Aschermittwoch: Erfolg für Höcke, Pyrrhussieg für Poggenburg. Update 15.15 Uhr: Mit Stellungnahme Poggenburg

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Der Aschermittwoch 2018 sah die größte Veranstaltung – vermutlich nicht nur der AfD, sondern aller Parteien – im sächsischen Nenntmannsdorf. 1200 Besucher drängelten sich in der Halle nahe der Grenze und hörten zündende Reden der ostdeutschen Landesvorsitzenden Höcke, Kalbitz, Poggenburg und Urbahn, auch ich selbst hielt einen Beitrag. Noch am Abend wurde in kleiner Runde der Erfolg ausgewertet und man sagte sich: 2019 – da brauchen wir eine Halle für 3000 Leute!

Doch es sollte anders kommen. Die nachträgliche Skandalisierung von Poggenburgs „Kameltreiber“-Rede setzte einen Prozess der Spaltungen und Zerwürfnisse in Gang, der bis heute anhält. Poggenburg gründete scließlich vor kurzem eine eigene Partei.

Aschermittwoch in Arnstadt, 6.3.2019: Bießmann, Röckeann, Elsässer. Foto: COMPACT

Aschermittwoch in Arnstadt, 6.3.2019: Bießmann, Röckeann, Elsässer. Foto: COMPACT

Am gestrigen Aschermittwoch konnte man den Stand der Dinge besichtigen. Eine gemeinsame ostdeutsche Veranstaltung der AfD-Landesverbände fand nicht mehr statt. In Cotta bei Pirna versammelte die sächsische AfD etwa 200 Personen. Von größeren Feierlichkeiten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt wurde nichts bekannt. Das herausragende Ereignis der größten Oppositionspartei war somit der Thüringer Aschermittwoch in Arnstadt, wo der Saal mit etwa 330 Teilnehmern übervoll war.Landeschef Björn Höcke hatte mit seinem Stellvertreter Stefan Möller, Oliver Kirchner (Fraktionschef Sachsen-Anhalt), Thorsten Weiß (MdA Berlin) und Thomas Röckemann (Co-Landeschef NRW)  eine Corona guter Redner aufgeboten. Am besten gefiel mir Röckemann, den ich vorher noch nie hörte: Eloquent, witzig, sympathisch, jugendlich – hat ein bisschen eine Ausstrahlung wie JFK. Umjubelt war natürlich Höcke selbst, der von rhythmischem Klatschen und „Höcke, Höcke“-Rufen unterbrochen vor allem den Relotius-Medien und dem Verfassungsschutz („Etablierten-Schutz“) Saures gab.

Im Unterschied zu den meisten anderen AfD-Landesverbänden hat Höcke an diesem Abend wieder einmal gezeigt, dass der seinige geschlossen ist und voll hinter ihm steht. Die Bündnispolitik mit Flügelpolitikern aus anderen Ländern funktioniert, obwohl – oder weil? – der Thüringer Abstand zu den von Ausschlussverfahren bedrohten Weggenossen wie Doris Sayn-Wittgenstein hält. Immerhin Jessica Bießmann (Berlin) wurde gestern von ihm mit Umarmung begrüßt.

Poggenburgs Aschermittwoch in Nenntmannsdorf, 6.3.2019, Foto: MJ

300 Kilometer weiter, zur selben Stunde: André Poggenburg konnte, wieder in Nenntmanndorf, den Erfolg vom letzten Jahr beinahe wiederholen, 900 Leute kamen. Doch was nach einem Riesenerfolg für seine neue Partei mit dem sperrigen Kürzel ADPM aussieht, erwies sich noch am selben Abend trotz ausgelassener Stimmung als furchtbare Niederlage: Lutz Bachmann und die gesamte Führung von Pegida verließen geschlossen die Veranstaltung, es gab auch keine Rede eines Pegida-Vertreters. Dabei hatte die Dresdner Bürgerbewegung zur Veranstaltung mit aufgerufen und angeblich für einen Gutteil der Teilnehmer gesorgt. Bachmann begründete COMPACT gegenüber seinen Auszug mit dem Bruch von Absprachen: So seien „Nazis“ in den Saal gelassen worden und hätten das Bild in den vorderen Reihen bestimmt, absprachewidrig sei auch der Auftritt von Pro-Chemnitz-Chef Martin Kohlmann gewesen.

Poggenburg wies gegenüber COMPACT die Darstellung von Bachmann zurück: „Mit Bachmann gingen nur zehn bis 15 Leute aus dem Saal. Die bei weitem überwiegende Mehrheit der Pegida-Anhänger blieb und quittierten sein Rausgehen mit Unverständnis. Und dass Bachmann jetzt die Nazi-Keule gegen uns schwingt, wo er selbst oft deren Opfer war, ist absolut unverständlich. Jedenfalls gab es bei uns im Saal keine Nazis. Nachdem die ADPM die Trägerschaft der Veranstaltung von Pegida übernommen hatte, wurden übrigens die meisten der am Schluss über 950 Karten verkauft – mit Rednern und Gästen waren wir über 1000 im Saal. Zu keiner Zeit wurde irgendeine Vereinbarung mit Pegida gebrochen, dieser Aschermittwoch sollte ein starkes Zeichen gegen Distanzierungswahn sein und war es auch, selbst wenn einzelne diesem dann doch wieder erlagen.“

Egal welcher Seite man Recht gibt: Ein Bruch zwischen Pegida und der Poggenburg-Partei dürfte für letztere schwer zu verkraften sein. Die immer weitere Zersplitterung des patriotischen Lagers wird am Ende keinem nützen und nur dafür sorgen, dass die Wähler am Entscheidungstag lieber zuhause bleiben.

COMPACT-Magazin März 2019: Kein Volk. Kein Recht. Kein Diesel

Ein einheitsstiftender Versuch ist immerhin das traditionelle Kyffhäuser-Treffen Anfang Juli, das den Startschuss für die Landtagswahlen im Herbst geben soll. „Der Osten steht auf“ ist eine Parole, die an 1989 erinnert und Emotionen freisetzt. Angeblich soll es eine gemeinsame Wahlkampagne der drei großen Landesverbände geben. Angeblich wackeln aber die Sachsen schon wieder. Wie es aussieht, muss die Basis Druck für die Einheit machen: Es geht schließlich um Deutschland! Zuerst das Land, dann die Partei, dann der Einzelne mit seinen Ambitionen – das muss die Reihenfolge sein.

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

53 Kommentare

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    Der Auszug der PEGIDA-Führung in Nenntmannsdorf war peinlich, unüberlegt und kontraproduktiv. Das sage ich als PEGIDA-Gänger der ersten Stunde und Unterstützer bis heute. Leider muß man beobachten, daß Lutz diese Bürgerbewegung schon wie sein eigenes Privatunternehmen zu führen gedenkt (zeigt sich auch in überheblichem und schroffem Umgang mit Demo-Teilnehmern, sogar dem Team gegenüber). Er wird und das trotz seiner großen Verdienste, zum Hemmschuh, begründet in seiner persönlichen Eitelkeit und von der Angst beseelt, es könnte ihm entgleiten. Wann haben wir, außer Stürzenberger, Elsässer und Berndt, den letzten Hochkaräter auf der Bühne gesehen und gehört? Wenn man aus persönlicher Antipathie (z.Bsp. zu Herrn Kohlmann) verhindert, daß sich die patriotische Bewegung eint und entwickelt, sollte man einfach den Weg frei machen für Leute, denen das Ziel und nicht ihr Ego am wichtigsten sind.

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    Die Altparteien tun sich – wenn sie es für notqendig erachten – zumindest temporär schon mal zu einer Einheitspartei aufstellen, ungeachtet ihrer wahren politischen Ambitionen.
    Das schafft die aufstrebende Opposition, namentlich die AfD bisher leider nicht.
    Auch die Ablehnung der PEGIDA Bewegung ist ein großer Fehler.
    Nur eine vereinte Opposition wird in unserem Land etwas bewegen können und egal was der Verfassungsschutz sich noch an Rechtswidrigkeiten einfallen lässt, man kann den Willen eines Volkes ab einer bestimmten kritischen Masse nicht mehr unterdrücken, geschweige denn verbieten.
    Die Zersplitterung der oppositionellen Kräfte gilt es deshalb unter allen Umständen zu verhindern!

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    Das Kalkül der AfD-Feinde scheint doch langsam aufzugehen: in Lager spalten und dann zuschauen, wie sie sich selbst zersetzen.

    Wobei der Spaltpilz von draußen und von drinnen kommt. Innere Querelen werden medienwirksam aufgeblasen, und gemäß dem Prinzip der "positiven" Rückkopplung (Merkel’sche Physik) wird darauf spekuliert, dass dieser Prozess in Chaos und Zersetzung mündet.

    Am Ende ist’s auch scheißegal, ob ein Höcke oder ein Poggenburg irgendwelche "dummen Sprüche" absondert, oder ein Gauland oder eine Weidel irgendwelche "neoliberalen" oder sonstigen Positionen vertritt. Das sind Konstruktionen des medialen Mainstreams. Wichtig und alles entscheidend ist einzig und allein, den gemeinsamen (!!!) politischen Gegner zu erkennen und zu fixieren – diejenigen, die die "Bedrohung" AfD als starke Opposition zerschlagen wollen. Eigentlich alles trivial.

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    Markus Johnke am

    Sicher dass man hier von einer "furchtbaren Niederlage" sprechen kann, Jürgen? Ich denke nicht…

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    Natürlich ist es schwach,eine Partei schon im Namen regional zu begrenzen (M=Mitteldeutschland). Aber es ist immerhin politisch korrekt. "Der Osten steht auf" ist dagegen inkorrekt,den man sagt "Osten" obwohl man die Mitte meint und impliziert dabei noch den Verzicht auf rd. ein Drittel deutschen Staatsgebietes, den wirklichen Osten.

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    Lila Luxemburg am

    Aus dem Artikel…

    "Die immer weitere Zersplitterung des patriotischen Lagers wird am Ende keinem nützen und nur dafür sorgen, dass die Wähler am Entscheidungstag lieber zuhause bleiben."

    Der Wähler wählt ohnehin den Moslem-Kandidaten. Er schätzt nämlich einfach eine vorhersehbare, berechenbare Zukunft.

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    Rumpelstielz am

    Jede neue Partei muss aufpassen keine Spaltpilze aufzunehmen und wenn welche da sind sich zu trennen von solchen Leuten.
    Maßgeblich ist das Parteiprogramm und daran muss man sich halten.
    Wenn sich die AltPerteien regelmäßig das Grundgesetz "zurecht" ändern regt sich niemand auf – wenn Neu Parteien dies als Not_wendig erkennen, sind es Verfassungsfeinde. Spätestens der Paragraph Asyl bedarf einer Reform. Das Geschrei wird groß.
    Eine Partei darf auch keine Grüppchen mit Abitionen aufnehmen bzw wirken lassen.
    Lobbyisten gibts genug.

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    Lila Luxemburg am

    Dann hatte Mannheimer also doch recht: Bachmann IST ein VS-Mann – mit dem Auftrag die rechte Szene so weit wie möglich zu spalten. Funktioniert anscheinend nicht schlecht.

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    Der wahre Feind im national-konservativen Widerstand gegen das Merkel-Regime und ihre Blockparteien ist der AfD-Bundesvorstand mit Meuthen, Weidel, Gauland, Pazderski, Gottschalk, Glaser, Fohrmann, Pasemann, Kuhs, von Storch, Reil und Protschka sowie vielen Landesvorständen-zuletzt in BW Gögel . Sobald die Partei im Aufwind ist, werden prompt die bei den Bürgern erfolgreichsten, weil konservativen Abgeordneten fertig gemacht und ausgeschlossen. Das ist die Arbeit unserer Gegner . Übrig bleiben immer mehr wendehälsige Karrieristen, die selbst früher Mitglied bei den Alt-Parteien waren: Deren einzige Ziele sind Posten und Geldscheffeln, Werte und Ziele sind ihnen völlig gleichgültig. Höcke und den Flügel wollen und werden sie – wie sie offen und stolz zugeben – auch noch zum Schweigen bringen . Die AfD ist so sehr unterwandert von Zersetzern, dass man sich zwar gegen alles National-Konservative abgrenzt, aber alles Linke bis Linksextremistische der Alt-Parteien bis zur völligen Selbstaufgabe hofiert und deswegen untergehen wird . Die ADPM mit Poggenburg ist die berechtigte Hoffnung auf eine echte Nachfolge ohne Mietlinge. Die AfD mit Meuthen und Gefolge werde ich zur Wahl zum EU-Parlament und zukünftig unter keinen Umständen nochmals wählen .

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    Daniel Knight am

    Wahlen werden Mitte-rechts gewonnen und nicht am aller rechtesten Rand. Wenn man sich das Bild von der Veranstaltung von Poggenburg ansieht sieht man nur sehr alte, verbitterte Menschen die es im Leben wahrscheinlich zu nichts gebracht haben. Also sehr vernünftig von Herrn Bachmann die Veranstaltung zu verlassen. Die arbeitende Bevölkerung muss angesprochen werden und nicht die Arbeitslosen und Verbitterten!

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    Rechtsstaat-Radar am

    Unvergessen ist Poggenburg’s Aschermittwochsrede letztes Jahr! Die Reden von Jörg Meuthen und Guido Reil waren dagegen langweilige und tröge Veranstaltungen. Außerdem fehlte eine richtige Kapelle…

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    Marcus Junge am

    Bei der Alten Feigheit – Wochenzeitung für Zensur, legt Dieter Stoned nochmals nach und verteidigt sich gegen die völlig überraschend negativen Reaktionen auf seinen geistigen Durchfall. Wenn es jemand noch nicht mitbekommen hat, läuft unter der Überschrift "Wenn Nachdenkliche verstummen".

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    ich habe das Video gesehen und auch 2018. Poggenburg und Egbert Ermer überzeugen mich (leider) nicht, wo eine rechte Alternative zur unter Stasibeobachtung nach links gerückten AfD nötiger denn je ist und zwar schon zur EU-Wahl.
    Die Ausschließeritis in der AfD (Christiane Christen, Bießmann, Sayn-Wittgenstein) durch Lucke-Kader wie Nobis und die Pazderskerisierung der AfD mißfallen mir ebenso wie Meuthens Linksruck und dessen Übernahme von Grünsprech ("gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit").
    In der AdP(M) mißfallen mangelnde Professionalität und die Absage an Westwähler. Wir in NRW haben unter dem Altparteienregime und der Überfremdung zu leiden und die leider zu wenigen Vernünftigen hier haben es nicht verdient, ausgeschlossen zu werden!
    Frage: Tritt Bürger in Wut bei der EU-Wahl an?

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    Michael Höntschel am

    Was hinter den Kulissen ablief kann ich nicht beurteilen. Fakt ist die Eintrittskarten wurden sicher zu 90% von „PEGIDA“, für ein Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von „PEGIDA“, verkauft. Kurz vor dem Termin gab Bachmann den Rückzug von „PEGIDA“ als Veranstalter bekannt. Begründung, Absprachen bzgl. des Ausschlusses der Presse wurden seitens der anderen Teilnehmer nicht eingehalten. Bei „PEGIDA“ ist eiserner Grundsatz, dass nur ausgewählte Medien (z. B. „Compact“) Interviews bekommen. Dies ist eine Konsequenz aus der freundlich ausgedrückt „relotierten“ Berichterstattung einiger „Journalisten“. Es war also richtig die Reißleine zu ziehen. Wenn die Poggenburg-Partei (man weiß ja im Moment nicht, wie sie gerade heißt) Publicity durch diese Medien benötigt, muss sie ihren Weg allein gehen. Fakt ist auch, ohne das „PEGIDA“-Publikum wären Plätze und Säle bei AfD und Poggenburg leer. Die Anhänger der AfD zeigen nicht gern öffentlich Gesicht. Kann jeder nachprüfen, der an einem Mittwoch die „Merkel muss weg“-Demo in Berlin besucht. So kann Poggenburg sich glücklich schätzen, dass sich die Absage durch Bachmann nicht schnell genug ausbreitete, sonst hätte er ganz intim mit den Vertretern der Systempresse plaudern können. Die Unterwanderung der „patriotischen“ Szene ist groß und sehr wirkungsvoll. Diese Kräfte stellen „PEGIDA“ vor die größte Zerreißprobe seit ihrer Existenz.

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    Nationalliberaler am

    Bachmann, das kleinkriminelle V auf der Gehaltsliste des merkelnahen sächsischen oder thüringischen Verfassungsschutzes.

    Mannheimer dürfte richtig liegen, der offizielle Kooperationsverzicht war goldrichtig…

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    Quacka, "Pyrrhus"-Sieg.Der alte P. kann im Grabe bleiben. Ich habe schon öfter den Gegensatz Reinheit-Einheit aufgezeigt und begründet,warum z.Z. Reinheit wichtiger ist.Wir stehen ja nicht vor der Möglichkeit und Notwendigkeit ,morgen im Reichstag ein Ermächtigungsgesetz mit Ach-und-Krach-Mehrheiten durchdrücken zu müssen. Zur Hölle mit Bachmann,dem Europäischen (!) Patrioten (?),der wegen Nazis an die frische Luft gehen muß,soll er ruhig.

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      Klarstellung
      „In den letzten Jahren vor Hitler wurde nur noch mit Hilfe des Art. 48 der Reichsverfassung, das heißt per Notverordnungen regiert.

      Hitler hat sich an die Spielregeln der Verfassung gehalten.
      Vorgesehen war auch das Regieren über ein Ermächtigungsgesetz.
      Das nahm er für vier Jahre in Anspruch.

      Übrigens, in Polen hatte Pilsudski ebenfalls mit Hilfe eines Ermächtigungsgesetzes regiert.

      Ebenso wurde in den USA,
      Großbritannien,
      Frankreich
      und viele anderen Staaten in dieser Weise regiert.

      Niemand in der Welt hatte sich darüber aufgeregt.
      Bei Hitler sollte es plötzlich anrüchig sein.

      Warum?
      Weil es eben Hitler war!“ —

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    Ich finde das Kürzel ADPM keineswegs sperrig. Schon am 11. Januar hatte ich in einem hier relativ viel beachteten Beitrag das damalige "ADP" kritisiert. So befand ich unter anderem:

    "Es ist ja schon unangenehm, dass sich die meisten Parteien mit drei Buchstaben abkürzen. Aber wenn man östlich von Helmstedt um drei aufsteht, erst mal seine sechs Hasseröder frühstückt, um pünktlich das nächstgelegene Wahllokal anzusteuern und seinen demokratischen Pflichten nachzukommen, wie soll man da bitte noch zwischen AfD und AdP unterscheiden können?"

    Leider weiß ich nicht, wofür das "M" steht. Menschestwo oder Mehrheit, ich verwechsel das sowieso immer. Und wenn ich ADPM gugel, finde ich nur dieses "African Diaspora Project Management". Sollte man nicht noch einen fünften Buchstaben dranhängen?

    PS: Ja, Köstrizer ist wahrscheinlich auch gut. Jetzt aber bitte mal politisch argumentieren!

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      heidi heidegger am

      [ Wer hat Warsteiner bestellt? [Dr. Axel Stoll, promovierter Naturwissenschaftler] ]

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      Lila Lucke am

      "Leider weiß ich nicht, wofür das "M" steht. "

      Sie sollten besser zuhören: Das ‚M‘ steht für ‚modest‘! Hat Henry M. Broder tausende Male erklärt!!

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      heidi heidegger am

      @ohGabi, M&B zu verwechseln..das kann passieren, sollte aber nicht passieren, hihi -> Kurzer Lehrgang, ist ein propagandistisches Lehrbuch über die Entstehung und Geschichte der KPdSU(B). Das (B) im Buchtitel steht für Bolschewiki. Es erschien erstmals 1938 in russischer Sprache.

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        heidi heidegger am

        OT: lasst mich die Zeit überbrücken, bis die Aschermittwochs-Videos viral gehen, mit etwas frischem vom Tony Clifton (die Kommentare unterm Vid sind eh wieder supi !):

        [ Stefanie Schulz – Untergang ] /watch?v=VwhtUMZzahk

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    Jimmy Kaminski am

    Nachdem die Nazikeule im veröffentlichen Diskurs immer weniger bewirkt, entdeckt man sie jetzt in Teneriffa anscheinend neu. Riecht verdächtig nach nem Scheck, mit dem da jemand eingekauft wurde. Manche Leute sollten sich eben auf ihr Spezialgebiet konzentrieren. Runden drehen durch Dresden z.B..

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      Den Lutze B. sollte man nur mit der Kohlenzange anfassen – das Kerlchen ist nicht astrein.

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    Otto Nagel am

    Es ist unser Land ,
    es ist unser Volk !
    Und nur noch wir deutsche Patrioten können diese verhängnisvolle Entwicklung noch stoppen ! Wenn wir niccht zusammenstehen, uns hinter dieser Losung vereinigen, uns um die wichtigsten Lebensfragen einig sind, dann wehe uns, unseren Kindern und Enkeln !
    Nur Einigkeit macht stark ! Dies den Spaltpilzen ins Gedächtnis gerufen.
    Und Einigkeit heißt : gemeinsam mit Pegida, Identitäre, Pro Chemnitz, nicht gegen sie !
    Wir werden im Vorstand der AfD einige Nichtpatrioten austauschen müssen, packen wir es an !

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      Doris Mahlberg am

      @ Otto Nagel
      "Nur Einigkeit macht stark". Ist von jeher meine Rede. Nur die Einigkeit kann Deutschland noch retten. Die AfD könnte schon bei 30% sein, hätte man doch nur den Verstand besessen, die große Chance zu nutzen, die die Wähler dieser Parei gegeben haben. Aber diese Idioten haben sich lieber gegenseitig bekämpft, als den wahren Feind zur Strecke zu bringen, die Altparteien.

      Die Herrschaften von Pegida haben sich benommen wie beleidigte, bockige, kleine Kinder. Was soll aus dem ganzen Irrsinn denn noch werden ?

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        Große Wachstumschancen habe ich nie gesehen, denn dann müsste der deutsche Michel von der Glotze wegkommen – tut er aber nicht. Höcke erfindet sich zwar neu, aber er bleibt für viele im Westen ein rotes Tuch, da die Presse ihn in die bekannte Ecke rückte, bei der er jedoch auch Vorlagen lieferte, die er hätte vermeiden sollen. Ohne Höcke wäre die Afd im Osten dennoch ein reiner Mitropa-Schlafwagen, deren Schlafwagenbetreuer wechseln wie die Zugnummer. Einzig Höcke hat vor den Stöcken des sog. Verfassungsschutzes gewarnt, der nur den etablierten Kräften dient. Dennoch, die meisten Afdler nehmen Haldewang und Konsorten ernst, weil sie ähnlich von der Glotze infiziert sind oder aber den naiven Michel kennen.

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        Michael Höntschel am

        Doris Mahlberg, "PEGIDA" hat im Gegensatz zur AfD bisher alle Krisen ohne Annährung und Anbieterung an das System überlebt. Also etwas mehr Respekt bitte. "PEGIDA" und vor allem Bachmann hat so manches Opfer für die Einigkeit der Patrioten gebracht. Die AfD war dazu nie bereit war. Jegliche Spaltung, auch in den eigenen Reihen, ging ausschließlich von der AfD aus. "PEGIDA" ist nun nicht mehr bereit sich benutzen zu lassen, dies wurde heute klargestellt. Jegliche Zusammenarbeit mit und die Unterstützung von Parteien, gleich welcher Coleur, wird eingestellt.

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    Arminus der Deutsche am

    thomas röckemann als jugendlicher dynamischer redner…gut für einen älteren herrn wie elsässer mögen männer mit 54 zur jugend gehören, für junge leute sind sie aber altes eisen die die eigenen probleme nicht verstehen. da hilft auch keine verkleidung als jfk

    doch klärt mich bitte mal auf. compact wirbt für pegida und lobt es in allen tönen. lutze wird zu jeder konferenz eingeladen. lutze mag aber pro chemnitz scheinbar gar….compact widerum hat bis jetzt nur gute worte über pro chemnitz verloren…patriotische kräfte vereinigt euch und so ein zeug…wie passt das zusammen?

    kann es sein, dass der gute jürgen gar keinen richtigen politischen standpunkt hat, oder schlichtweg einfach keine ahnung

    naja einen röckemann als jugendlich dynamisch zu bezeichnen spricht bände

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      vielleicht will Jürgen einfach nur " Einen ",
      etwas, wofür es doch zu kämpfen gilt?

      Natürlich hat er auch seine Clientel im Auge, ohne geht schlechter.

      Aber ich finde, besser knüpfen, als drauf hauen… sollte unser aller Handeln bestimmen!

      PS: die Kirche aus dem Staat!

      Ich muß mich mal mit Jürgen auseinandersetzen, da gibt es ne Menge Schnittstellen.

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        Warum nicht gleich "Religion ist Opium fürs Volk"? Mit diesem Spruch fingen die Marxisten an und wo sind sie heute? Ein Werk ohne Gottes Hilfe hat keinen Bestand,deshalb müssen erst mal alle Gottlosen aus dem Staat und aus der Politik,,sonst gelingt nichts. Wer gottlos ist,ist links, was immer er sonst auch sagen und tun mag.

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      Marques del Puerto am

      @ ARMINUS DER DEUTSCHE,

      man kann in jedem Text was hinein interpretieren und vollkommen anders verstehen wenn man nur will oder nur so kann?!
      Die eigentliche Aussage ist doch von dem was Jürgen Elsässer geschrieben hat, reißt euch alle endlich am Riemen, denn ihr wisst wo er hängt ! Die CDU/SPD, Grüne und Linke brauchen doch momentan letztendlich nicht anderes machen als zusehen wie die AfD sich selber schön zerlegt.
      Das nützt niemanden was und wenn müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und nicht darüber nachdenken wer den Längsten hat!
      Und mir persönlich ist es egal ob der neben mir auf der Strasse eine gelbe Weste trägt oder ein rosa Netzhemd mit Hubschraubermütze ! Wichtig ist, wir müssen endlich auf die Strassen, endlich 250.000 +.

      Mit besten Grüssen

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    Ulilübeck am

    Ich habe Angst……

    …..das sich der extrem rechte Rand in der AfD durchsetzt und so diese Hoffnungsträger-Partei für eine grosse Zahl wertkonservativer Wähler unwählbar macht. Ich vemisse die alte Lucke-AfD, die damals ein unglaublicher Hoffnungsträger für Merkel-geschädigte Unionswähler war. Die Ultrarechten machen alle Hoffnungen auf Besserung in diesem, unserem Land zunichte.

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      Marques del Puerto am

      Ich kann ehrlich gesagt von ganz links und ganz weit rechts kaum einen Unterschied sehen. Bis auf den Haarschnitt und das der Rechte nicht nach Katzenpippi riecht.
      Wir dürfen uns auch nichts vormachen, mit Hände halten, Kerzen anzünden und Liedchen trällern ,Unsere Heimat ‚ werden wir keinen toten Hahn von der Stange holen !

      MBG

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      Querdenker der echte am

      "…Ich habe Angst……"
      Ich habe keine Angst! Weil ich überzeugt bin, dass der Zenit der AFD überschritten ist. Nach meinen Erlebnissen in den letzten knapp 30 Jahren mit solchen "Hoffnungsträgern wie Schill- oder Statt- Partei" und als langjähriger Abgeordneter einer Bürgerinitiative:
      Resümee: Es ist Blödsinn den sog. Rechten eine Schuld am Zerfall der AFD geben zu wollen! ( Man bedenke: Mit dem Abdriften der Altparteien über den linken Rand der LINKEN, SPD, den Grünlingen usw. weit hinaus, ist die Platzierung einer Partei in der ehemaligen Mitte zwangsläufig schon Rechts!!) Und nun ist seit Wochen die Anbiederung der Führungsriege der AFD und vieler Mitglieder in den alten Bundesländern an ein "Ehebett" mit den einst so kritisierten Systemparteien zu beobachten! Warum soll ich und viele, viele ehemaligen Unterstützer noch diese sich zu einer Partei der Karrieristen mutierte AFD wählen?? Da kann man auch wieder die CDU wählen. Mit dem Vorteil das man schon im Voraus weis das man nach einer Wahl sowieso beschixxxen wird!
      Den Lackmustest für die ehemalige Hoffnungspartei AFD wird die EU- Wahl erbringen!

      • Avatar
        Querdenker der echte am

        Fortsetzung:
        Und im Übrigen:

        "Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit" schrieb einst Hegel-

        Und ich bin mir sicher, für diesen Spruch heute von Hegel geschrieben würde die Nazikeule, geschwungen von unzähligen sich berufen Fühlenden, auf sein Haupt herunter sausen! Berufsverbot, gesellschaftliche Ächtung und vieles an Unbilden mehr wären unweigerlich die Folge!

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        Nachdenker am

        OUERDENKER
        Schill und andere waren zu einem Zeitpunkt, als es in Deutschland gemütlich war.
        Wer jetzt der AFD den Rücken kehrt, solte wissen, dass er sich mitschuldig macht, an allem was noch kommt.
        Vieleicht haben Sie schon vergessen, dass die CDU den Teufelspackt unterschrieben hat, der noch zu vielen Toten führen wird.
        Es ist schon erstaunlich, wie schnell vergessen wird.

    • Avatar

      Naja, von verbeamteten Professoren alla Lucke, die den Neoliberalismus predigen, aber selbst Wein trinken, weil sie unkündbar auf die satte Pension warten, hat Deutschland genug.

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      Mike Forester am

      "Wertekonservativ" … ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr hören! Wohin hat uns denn eure ach so uneinnehmbare Trutzburg des "Wertekonservatismus" geführt? Hat sie etwa die 68er am Marsch durch die Institutionen aufhalten können? Konnte sie Merkel von ihrem Anfall pathologischen Altruismusses abhalten? Nein! In jedem dieser und vieler weiterer Fälle zeichnete sich der Wertekonservatismus in seiner ihm eigenen Schwäche aus; nämlich der, vor den fait acompli von beinharten und skrupellosen Sozialrevoluzzern zu kapitulieren, denen "muh constitution" einen feuchten Kehrricht wert ist.
      Wenn Deutschland — und mit ihr ganz Europa — in zwei Generationen nicht mehr wiederzuerkennen ist, es seine IDENTITÄT und Volk unwiederruflich verloren hat, nützen euch eure "Werte" und eure "Verfassung" angesichts der ungeschminkten Wirklichkeit einer ethnischen Wahl rein gar nichts mehr!

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      B. Lucke-Pretzell am

      Genau! Ich will auch die ‚alte Lucke-AfD‘ zurück!! Alles was rechts von Mutti ist, ist definitv "a nazi". Amazing, isn’t it??

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    heidi heidegger am

    hmm, das Kürzel ADPM ist eh willybrandtgefährlich, heast?! ja-zwecks wegen dem Anagramm(?) MDAP unn dat..*Multipelsklerotischedeutschearbeiterpartei*, nein-war nur spass!! 😕

    zacknweg

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      heidi heidegger am

      OT: @GABIs Video-Tipp im *Weibl. Ritter-Faden* war schon ziemlich goil, aber z u äh geschichtsvergessen und nur semi-politisch oder so, aber m-m-mein Tipp ist *Hammer*, gell?:

      [ Paul Hardcastle – Nineteen (Destruction Mix) ]

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        heidi heidegger am

        OT(2): *grummel-stampf*..die Alde (@gabi..gaanz klein-gschriamm) schreibts mimimir nix hier directemente?? -> pah!mirdochegal☠:

        *just stick to the things that you know: shopping.nailpolish.your.father’s.BMW.and.your.poor.rich.drunk.mother.in.the.caribbean*

        [ The Unseen – Every rose has its thorn ] /watch?v=Ds6GZ29mjFk

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    Peterchens Mondfahrt am

    Leider gibt es derzeit noch kein vollständiges Video der AdPM-Veranstaltung. Es ist aber schon bemerkenswert, daß die erst 1,5 Monate alte Neugründung AdPM fast dreimal so viele Leute ins Festzelt lockte, wie die bereits etablierte AfD mit prominenten Spitzenrednern.

    Der Auszug von PEGIDA erscheint mir nach Sichtung des bisher bekannten Videomaterials unverständlich.
    Weder kann ich Nazis in den vorderen Reihen erkennen (stattdessen hauptsächlich normale deutsche Rentner), noch konnte die Teilnahme von "Pro Chemnitz" verwundern, da Poggenburg schon lange zuvor mit dieser die Zusammenarbeit ankündigte. Mir scheint, daß Bachmann durch Distanzeritis eine Konkurrenz zur Junge & Pazderski-Partei im Keim ersticken will.

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      Ptolemaios am

      Man fragt sich, woher der "Scheck" kam, den ein Forist erwähnt hat. Es kann durchaus sein, daß er aus der Ecke Junge-Pazderski kam. Jede Distanzeritis und jede Abspaltung ist jetzt Gift. Höcke hält den Ball flach. Nach den Wahlen sehen die Machtverhältnisse ganz anders aus. Höcke wird mit großer Wahrscheinlichkeit gestärkt aus den Landtagswahlen hervorgehen. Pazderski (Berlin) und Junge (Rheinland-Pfalz) haben da viel weniger Luft. Die Patrioten sollten einfach auf Zeit spielen und sich nicht provozieren lassen. Ihre Position in der Partei wird ganz von alleine immer stärker.

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      Den meisten ist es ohnehin egal, wie die Partei heißt, solange sie sich nicht den etablierten Ideologien anbiedert. Sollte Meuthen die kapitalgedeckte Rente in der Partei verankern, die sich schon heute als Betrugsinstrument für die Versicherungsnehmer erwiesen hat, ist die Afd politisch tot.

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      Lila Luxemburg am

      "Weder kann ich Nazis in den vorderen Reihen erkennen (stattdessen hauptsächlich normale deutsche Rentner), …"

      DAS ist ja das Gescheckte an diesen Nazis: Die tarnen sich alle als normale doitsche Renntner!

      "Mir scheint, daß Bachmann durch Distanzeritis eine Konkurrenz zur Junge & Pazderski-Partei im Keim ersticken will."

      Und MIR scheint: Der Bachmann … das ist ein Fachmann! Wofür – das dürft ihr gerne raten!!

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      Mit Typen deiner unentscheidenden, Internernet grün verseuchten, unwissendenden, maulendenden, suiziden Sesselfurzer-Generation kannst du dir das selbige gönnen falls du es verstehst.

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      "PEGIDA",der Name ist Programm und das Programm ist schwachsinnig. Natürlich sind diese "Patrioten",für die Nazis wie Aussätzige sind, sehr wirkungsvoll unterwandert.Fragt sich nur ,von wem ? Wer hat denn ein Interesse daran ,daß die Wut über die Überfremdung auf einen angeblichen Hauptfeind Islam abgeleitet wird? Und wer hat die praktisch unbegrenzten Geldmittel dazu? Na,wer, dämmert`s?

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