Asyl-Putschisten vor dem Reichstag

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Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem kriegerischen US-Imperialismus und der aktuellen Flüchtlingswelle in Europa. Umso schlimmer, dass Antifa und Antideutsche die US-Kriegspolitik ideologisch unterstützen und damit Tod und Vertreibung fördern. „Antifa heißt Luftangriff“ (Susann Witt-Stahl). In dieser Tradition steht auch das „Zentrum für politische Schönheit“ und seine Reichstags-Aktion.

_von Marc Dassen

Sie nennen sich Zentrum für politische Schönheit, ihr Kampf gilt der Hässlichkeit kaltherziger Politik. Ihr Feind ist Deutschland, das durch seinen angeblichen Abwehrkrieg tausende Flüchtlinge auf dem Gewissen haben soll. Als Sturmtrupp der NATO-Kriegstreiber tragen sie den Bürgerkrieg in die Hauptstadt. Eine Meute aus 5.000 jungen, linksautonomen Aktivisten und Gutmenschen bahnt sich ihren Weg Richtung Kanzleramt, angeführt von den „Eskalationsbeauftragten“ des sogenannten Zentrums für politische Schönheit (ZPS). Allen voran der promovierte Politikwissenschaftler, Theatermacher und Chefideologe Philipp Ruch (34). Ihre Mission: Die Schuld für alle Übel der Welt beim deutschen Tätervolk abladen. „Bringen Sie Blumen, Schaufeln, Steinpickel oder gleich Presslufthämmer mit!“, hieß es in seinem Aufruf Mitte Juni. Mit Spaten, Skateboards und bloßen Händen reißen die Asyl-Fanatiker Löcher in den Rasen, rammen Kreuze in den Boden, um die „bürokratischen Mörder“ in der Bundesregierung für ihre „menschenfeindliche Abschottungspolitik“ zu bestrafen. Beim „Marsch der Entschlossenen“ am 21. Juni, zu dem man ursprünglich mit einem Bagger am Reichstag vorfahren und echte Flüchtlingsleichen mitbringen wollte, wurde die Grünfläche im Regierungsviertel in ein Schlachtfeld verwandelt. Einige der Aktivisten wurden nach der Zerstörung von Absperrungen und Rangeleien mit den 400 völlig überforderten Ordnungshütern in Gewahrsam genommen, der Sachschaden belief sich auf über 10.000 Euro. Die Organisatoren aber hatten nichts zu befürchten. Für sie war es eine weitere gelungene PR-Kampagne. Dass man die Truppe gewähren ließ, verwundert – wäre ein Anhänger der Friedensbewegung, ein Aktivist für deutsche Souveränität oder ein vermeintlich neurechter Populist mit Eimer und Spaten auch nur in die Nähe der Bannmeile vorgedrungen? Man darf es bezweifeln.

 

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Die wahren Ursachen der aktuellen Flüchtlingskrise – nämlich US-Interventionen im Irak, in Syrien, Libyen, beim arabischen Frühling und die CIA-Unterstützung des „Islamischen Staates – werden dabei bewusst ausgeblendet. Unterschlagen wird auch, dass Deutschland an jenen US-Interventionen nicht beteiligt war und die Bundesregierung bekanntlich alles tut, um offene Grenzen für die Zuwanderung zu schaffen – auch gegen den Protest der Bevölkerung. Die Führer des ZPS sind Agenten des Chaos, die Spaltung der Gesellschaft und die Zerstörung des Friedens ist ihr Auftrag. Ihre Desinformation drückt auf die Tränendrüse, appelliert an das schlechte Gewissen, hat aber weder Hand noch Fuß. In einem Video, das im Vorfeld der Aktion im Juni veröffentlicht wurde, heißt es zur Erklärung: „Wir holen das Problem nach Deutschland. Dahin, wo die wichtigsten Entscheidungen gegen die Humanität Europas gefällt werden, die Konsequenzen aber nicht anlanden.“ Von wegen: Insgesamt 141.905 Asylanträge sind allein in diesem Jahr in Deutschland eingegangen, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in seiner aktuellen Statistik von Mai zeigt. Das sei eine Steigerung um 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur knapp 20 Prozent der Antragsteller kommen aus Syrien. Bei den übrigen liegt die Anerkennungsquote als politische Flüchtlinge bei unter einem Prozent.

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Philipp Ruch, Cheforganisator der Asyl-Extremisten hat sich das Gesicht mit Kohle geschwärzt, als er den Marsch anführt – „aus Trauer über die Politik der Bundesrepublik“, wie sein Kollege Stefan Pelzer angibt. Ruch sieht sich als Vordenker eines „aggressiven Humanismus“ und versucht nach Kräften, die Politik „mit hyperrealistischen Aktionen“ aufzurütteln. Selbstdarsteller werden hier zu Instrumenten des Tugendterrors, treiben ein gefährliches Spiel mit Menschen und unterwandern die Demokratie.

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Im starken Kontrast zur demonstrativen Barmherzigkeit steht Ruchs uneingeschränkte Befürwortung illegaler Angriffskriege der USA, die die Flüchtlingsströme erst ausgelöst haben. Im Gespräch mit Spiegel-Redakteuren Ende Juni entpuppt er sich als größtmöglicher Unterstützer des US-Interventionismus. Die Bombardierungen in Libyen 2011 und das Eingreifen in Syrien 2014 unterstützte er uneingeschränkt. So etwa in einem Rundbrief, der im Februar 2011 etwa auf der Seite gehvoran.com veröffentlicht wurde und von den „grässlichen Verbrechen Gaddhafis“ spricht, ohne die eigenen Behauptungen zu belegen. Ruch forderte deshalb kurzerhand „schärfste Sanktionen“, die „Entsendung von Militärbeobachtern“ und ein „absolutes Flugverbot“ – also genau das, was die NATO dann tatsächlich mit tausenden Bomberangriffen durchsetzte. Im Falle Syriens kritisiert er das militärische Raushalten der Bundesregierung mit drastischen Worten. „Wir inszenieren uns als friedliebende Nation auf Kosten der Zivilbevölkerung Syriens.“

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Seine Demagogie offenbart unauflösliche Widersprüche. In einem Interview mit der Taz kritisierte er schon Ende Mai 2013: „Pazifismus ist feige.“ Gegen Friedensdemonstranten wandte er ein: „Der Humanismus soll sich nicht als Masse freundlich durch irgendwelche Straßen schleppen, sondern Pässe fälschen, Beamte bestechen und Büros besetzen.“

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Konsequent fordert das ZPS militärische Interventionen der NATO immer gegen jene Diktatoren, die das Pentagon zum Abschuss freigegeben hat, um dann aber gleichzeitig die daraus entstehenden Flüchtlingswellen und die Opfer als Ergebnis deutscher Verbrechen hinzustellen. Zur aktuellen Krise mit Russland rüstete er sprachlich weiter auf. „Völkermörder“, so Ruch, würden ständig ihre Grenzen austesten: „Wenn man ihnen keinen Einhalt gebietet, machen die immer weiter. So wie Putin.“ Russlands Staatschef in eine Linie mit den angeblichen Schurken im Nahen Osten zu stellen, zeigt, dass sich das ZPS als Speerspitze der NATO-Propaganda bereit macht, Kampagnen für ein militärisches Eingreifen auch gegen Russland zu organisieren. Das Medienecho auf die militanten Asyl-Krawalle war durchweg positiv. Die Taz lobte Mitte Juni ihren Enthusiasmus: „Tabus kennen die Politaktivisten nicht. Im Gegenteil. Die gewonnene Aufmerksamkeit heiligt die Mittel.“ Die Heinrich-Böll-Stiftung verklärte die Aktion zu einem „magischen Moment der Selbstermächtigung“.

* Marc Dassen ist COMPACT-Redakteur und hat einen Abschluss in Geschichte und Philosophie. In COMPACT 7/2015 schrieb er über den Chefideologen der sexuellen Revolution Prof. Alfred C. Kinsey.

Infobox: Die Aktionen des ZPS

Juni 2015: Die Toten kommen. Tote Flüchtlinge werden als Protest gegen die Deutsche Asylpolitik aus ihren Gräbern geholt und in Deutschland bestattet.

Juni 2015: 25.000 Euro Belohnung.  Das ZPS setzt ein Kopfgeld auf deutsche Rüstungsproduzenten aus. November 2014: Erster Europäischer Mauerfall . Gedenkkreuze von Maueropfern werden in Berlin gestohlen und an die EU-Außengrenzen gebracht.

Mai 2014: Kindertransporthilfe des Bundes . Eine gefälschte Kampagne des Familienministeriums ruft deutsche Familien dazu auf, 55.000 syrische Kinder zu adoptieren.

Juli 2010: Die Säulen der Schande.  Ein Berg aus 16.744 bosnischen Schuhen soll an das sogenannte Massaker von Srebrenica 1995 erinnern.

Dezember 2009: Seerosen für Afrika . 1.000 Rettungsplattformen sollen im Mittelmeer verankert werden, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.

Dezember 2011: Schuld – Die Barbarei Europas. Protestvideo gegen die Deutsche Bank und ihre Spekulationen auf Nahrungsmittel.

September 2012: Sarkophag Oberndorf.  Die deutsche Waffenschmiede von Heckler und Koch soll unter Beton-Kuppel eingeschlossen werden.

Juli 2009: Bergungsarbeiten auf Lethe | Himmel über Srebrenica. Protestaktion und Film zum Jubiläum von Srebrenica.

Dezember 2009 Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Eine gefälschte Pressemitteilung erklärt die Aufnahme von drei Flüchtlingen in die Regierungsstiftung.

Mai 2009 Die Re-Formation der Geschichte  Zehn Thesen der politischen Schönheit werden am Reichstag verkündet.

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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