Amadeu Antonio Stiftung: Tagung über „rechte“ SED-Kritiker

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Die Amadeu Antonio-Stiftung, deren Hauptfunktion im Braunfärben jeder Form von Nonkonformismus besteht, hat sich eine neue Opfergruppe erschlossen: die Aufarbeiter von SED-Verbrechen.

Damit Kritik an der Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung künftig mit gesellschaftlicher Ächtung einhergehen kann, versucht die jetzt eine Verharmlosung der SED-Diktatur zu erzwingen. Scheiß auf Mauertote und Bautzen-Häftlinge. Am 14. Februar findet in den Räumlichkeiten der Stiftung eine „Fachtagung“ über den „rechten Rand der DDR-Aufarbeitung“ statt.

Das Hinterhältige an der Sache: Die Einladungsschreiben waren mit dem Logo der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin versehen. Laut Anfragen bei der Landeszentrale (durch die Achse des Guten), soll die Förderknete für das Projekt zwischen 1000 bis 5000 Euro liegen. Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld berichtet, dass erst auf Anfragen von Interessierten „ein kleiner, versteckter Hinweis auf der Homepage der AAS“ aufgetaucht sei bei gleichzeitiger Mitteilung, dass die 30 Plätze im Tagungsraum leider ausgebucht seien.

Ganz im klassischen Inquisitions- und Diktaturstil sind jene, über die referiert, diskutiert und geurteilt wird, nicht anwesend. Da ist beispielsweise das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., dessen Vorsitzende Sylvia Wähling sich bei der Landeszentrale beklagt: „Was ist das für eine Fachtagung, bei der Ausgewogenheit offensichtlich nicht gewollt ist? Indem man die Teilnehmerzahl sogar begrenzt, kann man kritische Besucher ausschließen. Widerspricht dies nicht dem Beutelsbacher Konsens, dem sich die Landeszentrale verpflichtet fühlen sollte? Ich habe 16 Jahre lang bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung als Referentin gearbeitet. Kritik ist willkommen und erforderlich in der Demokratie. Aber eine solche aus Steuermitteln finanzierte einseitige und tendenziöse Tagung hätte unser damaliger Leiter in Dresden niemals zugelassen. Die Opfer der SED-Diktatur und die Organisationen, die an das begangene Unrecht erinnern, haben eine solche Behandlung nicht verdient.“

Ähnlich ergeht es den Zeitzeugen-Referenten der Gedenkstätte Hohenschönhausen: Die sollen auf der „Fachtagung“ ebenfalls Thema sein: Bereits im Einladungsschreiben unterstellt man ihnen teilweise eine rechte Haltung. Das aber wollen die nicht auf sich sitzen lassen: „Das ist eine ungeheure Beschuldigung, die entschieden von den Referenten der HSH zurückgewiesen wird und der Klärung bedarf!“ Und zur Einladungspolitik: „Lediglich ein Vertreter der Leitung, der keine Gruppen durch die Gedenkstätte führt und erst seit kurzer Zeit dort arbeitet, kann an dieser Fachtagung teilnehmen.“ Solche Beschwerden dürften allerdings kaum nutzen.

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17 Kommentare

  1. Damit wird sich die AA-Stiftung aber keine Feunde im herrschenden Etablishment machen. Dem kann man zwar viel vorwerfen, aber nicht wirklich, dass es große Sympathie für die DDR-Ideologie pflegt. (Dafür aber umso mehr für deren Methoden.)

  2. Die "Neue Gesellschaft" hat nach dem Ende der DDR eine Reihe besonderer Akteure an das helle Licht der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit gespült:
    – einen plötzlichen "Widerständler", der zunächst Stasijäger und dann Präsident wurde und endlich wieder militärisches "Verantwortung" von Neudeutschland forderte und der der Meinung war, daß nicht die Eliten das Problem seien, sondern das blöde Wahlvolk,
    – eine Bundeskanzlerin, auch "Akteurin der ersten Stunde", die wie Ludwig XIV. ohne das Parlament zu fragen kraft ihrer Wassersuppe Entscheidungen zu existenziellen Fragen unseres Landes aus dem Bauch heraus fällt und wieder völkerrechtswidrige Kriege führt (Syrien),
    – diverse Organisationen wie die AAS und ihr Personal. Nicht zu vergessen die Heerscharen von Stasiforschern, die seit fast 30 Jahren mit vollem Einsatz Papierschnipsel sortieren, um zu erforschen, wie Geheimdienste funktionierten – damals, nicht etwa was diejenigen anstellen, die uns heute ausspähen, das interessiert natürlich niemanden – aber früher!!! Alles für Steuergeld!

  3. Schulze Schulze am

    " Kritik ist willkommen und erforderlich in der Demokratie." Und welche Schlussfolgerung hat sie daraus gezogen!?

  4. Ich denke die SED hat seinerzeit auch nur politisch Einwandfreie auf ihre Tagungen und Kongresse eingeladen!
    Gerade solche 200% "real existierende Sozialisten" wie Frau Kahane praktizieren das, was sie von Jugend an ab FDJ gelernt haben. Die Widervereinigung ist vollzogen: Willkommen in der DDR 2,0!
    Leider hat man vor allem die Dinge des Arbeiter- und Bauernstaates erhalten, die eher nicht gefallen haben!

  5. Es sollte endlich darüber nachgedacht und umgesetzt werden, diese Stasistiftung Aas zu verbieten, als kriminelle Vereinigung zu zerschlagen und vollständig zu enteignen.
    Die Stasiratte und ihre Entourage ist darüber hinaus auch von der Justiz aus dem Verkehr zu ziehen.

    • Thomas Walde am

      Nachdem sich deren "Beschäftigte" nachweislich auch mit Brandstiftungen im öffentlichen Raum betätigen, ist auch von terroristischer Vereinigung zu sprechen.

    • Ich kenne Leute, nicht persönlich, aber weiß was die früher getan haben weil man einst vor denen sehr vorsichtig sein mußte. Die sind alle nach dem politischen Umsturz wieder auf die Füße gefallen und lachen sich heute tot über unsereins und über die, die ein Leben lang gearbeitet haben und jetzt Flaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen !

      Etwas muß man jedoch den damaligen Bonzen lassen, die haben, im Gegensatz zum "Pöbel" zusammen gehalten und sich in die entsprechenden Positionen bugsiert. Man nehme zum Beispiel einen Wolfgang Nordwig, einst Stabhochspringer Aushängeschild der DDR
      (Thüringer …), ein ganz schlimmer Bursche … mal googeln nach dem … und da gibt es zig tausend Andere !

  6. Gerd Walther am

    Hatte die SED eine Volksausrottungspolitik betrieben? Nein. Weder Erich Honecker noch Erich Mielke. Also schreiben Sie hier keine Scheiße gegen die Politik in der Deutschen Demokratischen Republik!

    • Schulze Schulze am

      Hierbei muss man Ihnen zwar recht geben, 100%tig aber ich kann keine Scheiße lesen!

    • Bißchen überspitzt von Ihnen geschrieben aber nicht ganz unwahr ! In der DDR durften wir noch Deutsche sein und auch die Russen hatten kein Interesse das Deutschtum abzuschaffen im Gegensatz zu unseren "neuen Freunden" die uns einst zwar in die Steinzeit zurück gebombt hatten, denen wir nun aber in den Arsch kriechen !

      Was mich allerdings stört ist der eindeutige Hinweis auf … "die Politik in der Deutschen Demokratischen Republik" so menschenfreundlich war die nun auch wieder nicht !

  7. Diese Amadeus Hass Verbreitungsinitiative ,an der Spitze vertreten durch eine IM Meldehexe will ueber andere richten ???????? Wie waere es mal mit ordentlicher Arbeit versuchen , statt Menschen zu denunzieren und verfolgen lassen …..

    Dieser Schmarotzer Verein mitsamst seiner Foerderer gehoert in einen Steinbruch ……….. nicht unter dem LOGO Arbeit macht frei …., nein Arbeit heilt kranke Hirne !!!!!

  8. DerSchnitter_Maxx am

    Gelernt ist halt gelernt … Schuld müssen immer -nur- die Anderen haben, dann klappt das auch mit dem weiter- negieren -forcieren und -unterdrücken ! 😉

    • Richtig, darum rufen die da Oben immer "Haltet den Dieb!" alles Hate Speech. nur wir nicht!

  9. Unterliegen Stiftungen und gemeinnützige Vereine nicht besonderen steuerlichen und anderen Rechtsnormen?

  10. Jeder hasst die Antifa am

    Die Amadeo Antifa Stiftung wird doch nicht ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten.

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