Antifa präsentiert Augsburg-„Reiseführer“ für Krawall und Zerstörung

10

Die Antifa hat einen Reiseführer für Randalierer erstellt. Mit Adressen potentieller Ziele in der Stadt Augsburg und Waffenempfehlungen. Ein Werk des destruktiven Irrsinns. Eins der geforderten Anschlagsziele: Die Perteizentrale der SPD.

Reiseführer gibt es eigentlich für jeden Geschmack. Egal, was man sucht, ob historische Bauwerke oder erotische Abenteuer, der passende Touri-Guide steht bereit. Aber die „schlaue“ Antifa hat doch noch eine Marktlücke entdeckt. Denn was sollen die armen Reisenden anstellen, die sich nur über Verletzung und Zerstörung artikulieren können? Woher sollen die wissen, wo die lohnendsten Ziele warten? Wo die Destruktivität maximalen Effekt erzielt?

Dem wird jetzt zumindest bezüglich der Stadt Augsburg abgeholfen. Pünktlich zum Bundesparteitag der AfD vom 30. Juni bis 1. Juli publizierte die Seite Indymedia (die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, aber trotzdem irgendwie weiter online ist) den „Riot Maker“ als Pdf.

Nach einigen Seiten Rechtfertigungs-Rhetorik (das übliche Blabla über das Phantom des neuerstarkten Faschismus und so weiter) folgt eine Listung von Hotels, in denen AfD-Politiker angeblich gerne Quartier nehmen und die deshalb eine „Besichtigung“ wert seien.

Aber natürlich spannt die Antifa ihren Aggressionsradius über die eine Partei hinaus. Da wären noch die Parteizentralen von CSU und SPD, Burschenschaftshäuser, Einrichtungen von „Kollaborateur*innen“, Polizei- plus Verwaltungsbüros, Kriegs- sowie Lutherdenkmäler und vieles mehr. Dass die empfohlenen „Besuche“ auch Zerstörung beinhalten sollen, darauf verweist jene Vorbemerkung: „All diese ,Sehenswürdigkeiten‘ sind sicher einen Besuch wert, immerhin könntet Ihr die Letzten sein, die diese zu Gesicht bekommen. Trotzdem empfehlen wir Euch, Euch nicht zu übernehmen und Euch nur ein/zwei beziehungsweise maximal drei der ,Sehenswürdigkeiten‘ vorzunehmen.“

Die „Begründung“ für den Vernichtungsaufruf dürfte vor allem im Falle der SPD dem Selbstbild der Attackierten widersprechen: „Die SPD in diesem Reiseführer zu finden, mag einige überraschen. Jedoch nur auf den ersten Blick, denn als Teil der aktuellen wie auch der letzten Regierung hat sie sich einen Platz in diesem Reiseführer mehr als reichlich verdient. Hier ein paar Schlagworte zur Erinnerung:

Abschiebeabkommen mit der Türkei, Deportationen nach Afghanistan und überall, FRONTEX, Asyl-Pakete, Asyl-Massenlager, versprochener Ausbau von Bullenstellen, Videoüberwachung und der Justiz, versprochene erlaubte Bevorzugung deutscher vor nichtdeutschen Bewerber*innen auf Arbeitsplätze, und natürlich die Obergrenze bei der Aufnahme von Geflüchteten.“

Was Ralle Stegner und Heiko Maas dazu twittern werden, wenn ihre Lieblinge plötzlich auch gegen die eigene Partei randalieren? Vor allem, wenn sie die in der Broschüre empfohlenen Waffen lesen, mit denen sich der „Besucher“ ausstatten soll: Wurfgeschosse, Farbflaschen, Hammer, brennende Autoreifen, Nagelbretter und so weiter. Aber die Reaktion der Mainstreampolitik und Medien kann man sich schon ausmalen: Das Budget im Kampf gegen Rechts erhöhen.

Starten Sie Ihr Abo mit der aktuellen COMPACT 6/2018. Auf das untere Bild klicken:

Unser Land, unsere Kultur, unsere Zukunft

Über den Autor

Avatar

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln. Kommentare sind nur innerhalb von 24 h nach Veröffentlichung des Artikels möglich.

Empfehlen Sie diesen Artikel