Das ist aber traurig: Der Amadeu Antonio-Stiftung werden die (Steuer-) Gelder gekürzt. Aufschrei der Mainstreampresse.

    Das Bundesfamilienministerium hat die Mittel des Programms „Demokratie leben“ für das Jahr 2020 ein wenig eingekürzt. Nämlich um schlappe acht Millionen Euro auf 107,5 Millionen. Von den 400 bislang begünstigten Modellprojekten erhalten nur 100 weitere Förderung. Das reicht, um einige ins „Aus“ zu treiben. Unter den Nutznießern dieses Programm befindet sich aber auch die Amadeu Antonio-Stiftung.

    Der Verein für Prangerung und Denunziation hat durch die Kürzung ein Probleme. Deren Sprecher, Robert Lüdecke, sagte gegenüber dem Deutschlandfunk: „Für uns als Amadeu-Antonio-Stiftung heißt die Ablehnung von zwei unserer Modellprojekt-Anträge ganz konkret, dass wir ein Büro in Hannover schließen werden, und dort Arbeit von inzwischen acht Jahren einstellen müssen, anstatt aufzubauen auf die Expertise, die wir erworben haben, und unser Thema voran zu treiben“. Jetzt werde man im Regen stehen gelassen. Tja, welch unglaublich wichtige Broschüren über das Erkennen von Nazi-Kindern anhand von Zöpfchenfrisuren können jetzt nicht mehr gedruckt werden?

    Auch ähnliche Vereine ärgern sich über die Subventionskürzung, darunter die Initiative „Gesicht zeigen“ des früheren Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye oder die „Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik“. Die Mainstreampresse heult auf. So behauptet der behauptet der Deutschlandfunk ernsthaft: „Geld-Kürzung der Bundesregierung schwächt Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus“. Echt? Welche positive Wirkung der Vereine lässt sich in dieser Richtung denn nachweisen? Der Freitag deutet die Kürzung gar als Signal: „Die Signale aus dem Familienministerium werden bei den Rechten, nicht nur in der AfD, sondern auch im mittlerweile tiefblauen ländlichen Raum von Ostdeutschland, verstanden werden: als sehr deutliches Zeichen gegen ,gegen Rechts‘.“


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