Anti-Sexismus-Tsunami – Sex bald nur noch mit Vertrag?

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Nach Angela Merkel (2015) und Donald Trump (2016) hat das TIME-Magazine nun alle an der Social-Media-Kampagne #MeToo beteiligten „Brecher des Schweigens“ zur wichtigsten Person des Jahres gekürt. Politisch korrekter geht es kaum. Steht der (weiße) Hetereo-Mann unter Generalverdacht, wird das sexuelle Einvernehmen wohl bald schriftlich geregelt, bevor es in die Kiste geht. An kalifornischen Universitäten ist das längst Standard.

„Unter der Überschrift ‚Sexismus‘ wird mittlerweile zusammengepanscht, was nicht zusammengehört“, schreibt Jürgen Elsässer in seinem Editorial in COMPACT 12/17, „ein mutmaßliches Vergewaltigungsmonster wie Harvey Weinstein und ein alter Charmeur wie Rainer Brüderle. Vor allem fällt auf: Die #metoo-Kampagne nimmt ausschließlich die ‚bösen weißen Männer‘ ins Visier – die epidemische Zunahme von Vergewaltigungen durch Migranten dagegen wird […] bagatellisiert.“

Ja, nicht alle Männer sind eben Schweine… Während Otto-Normal-Mann sich mittlerweile schon für das breitbeinige Sitzen schuldig fühlen soll, bekommen neben Gangbang-Asylanten auch schwul, trans oder sonstwie anders geartete von den Feministinnen einen Freifahrtschein. Gegen die jährliche Sodom-und-Gomorrha-Show der Christopher Street Days hat sich jedenfalls noch kein breiter Widerstand formiert.

Während Angela Merkel sich über die Entscheidung der Amis freut…

#metoo Merkel Twitter

warnte der slowenische Philosoph Slavoj Žižek im März folgendermaßen über die Gefahr hinter der Sexismus-Debatte:

Sex ist gefährlich und bringt die Menschen buchstäblich an ihr Limit. Denn es gibt keinen Sex, wenn zwei Wesen, die sich aneinander freuen, nicht bereit sind, im entscheidenden Moment die Kontrolle zu verlieren. Plötzlich geben sie bedrohliche Laute von sich, sagen etwas Unpassendes, werden grob. Zweideutigkeit, Kontrollverlust, körperliche Intensität: All dies ist in der abgedämpften Welt der Political Correctness nicht mehr vorgesehen.

Žižek beschreibt ein Gesetz im ultraprogressiven (sprich neokommunistischen) Kalifornien, dass Colleges, die staatliche Gelder erhalten, zwingt, Studenten vor dem Sex eine schriftliche Zustimmung einholen zu lassen! Über derartige Pläne hatte COMPACT bereits im September/2015 berichtet. Da schreibt Oliver Janich:

Die längerfristige Wirkung solcher Gesetze: Männer werden zunehmend dazu übergehen, Beweise
für einen Konsens zu sammeln, Gespräche und sogar den Geschlechtsverkehr selbst aufzuzeichnen. Das Vertrauen zwischen Mann und Frau wird nachhaltig gestört. (…)

Selbstverständlich ist es ohnehin absurd, die intimste Sache der Welt staatlich regeln zu wollen. Doch entgegen dem Klischee sind die Amerikaner absolute Weltmeister im Regulieren. Rechtsprofessor Ulrich Karpen schätzt, dass in Deutschland 150.000 Einzelvorschriften existieren. In Amerika wurden alleine in einem einzigen Jahr, 2010, 40.000 neue Gesetze verabschiedet. Die Gesamtzahl schätzen Experten auf mehrere Millionen. Niemand weiss es genau.

Die groteske Idee, auch noch den Geschlechtsverkehr regeln zu wollen, ist für jene Menschen also ganz selbstverständlich, die sich im «land of the free» daran gewöhnt haben, dass der Staat alles und jeden kontrolliert. (…)

Bisher beziehen sich die Gesetze wie in Kalifornien nur auf staatliche Universitäten, vermutlich weil die Bundesstaaten dort auf jeden Fall Befugnisse haben. Aber selbstverständlich ist es das Ziel der Aktivisten, solche Gesetze für alle und im ganzen Land durchzusetzen. Grundsätzlich sollen diese Regulierungen im Sinne eines «bestätigenden Konsens» die Beweislast in einem Vergewaltigungsverfahren umkehren. Der Beschuldigte soll seine Unschuld beweisen und nicht der Ankläger die Schuld.

Und noch etwas:

Laut einigen wissenschaftlichen Studien sind fast die Hälfte aller Vergewaltigungsvorwürfe falsch. Je nach Studie reicht die Zahl der falschen Anschuldigen von zehn (Harris und Grace, 1999) bis zu 47 Prozent (MacLean, 1979). Eine neuere Studie von Jordan (2004) kommt auf 41 Prozent. Natürlich sind alle diese Studien unter Beschuss von feministischen Organisationen, aber ohne Zweifel handelt es sich um Tausende von Fällen. In diesen würde ein schriftliches Einverständnis jedenfalls nur dem Mann und nicht der Frau etwas nützen. Ein Vergewaltiger indes lässt sich wohl kaum von einem Gesetz über ein schriftliches Einverständnis abhalten.

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Über den Autor

Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

23 Kommentare

  1. Rumpelstielz am

    Man muss verstehen, was da erzeugt werden soll, die Maximalpigmentierten finden es normal, dass die Böcke über die Weibchen verfügen. Bei Museln ist das auch so. Diese Verhaltensweisen versucht man nach hier zu transferieren – obwohl das hier die Ausnahme ist. So wird getan, als ob der Normalfall in Affrika hier auch normal wäre – ist er nicht.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der öffentlich rechtliche GEZ Lügen-Funk zerschlagen werden muss. Auch wegen der belästigenden Hintergrundduselmusik in jeder Sch.. Sendung – als ob die einen noch verhöhnen wollen. Lügenfunk und Lügenpresse halt die Fr… Übrig bleiben darf ein ÖR Sender der von Städten und Gemeinden
    finanziert werden kann – abhängig von der Grundsteuer – so max 2€/ Haushalt und Monat.
    Das Fernsehen ist längst ein Staatsfunk geworden. Die Mächtigen dieser Welt hassen das Internet, weil es den Menschen ermöglicht echte Nachrichten zu verbreiten und wichtige Informationen zu teilen.

    Bitte helft mit – den Staatsfunk zu zerschlagen. GEZ verpiss Dich.

  2. Man war schon einmal so weit, daß man Sex als grundsätzlich böse ansah, den der gute Mensch tunlichst vermeiden sollte. Die Sekte der Katharer war dann eben auf die "Produkte" böser Menschen angewiesen, wenn sie Nachwuchs wollte und dem Klerus wurden die Leute – wahrscheinlich genau deswegen – unheimlich und verfolgt; daraus entstanden "Ketzer". Heute ist das kein Problem mehr, wenn man ohne Sex Nachwuchs will, geht man in eine "Bayklinik". Es hat darüber sogar schon Zukunftsfilme gegeben, z.B. daß irgendwann NICHT in der Retorte gezeugte Kinder nicht mehr die vollen Bürgerrechte haben und keine Chanche auf einen qualifizierten Job …
    Das hindert aber zu keiner Zeit das Subproletariat daran, massenhaft natürlich gezeugte Kinder zu bekommen, die dessen Vorlieben weitergeben und damit mehr Probleme schaffen! Bei den Migranten kommen ja auch nicht die interlektuellen Oberschichten aus den Ländern zu uns! Je weniger interlektuelle Befähigung zu andern Interessen und Hobbies …
    Wie sagte schon ein ehem. Kollege: "Des kleinen Mannes Glück allein ist f… und besoffen sein!

  3. Jeder hasst die Antifa am

    Naja in Zukunft vorher eine Erlaubnis Bei den Gendergrünen Einholen ob Sex gestattet wird, diese Behörde wird dann von grünen Kampflesben geleitet Männerabschreckende Vertreterinnen sind Roth,Göring-Eckard,Beckin,und Antonia Hofreiterin

  4. Drachentöter am

    Warum regt ihr euch denn über so einen Müll auf ? Sollen diese verblödeten Amiweiber doch labern wie und was sie wollen. Wem interessiert das schon ? Ich hab jedenfalls noch keine Frau kennengelernt die mit so etwas um die Ecke kam. Glaub die meisten Frauen stehen auf richtige Kerle. Naja das die Merkel da noch ihren Senf dazu gibt ist doch klar

  5. Jürg Rückert am

    Was mir kürzlich auffiel, war die sexualisierte Sprache der „starken Frauen“ in US-Krimis. „Fuck you“ ist da normaler Umgangston.
    Ein Mediziner sagte zum Bronchialkarzinom bei Frauen: „Wer lebt wie ein Mann (Raucher), der muss auch sterben wie ein Mann!“
    Die Verweiblichung der Männer und die Vermännlichung der Frauen war in der Evolution nicht vorgesehen. Dieser Zweig des Homo sapiens wird dürr.

  6. Florian Geyer am

    Und sich dann beschweren wenn die MGTOW-Bewegung täglich stärker wird. Sex, wenn überhaupt, nur noch in Puff und Club. Vertrag halt.

    • ja, aber für alles und jeden müssen wir Männer dann zahlen. kommt dann eine alleinstehende nicht mit ihrem gör zurecht, kommt die amme und die frau braucht einen psychater.

    • Jeder hasst die Antifa am

      Wer einmal richtig Gewichst hat, weis was ficken für ein kümmerlicher Ersatz ist

    • DerSchnitter_Maxx am

      Man kann also sagen, das die Masturbation womóglich, im philosophisch-sexuellen Sinne … der wahre "Heilige Gral der Glückseligkeit" ist – Bei den Franzmänner*innen … nennt man den Orgasmus auch "der kleine Tod" – la petite mort – . Inwieweit es der Kopulation oder der Masturbation zuzuschreiben ist/wäre oder auch gleichberechtigt dafúr stehen … muss letztendlich, jeder für sich selbst- gewichster Weise -entscheiden und herausfinden … Viel Spass dabei, was auch immer es sein mag …

  7. Werner Wolff am

    Da muss man nicht lange rätseln, um was es in Wahrheit geht. Mit Korrektheit hat das alles nur dem Schein nach, aber ansonsten gar nichts zu tun.

    In Wahrheit geht es um das Forcieren von Gender Mainstreaming, um damit die Geburten der Weißen zurückzudrehen und die Durchmischung zu einer negroiden Mischlingsrasse. Man schaue sich die Auswirkungen an und weiß doch Bescheid.

    Der weiße Mann darf sich nur noch limitiert sexuell betätigen und gegebenenfalls fortpflanzen. Unsere schwarzen „Gäste“ interessiert das aber einen Dreck, die tun was sie wollen und niemand hindert sie daran. Wer dächte dabei nicht sofort an Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi? Wer dächte nicht an das Umsiedlungsprogramm der UNO und die NGOs unter Soros oder die Göring-Eckardt von den Grünen z. B., Afrikaner zu Millionen nach Europa zu „schaufeln“ und sozial zu „beheimaten“.

    Und was bejubeln diese MeToo-Fanatiker frenetisch? Richtig, das Schwulsein und das Lesbische, Transsexualität etc., Gender Mainstreaming eben.

    • @ Werner Wolf ,

      gute Gedanken , überall wird ein bißchen gedreht , könnte man wiklich so sehen !

  8. heidi heidegger am

    guter artikel. nun, sinnhirnlose frischjuristen müssen auch von was leben bzw. parasitieren oder so..aber watt schreibe ich hier noch voll-halbsubjektiv rum: *mein* @merdunix drückt es viel besser aus im *tiefer linksstaat*-faden. er sei gebusselt und ihr auch, von eurer heidi.

      • heidi heidegger am

        aber: regt euch nicht auf, es handelt sich am *ende des tages* (Ronald Pofalla-deutsch/Kohls anwalt in der ehrenwort-spenden-lüge) eh nur darum, daß jeder Ali seine Aishe findet, in der ²*metaphysik der geschlechtsliebe* (Schopenhauer). und d i e finden sich und paaren sich und reproduzieren sich, doch doch..vertraut mir da, mein hinterhof erschallt vielstimmig: "annää!" (soll wohl "mutti" heissen, glaube ich..), aaarrrghh!

        ² ..denn immerhin hat Schopenhauer dem Thema Sexualität ein ganzes Kapitel ( Metaphysik der Geschlechtsliebe ) in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung eingeräumt. Dort hebt er hervor: Der Endzweck aller Liebeshändel usw. usw.

    • Heidi,
      ich finde vertraglich vereinbarte Vereinigungsrituale sehr begrüßenswert. Compact geht da viel zu skeptisch ran. An erster Stelle sollte dort geregelt sein, dass Frau keine Forderungen gegen ihren Befeuchter für den Fall einer Schwangerschaft geltend machen kann. Nur ein Haftungsausschluss kann den weißen Mann wieder in die Nähe verkehrstüchtiger Spaltprodukte bringen, wenn traditionelle Entschädigungsansprüche beim eigentlichen Verursacher bleiben. Das sollte auch gelten, falls ein entsprechender Vertrag nicht zustande kommt, und nur durch eine schriftliche Willenserklärung zur Annahme der Vaterschaft mit vorausgegangener Risikobelehrung zu umgehen sein.
      Es ist ja nicht unüblich, dass leicht hinfällige Nymphomaninnen sich erst vom halben Dorf das Hirn raus vögeln und schwängern lassen, dann aber einem naiven zahlungskräftigen Arbeitstrottel Schuld und Versorgungspflichten unterschieben, nur weil der glaubt, der Einzige zu sein.

      • heidi heidegger am

        hehe, und was ist juristisch erst los, wenn (@michelangelo mitdenkend) nach dem nicken kein ficken gar nicht erst zustande kommt, weil der designierte alphabetisierte! besamer vor lauter jura-dingens keine *notwendige härte* (zit. mrkl über schäuble) aufweist, häh? Pacta sunt servanda? verwaltete welt, tsstss..*ich strebe keine cohabitacion an, ich strebe gar nix an..* (zit. Maahdin). bin fast froh, dass ich in meinem alter langsam aus dem aktiven geschäft raus bin. werde mein staatstheaterabo nun bald gegen nen stripclub-abo tauschen. *kicher*

  9. DerSchnitter_Maxx am

    Ist das Leben ncht schön … ?! Damit steht der Selbstbefriedigung absolut nichts mehr im Wege … und steht HOCH im geraden oder auch krummen Kurs – und immer schön in trockene Tücher – ich sage Aktien kaufen ! Das man das noch, als Erlebende(r), erleben darf … wie immens bekloppt, diese gestörte Welt zugrunde geht. Das Zeitalter der Sex-Prohibition ist angebrochen – Herrje …

  10. Jürg Rückert am

    Auf die sexuelle Revolution folgt die Reaktion. Die Schergen rasierten sich die Bärte ab oder tragen statt Bubikopf Gretelscheitel, so wie aus dem Schläger-Punk die Nazinase wurde.

    Müssen nicht zuvörderst alle Sprachen entsexualisiert werden?
    „Sie sehen aber reizend aus!“ Wo reizt es den denn, he? Zeige er auf seinen Körperteil!
    „Itch“ ist englisch der Juckreiz oder die Lust oder die Krätze! Unglaublich, diese Verwandtschaft!
    Die Franzosen sind nicht besser: „fiche femelle“ und „fiche male“, Steckdose und Stecker!
    Und was ist mit „Schraube“ und „Mutter“?

    Wer jetzt noch Pornos ansieht, dem stechen wir seine Schweinsaugen aus, den verbrennen wir auf kleiner Glut! Das Femengericht hat geurteilt.

  11. Heiko Stadler am

    Einen Vorteil hat es, dass die Metoo-Denunziererinnen ihr weibliches Geschlecht abgelegt haben: Die Bahnhofsklatscherinnen breiten sich nicht weiter aus und die Welt wird vor kleinen Merkelchen und Rothchen bewahrt.

  12. brokendriver am

    Ich habe die Gummibärchen in meiner Tüte noch nie unsittlich berührt.

    Mir schmecken sich einfach….

    Deshalb meine alt bekannte Forderung:

    Freiheit für die Gummibärchen…..

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