diese vermeiden, könnten die Anfälle spürbar seltener auftreten. In der Fachsprache sind dies die Trigger. Ein Trigger ist ein Auslöser, der bestimmte Körperreaktionen hervorruft. Da die Augenmigräne als eine neurologische Erkrankung eingestuft wird, ist also unser Nervensystem betroffen. Das ist eine Erklärung dafür, dass die Erscheinungen auch bei geschlossenen Augen nicht verschwinden. Während man bei der klassischen Migräne Durchblutungsstörungen im Gehirn als Ursache vermutet, geht man bei der Augenmigräne davon aus, dass die Sehrinde unter solchen Störungen leidet. In dieser werden die visuellen Reize verarbeitet. Bei Betroffenen ist die Blut- und Sauerstoffversorgung offensichtlich unzureichend, sodass Fehler produziert werden, die man als Sehstörung wahrnimmt.

Im Gehirn werden bei einer Durchblutungsstörung bestimmte Botenstoffe ausgesendet, die für die Beschwerden sorgen. Das klingt logisch, da bei einer mangelhaften Durchblutung eine Unterversorgung mit Nährstoffen und vor allen Dingen mit Sauerstoff droht. Wir sind auf Überleben programmiert, also muss eines unserer wichtigsten Organe jetzt Schutzmechanismen anwerfen. Man könnte die Beschwerden auch als Hilferuf interpretieren. Denn die Triggermomente können es durchaus in sich haben.

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Vielfach wird davon berichtet, dass Migräne ausgelöst wird durch: Alkohol, Rauchen, Stress, Schlafmangel, bestimmte Medikamente, hormonelle Schwankungen, Wetterschwankungen, bestimmte Lebensmittelinhaltsstoffe wie Nüsse, Lichtreize u. a. Insbesondere Stress hat vielfältige negative Auswirkungen auf Gehirn und Organismus, vor allem wenn dieser zu Dauerstress wird. Dass Alkohol, vor allen Dingen in größeren Mengen genossen, Auswirkungen auf unser Gehirn und das Zentralnervensystem hat, dürfte zum Allgemeinwissen gehören. Weil hormonelle Schwankungen oft auch zur Migräne führen, sind prozentual erheblich mehr Frauen als Männer von diesem Übel betroffen. Wer seinem Tagesablauf nicht einen regelmäßigen Schlafrhythmus gönnt, könnte irgendwann auch an Schlafmangel leiden. Dass akuter Schlafmangel zu schweren Beeinträchtigungen bis hin zum Tod führen kann, haben inzwischen unzählige Studien bewiesen. Auch Rauchen, bestimmte Lebensmittelzusätze und Wetterwechsel gelten als Risikofaktoren.

Besonders starke Anfälle der Augenmigräne können auch mit Halluzinationen und Doppelbildern einhergehen. Recht selten tritt eine Sonderform auf, die sogenannte ophthalmische Migräne. Hier kann es zu einer Lähmung der Nerven der Augenmuskulatur kommen.

Leitet ein Teil der Experten seine Erklärungsansätze für Augenmigräne von der allgemeinen Migräne ab und deutet auf die Durchblutungsstörung, vermutet ein anderer Teil, dass die Nerven, die mit dem Sehnerv verbunden sind, selbst betroffen sind. Deren Erregungsweiterleitung scheint gestört. Weshalb die Reize durch die Nerven nicht korrekt weitergeleitet werden. Das deutet dann eher auf einen Mineral- und Vitalstoffmangel hin. Hier ist eine Unterversorgung insbesondere mit Vitamin B12 und Magnesium  ggf. auch mit Kalzium zu befürchten. Kommen in solch einer Konstellation vor allem Stress oder Schlafmangel noch hinzu, werden dieser Faktoren als Trigger absolut verständlich.

Mag man sich bei einem Anfall damit trösten können, dass dieser manchmal nur Minuten, maximal eine Stunde anhält, so ist der Anfall selbst oft sehr unangenehm, insbesondere wenn die Lichtblitze auch bei geschlossenen Augen zu sehen sind. Alles wonach der Körper sich in diesen Momenten sehnt, sind Ruhe und Entspannung. Manchmal helfen auch ein abgedunkelter Raum, feuchte Tücher auf Augen und Stirn. Wer über Entspannungstechniken verfügt, hat Vorteile. Übrigens helfen auch Übungen zur Muskelentspannung. Gesellen sich Schmerzen, insbesondere Kopfschmerzen hinzu, helfen entsprechende Schmerzmittel meist sofort. Sie sollten allerdings letztes Mittel der Wahl sein. Jeder Betroffene sollte selbst entscheiden, ob er Medikamente benötigt, da diese immer auch Nebenwirkungen haben und zu einer Abhängigkeit führen können. so sollten Schmerzmittel und Triptane (migränemittel) nur an maximal zehn Tagen im Monat eingenommen werden.

Nehmen die Anfälle an Intensität und Häufigkeit zu, hilft meist nur noch der Rat vom guten Arzt.

Der Gang zum Arzt sollte auf jeden Fall eingeplant werden, wenn solch Anfall erstmals auftritt. Schließlich muss abgeklärt werden, ob nicht eine andere Erkrankung dahinter steckt. Das könnten Tumore oder auch ein nicht erkannter Schlaganfall sein. Manchmal handelt es sich auch um eine Netzhautablösung. Kann der Augenarzt keine Ursachen finden, sollte ein Neurologe konsultiert werden.

Vorbeugen
Zunächst versuchen Sie die auslösenden Momente zu erkennen, wonach solche Anfälle auftreten. Es versteht sich von selbst, dass man versuchen wird, künftig solche Risikofaktoren zu vermeiden. Schließlich ist die Aussicht groß, dass die Anfälle künftig weniger häufig und weniger stark auftreten. Ansonsten wird bei der Therapie auf die klassische Migräne verwiesen. Insbesondere empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihrer Leitlinie die Einnahme von Magnesium und Vitamin B12, da diese eine vorbeugende Wirkung haben können.

Oft wissen Leidensgenossen guten Rat. Entsprechende Foren und Austauschplattformen liefern wenige Klicks bei Google. Auch Selbsthilfegruppen sind dort zu finden. Grundsätzlich gilt: Alle Techniken und Methoden, die zur Entspannung und inneren Ruhe beitragen, können Ihnen helfen. Stress sollte dagegen so gut wie möglich vermieden oder durch entsprechende Techniken in seiner Wirkung abgemildert werden. Damit tun Sie nicht nur etwas gegen die Augenmigräne, sondern auch für Ihr allgemeines Wohlbefinden. Wer oft Stress ausgesetzt ist und seine Lebensweise nur wenig anpassen bzw. verändern kann, sollte darauf achten, dass die Ernährung mineral- und vitalstoffhaltig ist. Ebenso sind in den Tagesablauf Phasen der aktiven Erholung wie Bewegung und niedrig intensiver Sport einzubauen. Wenn die Schlafhygiene dann auch noch verbessert wird, indem regelmäßig immer zur gleichen Zeit die Nachtruhe beginnt, sollte sich auch das allgemeine Wohlbefinden steigern lassen.

Zu beachten ist, dass sowohl Schlafmangel, Stress als auch größerer Alkoholgenuss wahre Mineralstoffräuber sind. Insbesondere kann man davon ausgehen, dass recht schnell ein Magnesiummangel zu konstatieren ist. Mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen, da dieser unscheinbare Stoff an mehr als 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Insbesondere ist Magnesium an der Erregungsweiterleitung in unseren Nervenbahnen und Muskeln beteiligt. Wie bei anderen neurologischen Erkrankungen auch ist auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium bzw. Vitamin B12 zu achten. Da die Einnahme von Magnesium nahezu ohne Nebenwirkungen geschieht, ist die vorbeugende Einnahme unschädlich und leistet auch im Fall von Augenmigräne besonders gute Dienste. Wie nicht zuletzt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt.

Wie eine Studie der Schmerzklinik in Kiel gezeigt hat, kann auch ein Magnesiummangel Ursache für einen Augenmigräne-Anfall sein. Diesen kann der Arzt durch ein Blutbild feststellen, Magnesiumpräparate erhöhen den Spiegel wieder. Wobei als Nebenbemerkung gestattet sei, ist Blutspiegel lediglich eine Momentaufnahme. Magnesium wird vorwiegend im Knochen und in den Muskeln gespeichert. Erst bei Bedarf werden die Depots geleert und das Magnesium gelangt über die Blutbahn zum Ort seiner Bestimmung.

Zusammenfassung
Ursachen und Entstehen der Migräne wie auch der Augenmigräne sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Forschung tendiert zu zwei Erklärungen. Zum einen könnte sich um Durchblutungsstörungen und damit Unterversorgung von Sauerstoff und Mineralien handeln. Die Beschwerden werden durch entsprechende Botenstoffe ausgelöst. Zum anderen können die Erregungsweiterleitungen in den Nervenbahnen gestört sein. Das deutet auf eine Unterversorgung mit bestimmten Mineralstoffen wie Magnesium hin. Wichtig für die Prophylaxe sind das Erkennen der Auslösungsfaktoren, in der Folge die entsprechende Vermeidung dieser. Stress, übermäßig Alkohol und Schlafmangel schädigen als Dauererscheinung nicht nur den Organismus, sondern gelten als besondere Risikofaktoren. Um einem möglichen Vital- und Mineralstoffmangel vorzubeugen, hilft die zusätzliche Einnahme von Magnesium und Vitamin B12.

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