Der französischen Polizei ging jetzt ein weiterer Beteiligter am Attentat auf den Straßburger Weihnachtsmarkt ins Netz: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 37-Jährigen aus dem Umfeld des Mörders Chérif Chekatt sowie zwei weitere Verdächtige. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr, sollen sie bei der Beschaffung des Revolvers geholfen haben, mit dem der Attentäter vor genau einer Woche wahllos auf 16 Unschuldige geschossen, vier tödlich verletzt hatte. Ihnen wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Zwischenzeitlich verstarb der Held von Straßburg, dessen mutiger Einsatz die Ermordung weiterer Menschen verhinderte.

    Bartosz Niedzielski, der Held von Straßburg | Foto: Facebook

    Bartosz Niedzielski heißt er, dessen Namen deutschen Medien ebenso wenig eine Zeile wert ist wie seinerzeit die der Opfer des Attentats auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Gestern erlag der 36-jährige Pole aus Kattowitz, der seither im Koma gelegen hatte, seinen schweren Kopfverletzungen, wie die Gazeta Wyborcza berichtet. Er hatte versucht, den vielfach vorbestraften Anhänger der einzig wahren Religion am Eindringen in ein Lokal zu hindern, wo er offensichtlich weitere Personen erschießen wollte.

    Einzig der Münchner Merkur greift den Bericht der polnischen Zeitung auf: Demzufolge habe der seit rund 20 Jahren in Straßburg lebende Niedzielski mit mehreren Bekannten vor einem Musikclub gestanden, sich dem Schützen in den Weg gestellt und die Tür verschlossen. Möglicherweise haben sie durch ihren heldenhaften Einsatz ein Blutbad wie im Pariser Konzertsaal Bataclan vom November 2015 verhindert, bei dem von ihrem Glauben besessene Mörder 90 Menschen bestialisch niedergemetzelt hatten. Bartosz Niedzielski aber konnte sich selbst nicht in Sicherheit bringen. Da gereicht es nicht zum Trost, dass der Attentäter (29), ein arbeitsloser „Franzose“ algerischer Herkunft aus einer offensichtlich kriminellen Familie – auch Vater und Bruder von Cherif Chekatt sind wegen zahlreicher Straftaten polizeibekannt – nach einer zweitägigen Großfahndung am Donnerstagabend von der französischen Polizei erschossen wurde.

    Blumen und Kerzen am Tatort des Attentats in straßburg | Foto: Hadrian, Shutterstock.com

    Somit stieg die Zahl der Todesopfer auf fünf an. Im Unterschied zu Deutschland, das die Herkunft solcher Bestien sowie deren Religionszugehörigkeit nach Möglichkeit verschweigt, um das Dogma der grenzenlosen humanitären Willkommenskultur nicht zu gefährden, gedenkt man in ganz Polen des Helden von Straßburg. Die Medien beschreiben die Tragödie landesweit, und auch in Frankreich ehrt man die Opfer und den Polen, der sein Leben für andere gab. Am Tatort stehen Blumen und Kerzen, halten die Menschen inne, trauern um ihn, danken ihm dafür, dass er Schlimmeres verhindert hat. Der polnische Präsident Andrzej Duda kündigte an, ihn posthum ehren zu wollen. Unsere von ihrer perversen Migranten-Ideologie besessenen Politiker hingegen finden mit Ausnahme von stereotypen wie herzlosen Beileidsbekundungen keine weiteren Worte der Anerkennung für den selbstlosen Mann.

    Ihm widmet nun der Bruder einige Zeilen: „Mein Bruder hat uns gerade verlassen, danke für Deine Liebe und die Kraft, die Du uns gegeben hast. Du wirst nun immer auf uns aufpassen und uns weiterhin Freude bereiten!“, ist auf Facebook zu lesen. Den französischen, deutschen und schweizer Behörden war der Attentäter als Gefährder und als Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

    Die Fragen der Bürger werden lauter, weshalb ihre Regierungen Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder, Schwerverbrecher und Terroristen nicht abschieben – und welche Absichten dahinter stecken. Und wenn deren Staaten ihren Abschaum (verständlicherweise) nicht zurücknehmen und man nicht weiß, wohin mit dem Gesindel: Alcatraz steht leer…

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