Amadeu Antonio-Stiftung hat jetzt eigenen Online-Pranger für „Rechte“

75

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Amadeu Antonio-Stiftung einen eigenen Online-Pranger errichten würde (1). Und zwar nicht für Extremisten aller Richtungen (was auch schlimm wäre), sondern ausschließlich „gegen Rechts“.

_von Stefan Hofer

Damit ist die jüngste Behauptung der Stiftung, sie verfolge auch linke oder islamistische Hasskultur, endgültig widerlegt. Es geht ausschließlich um Gesinnungsterror. Da die Denunziations-Plattform „Netz gegen Nazis“ und die anonyme Hass- und Hetzseite „indymedia“ noch nicht genügen, kommt jetzt also ein „Wiki NEUE RECHTE“. Wozu auch die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz, wozu die Spitzelbroschüre (in der bereits Zweifel an der Konformistenpresse als Hassverbrechen gelten), ohne den Genuss, die Denunzierten in den sozialen Tod zu schicken?

Wer das Establishment kritisiert, der darf dem „gesunden Volksempfinden“ der Konformisten vorgeführt werden. Für solch ein Schmutz-Projekt braucht man freilich keine „Fachleute“. Die Stasi 2.0 verrät: „Das Wiki NEUE RECHTE ist ein öffentlich zugängliches Wiki, das von einer Gruppe junger Menschen zwischen 16 und 25 erarbeitet wird, die sich im Rahmen der Amadeu Antonio Stiftung zivilgesellschaftlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in den Sozialen Medien engagieren.“ Junge Menschen zwischen 16 bis 25 sollen beurteilen, wer ein rechter Hasstäter ist und wer nicht. Sollen beurteilen, wie seriös ein Quellennachweis ist. Sollen beurteilen, welche verschiedenen Gruppierungen und Schattierungen es im politischen Sektor gibt und sie entsprechend einordnen? Eine Aufgabe, an der selbst gestandene Politologen inzwischen scheitern… Nein, die Stasi 2.0 missbraucht den undifferenzierten Zorn der Jugend, um Schrecken zu verbreiten. Die Jugend als ideologisch aufgehetzte Terrortruppe durchs Land zu schicken ist ein Diktatorentrick, der sich bereits bei Hitler und Mao fand.

Vor allem dürften nicht nur die unmittelbaren Akteure ins Netz der „engagierten“ Jugendlichen gehen. Mit der Guilty-by-association-Methode (Schuldig, weil du ihn kennst) lässt sich Distanzierungs-Unkultur bis ins Extrem treiben. Zu den erwünschten Beiträgen zählen nämlich auch Berichte über die „Erfüllung einer Netzwerk-/Brückenfunktion zwischen Personen, Organisationen und Gruppen“. Die Website fordert den Leser auf, informeller Mitarbeiter zu werden, Denunziationsmaterial einzureichen. Das wird ausgewertet und veröffentlicht von „jungen Menschen“ im klassischen Antifa-Alter.

Wir kriegen die Demokratie kaputt. Restlos. Wir schaffen das!

(1) http://neue-rechte.net/

Über den Autor

Avatar

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel