Ein Kleinlastwagen rast im Altstadtbereich Kiepenkerl in eine Sitzgruppe vor einem Restaurant. Wer steckt dahinter? COMPACT fasst die bislang bekannten Fakten für Sie zusammen…

    Update 6:16:15, 9.4.2018:

    Nachdem COMPACT bereits am Tattag Hinweise von Zeugen zu zwei weiteren Mitfahrern in dem Kleintransporter berichtet hat, kommt jetzt die Erklärung der Polizei: “Keine Hinweise auf Mittäter”. Die Zeugen werden gar nicht mehr genannt.

    Etwas irritiert ist man von der Information, dass es nun doch drei Tote gegeben habe. Gestern war noch von vier getöteten Personen die Rede. Über den Täter wird derzeit erklärt:

    “Der 48-jährige Designer Jens R. verfolgte nach den Erkenntnissen der Ermittler kein politisches Motiv und hatte auch keinen islamistischen Hintergrund. Er lebte offenbar in stabilen finanziellen Verhältnissen.” (tagesschau.de, 8.4.2018)

    Neueste Entdeckung: Der Täter soll einen Brief hinterlassen haben, der von Ermittlern als Ankündigung für einen Suizid gelesen wird. Tagesschau.de schreibt dazu:

    “Schon deutlich vor der Tat – am 29. März – hatte der Mann nach Informationen von WDR, NDR und “Süddeutscher Zeitung” eine Art Lebensbeichte und auch einen fünfseitigen Brief per Mail an Bekannte verschickt, in dem er aufarbeitete, was in seinem Leben schiefgelaufen sei und wer daran Schuld trage.”

    Der gleiche Rechercheverbund, der bereits vor der Polizei den Namen des Täters wusste und an die Öffentlichkeit gab, soll jetzt also diesen persönlichen Brief “gefunden” haben, der doch eigentlich als Beweismittel ebenfalls zuerst in die Hände der Polizei gehören sollte. Darf man sich fragen, wie die Journalisten das angestellt haben?

    Auf tagesschau.de heißt es weiter, dass gegen den mutmaßlichen Täter auch bereits Verfahren geführt wurden:

    “In Münster in den Jahren 2015 und 2016 drei, bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg ein Verfahren, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin von Münster, Elke Adomeit. Dabei sei es um eine Bedrohung, eine Sachbeschädigung, eine Unfallflucht sowie um einen Betrug gegangen. “Alle Verfahren sind eingestellt worden”, betonte Adomeit.”

     

    Update 11.15 Uhr

    Über Nacht hat sich die offizielle Story des Tathintergrunds in eine bestimmte Richtung verfestigt: Der offiziell Tatverdächtige Jens R. soll auch Kontakte zu Rechtsextremen gehabt haben…. Unter anderem habe er eine Zweitwohnung in Ostdeutschland. Sehr verdächtig… Die Spur zu zwei Mitfahrern, die Zeugen aus dem Todes-Van springen gesehen haben, ist übrigens noch nicht dementiert worden.

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    Update 19:12 Uhr, 7.4.2018:

    Laut neuesten Informationen soll es jetzt bereits 4 Tote geben. Der Täter soll laut Medienberichten – festhalten! – ein “psychisch auffälliger Deutscher” gewesen sein. (Stern Online) Das hätte man aber gerne von den Ermittlern gehört, nicht von den Medien…

    Auf der Webseite des WDR heißt es dazu:

    “Über die Hintergründe der Tat oder die Identität des Täters hat die Polizei noch nichts bekannt gegeben. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ist der Täter Jahrgang 1969 und Deutscher ohne Migrationshintergrund. Er soll in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sein, Hinweise auf Islamismus gebe es keine.”

    Außerdem wird über mehrere Komplizen oder mögliche Mittäter spekuliert. Der WDR berichtet:

    “Zudem prüft die Polizei nach eigenen Angaben derzeit Zeugenaussagen, nach denen zwei weitere Menschen nach dem Vorfall aus dem Transporter ausgestiegen sein sollen”

    Laut Süddeutscher Zeitung soll die Tat “keinen terroristischen Hintergrund” haben. Geht also jetzt schon das große Relativieren und Abfälschen los? Oder haben wir es hier mit etwas ganz anderem zu tun? Vielleicht mit einem wildgewordenen Reichsbürger?

    Auf der Webseite des Stern heißt es außerdem:

    “In dem Kleinlastwagen, der in Münster in eine Menschenmenge gesteuert wurde, hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden”

     

    Ursprünglicher Artikel: 18:00 Uhr, 7.4.2018

    Drei Tote, sechs lebensgefährlich verletzt, etwa 50 weitere Verletzte: Das ist die erste Bilanz, nachdem ein Kleintransporter in eine Sitzgruppe vor einem Restaurant gerast ist. Zur Stunde (18.00 Uhr) ist die gesamte Altstadt noch abgesperrt, Polizeikräfte sind aus ganz NRW zusammengezogen, die Beamten haben sich erst vor wenigen Minuten Schutzwesten angezogen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, den Gefahrenbereich zu meiden – es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Täter gibt oder dass Bomben versteckt sind, auch im noch nicht abgeschleppten Todesfahrzeug.

    Die ARD-Tagesschau sprach in einer ersten Meldung verharmlosend von einem “Zwischenfall mit einem Auto”. DIeselbe Formulierung übernahm auch Die Welt. Dabei ist klar, dass es ein Anschlag war, denn der Fahrer hat sich nach seiner Terrorfahrt erschossen.

    Dass es ein islamistischer Anschlag war, ist zur Stunde nicht nachweisbar. Aber die Indizien sind stark: Das Anschlagsmuster gleicht dem von Nizza im Sommer 2015 (siehe Aufmacherfoto) und von London Anfang 2017. Und: Am heutigen Tag jährt sich der islamistische LKW-Anschlag von Stockholm 2017. Geprüft werden müsste auch eine mögliche Verbindung zu einer Kurden-Demo, die heute in Münster stattfand. Allerdings richtete sich kurdische Terror in der Vergangenheit gezielt gegen türkische Einrichtungen – zum Beispiel in den letzten Wochen gegen türkische Moscheen.

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    Egal, wer der Täter war: Die sogenannte Schutzstrategie der Stadt Münster hat nicht funktioniert. N-TV meldete am 19.8.2017: “Schutz vor Amokfahrten – Münster setzt künftig auf Anti-Terror-Poller (…). Immer wieder nutzen Attentäter Lastwagen und Autos, um ihre tödlichen Pläne in die Tat umzusetzen. Einige Städte rüsten daher auf und schützen stark besuchte Plätze und Straßen mit entsprechenden Barrieren vor Amokfahrten. Doch nicht alle Maßnahmen helfen gleich gut. In Münster vertraut man künftig auf den Einsatz von versenkbaren Pollern.”

    Die viel wichtigere Maßnahme, die sehr aktive Salafistenszene in Münster zu verbieten, wurde dagegen nicht ergriffen. 2017 schrieb die Presse: “Der Verfassungsschutz ist alarmiert: Salafisten, Anhänger eines besonders radikalen Islam, haben den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten nach Münster verlagert. Der Verein ‘Muslime aktiv’ betreibt in der Innenstadt regelmäßig einen Informationsstand und verteilt kostenlose Korane.” Warum wurden diese Typen nicht verhaftet und ausgewiesen?

    Die Unistadt ist eine der Hochburgen von Multikulti. Zu Jahresanfang 2015 demonstrierten über 10.000 gegen Pegida – obwohl es in der Stadt gar keine Pegida gab und gibt. Und bei den Bundestagswahlen im letzten September blieb die AfD in der Stadt unter fünf Prozent – vermutlich eines der schlechtesten Wahlergebnisse im ganzen Bundesgebiet. Die Frage stellt sich: Wann werden die Bunt-Besoffenen aus ihren kuschelweichen Träumen aufwachen? Was muss noch passieren?

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