Altparteien nach der Wahl: „Nix kapiert“

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Nach dem für die etablierten Parteien desaströsen Ausgang der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg üben diese sich in abgedroschener Abgrenzungsrhetorik und mimen den großen Ossi-Versteher. In Wahrheit haben sie nichts kapiert.

_von Phil Mehrens

Es war ein Wahlabend, an dem ziemlich genau alles so lief, wie man es vorhersehen konnte, den Erdrutschsieg für die AfD ebenso wie die teilweise erbärmlichen, fast immer aber ignoranten Reaktionen der Verlierer und ihrer medialen Sympathisanten. Gebetsmühlenartig wurde die alte Leier von den Abgehängten und Unzufriedenen im Osten bemüht. Die Politiker von CDU, Grünen, SPD und Linken wollen uns tatsächlich glauben machen, dreißig Jahre nach dem Mauerfall würden Wendeverlierer nun Rache üben an den vermeintlich Schuldigen von damals und das Instrument ihrer Rache sei die AfD.

Das wirft die Frage auf: Was haben diese Wähler eigentlich die letzten dreißig Jahre gemacht? Und wieso brauchten sie für ihren Rache-Coup so lange? Tatsächlich ist die Mär vom Protestwähler plumpe Wahlverlierer-Rhetorik. Die Wahrheit ist viel einfacher: Die Menschen in Sachsen und Brandenburg ändern lieber die Politik als ihre Meinung. Und dafür eignet sich in der Tat keine Partei besser als die Alternative für Deutschland. Fadenscheinig ist daher das Gerede von den „demokratischen“ Parteien, die nun gegen die „undemokratische“ AfD zusammenhalten müssten. Fragt man nach, auf welchen Passus im Wahlprogramm sich dieser Vorwurf bezieht, herrscht akute Ladehemmung bei den AfD-Hassern.

Weil das nur Wahlkampfgestammel ist, konnte sich auch keine der „demokratischen“ Parteien über die hohe Wahlbeteiligung so richtig freuen. Die ist ein Gewinn für die Demokratie, aber natürlich kein Gewinn für die „demokratischen“ Parteien, denn sie haben davon nicht profitiert. Dabei ist jedem klar: Je mehr Wahlbürger zur Urne gehen, desto besser funktioniert die repräsentative Demokratie. Die „wahren“ Demokraten aber freuen sich über gelebte Demokratie nur, wenn sie so funktioniert, wie sie sich das vorstellen. Diese Heuchelei ist einer der Gründe für den Erfolg der AfD.

Die medialen Steigbügelhalter der etablierten Parteien spielten an diesem Wahlabend mit den gewünschten Reflexen die ihnen zugewiesene Rolle. ARD-Reporterin Wiebke Binder konnte es sich nicht verkneifen, ihre Interviews mit Vertretern der Siegerpartei mit dem Vermerk: „Das sehe ich anders“ ausklingen zu lassen. Bei solchen Interviews zur Wahl sind kritische Rückfragen üblich, inhaltslose Verweise des Interviewenden auf die eigene Meinung wirken dagegen befremdlich, vor allem wenn sie nur bei Gesprächen mit einer bestimmten Partei auftreten.

Und dann Anne Will. Die ARD-Amazone zelebrierte am späteren Abend in der nach ihr benannten Gesprächssendung ihre notorische Ignoranz und Arroganz gegenüber Vertretern der Paria-Partei in gewohnter Manier. Sie brachte es nicht nur fertig, den großen und einzigen wirklichen Gewinner dieser Doppelwahl, Alexander Gauland, erst ganz am Ende der Vorstellungsrunde zu Wort kommen zu lassen, was jeder unvoreingenommene Zuschauer mit Argwohn zur Kenntnis genommen haben wird; sie unterließ es auch, die dürftige „Wir haben den AfD-Sieg verhindert“-Hermeneutik der empfindlich abgestraften Regierungsparteien gründlich zu hinterfragen. Wenn eine Partei, die es vor ein paar Jahren noch nicht einmal gab, allen Beschimpfungen und Hasskampagnen zum Trotz nicht nur kräftig zulegt, sondern damit zugleich den bisher geltenden SPD-CDU-Dualismus atomisiert, dann muss eine (neutrale) Moderatorin damit offensiver umgehen.

Schon die Zusammensetzung der Gesprächsrunde zeugt von einseitiger Parteinahme: Da wird ein Zeit-Journalist, der zur Zeit der Wende noch in den Windeln lag, als Ossi-Versteher präsentiert, Melanie Amann vom Spiegel wird so oft bei Anne Will eingeladen, dass man sich schon fragen muss, ob die beiden was miteinander haben, und beide zusammen sorgten für das gewünschte linksliberale Übergewicht in der Runde. Besäße Will auch nur einen Hauch von Respekt vor der Wahlentscheidung der Sachsen und Brandenburger, hätte sie statt Spiegel und Zeit das COMPACT-Magazin oder die Junge Freiheit eingeladen, einen Dieter Stein oder Jürgen Elsässer, Gäste, die viel Substanzielleres zur Lage und vor allem zum Denken der Menschen im Osten unserer Republik beizutragen gehabt hätten, weil sie ihnen mit den von ihnen herausgebrachten Printmedien den Puls fühlen und dank der großen Leserresonanz viel besser wissen, wie ein AfD-affiner „Ossi“ tickt als die dauerpräsente Melanie Amann oder ein dreißigjähriger Presse-Novize.

Die Wahlsiege in Sachsen und Brandenburg bedeuten Rückenwind für die Wahl in Thüringen am 27. Oktober: Die gebeutelte Linke wird kaum den ersten Platz verteidigen können, die starke AfD unter Höcke kann jetzt die Spitze erobern. Kann Höcke Ministerpräsident werden? Was will der Mann eigentlich? Lesen Sie die wichtigsten Beiträge von Höcke aus den letzten fünf Jahren in der COMPACT-Edition „Höcke: Interviews, Reden, Tabubrüche“ – unverfälscht und unkommentiert!

Manuela Schwesig und Robert Habeck sorgten schließlich für unfreiwillige Komik. Zu Beginn der Gesprächsrunde fuhr Schwesig den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland an: „Sie sind nicht bürgerlich.“ Später in der Sendung beschwerte sich Habeck über Politiker, die anderen absprechen, bürgerlich zu sein. Hoffentlich hat Manuela Schwesig da genau hingehört. Mit ihrer platten Ausgrenzungs-Rhetorik und den darin sich manifestierenden intellektuellen Defiziten dürfte sie einer der Gründe für den Niedergang der SPD sein.Für den Erfolg der AfD im Osten gibt es vor allem drei Gründe, die auch am Abend des 1. September wieder fahrlässig übersehen wurden, da sie den Argumentationsmustern der Habecks, Schwesigs und Wills dieser Republik im Wege stehen:

1. Die ostdeutschen Bürger sehen die Massenmigration wesentlich kritischer als die Menschen im Westen. Sie sehen ihre Sicherheit, ihre Identität und ihr kulturelles Selbstverständnis gefährdet. Nur drei Prozent der Brandenburger AfD-Wähler gaben an, dass soziale Sicherheit für ihre Wahlentscheidung die zentrale Rolle gespielt habe. Das Gefühl des sozialen Abgehängtseins, das den Ostdeutschen gern als Motiv untergeschoben wird, ist also keine taugliche Erklärung für ostdeutsches Wahlverhalten, jedenfalls nicht mit Blick auf die AfD. 80 % gaben dagegen als Erklärung die Befürchtung an, dass das Leben in ihrer Heimat sich stark verändern werde.

25 % der sächsischen Wähler schrieben der AfD unter allen Parteien die höchste Kompetenz im Umgang mit der Asyl- und Flüchtlingsproblematik zu. Die AfD hat damit bei diesem Thema den höchsten Wert unter allen Parteien in Sachsen und hängt sogar die CDU des äußerst populären (und dabei sehr konservativen) Ministerpräsidenten Kretschmer ab. Sie punktet außerdem bei den Themen Kriminalitätsbekämpfung, die viele Bürger in Korrelation mit der Zuwanderung sehen. Die Entschiedenheit, mit der sämtliche etablierte Parteien um diesen unbequemen Befund herumargumentierten, ist Wasser auf die Mühlen der AfD. CDU und SPD täten also gut daran, endlich ihre Scheuklappen abzulegen, sich (wie die dänische Sozialdemokratie) von der linken Mulikulit-Doktrin zu verabschieden und der illegalen Massenmigration nach Europa mit der Folge einer massiven Belastung der Sozialsysteme und einer gewaltigen ethnisch-kulturellen Umwälzung endlich einen Riegel vorzuschieben.

2. Die ostdeutschen Bürger sind unempfindlich gegen staatliche und mediale Propaganda. Während die meisten Westler die Inhalte von Tagesschau, heute und anderen Nachrichtenformaten für in Stein gemeißelte Wahrheiten halten, wissen die Menschen im Osten aus den Zeiten der bewussten Desinformation und Gehirnwäsche durch das SED-Staatsfernsehen, dass man Medien, die eine eigene politische Agenda verfolgen und daher nicht neutral sein können, misstrauen muss. Das erklärt den hohen Grad an Immunisierung gegen die in den Westleitmedien grassierende Anti-AfD-Attitüde. Was früher der Klassenfeind war, was als Kapitalismus oder Imperialismus stigmatisiert wurde, heißt heute AfD. Deswegen wendet man sich alternativen Medien zu, liest das COMPACT-Magazin für Souveränität oder die Junge Freiheit.

Diese Presseerzeugnisse sind gewissermaßen das, was früher zu „DDR“-Zeiten das Westfernsehen war. Sie liefern Fakten und Argumente, die anderswo verschwiegen oder unterdrückt werden. Die bundesdeutsche Medien- und Parteihörigkeit war ein Grund, warum in Westdeutschland die Grünen trotz großer Skepsis der Wähler gegenüber Atomkraft und NATO-Nachrüstung viel länger brauchten als heute ihr aktuelles Pendant, die AfD, bis sie den durch das polit-mediale Establishment gezogenen Schutzwall durchbrochen und den Abwehrriegel geknackt hatten, der vor einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz und daraus folgender Regierungsverantwortung stand. Bis 1990 hatte es im Gebiet der Bundesrepublik nur in Hessen eine rot-grüne Regierung auf Landesebene gegeben.

3. Die ostdeutschen Bürger sind maximal genervt von Denkverboten, roten Linien, angeblich Unsagbarem und der Ausgrenzung einer unerwünschten politischen Meinung. Daher erhielt die Aussage: „Die AfD drückt aus, was viele denken“ in Umfragen hohe Zustimmungswerte. Viele betrachten die AfD sogar als demokratischer als die etablierten Parteien, denn Denk- und Meinungsverbote passen nicht zur Demokratie. Die kommissarische SPD-Parteivorsitzende Manuela Schwesig versuchte es am Wahlabend bei Anne Will wieder und spielte erneut die alte Leier von den „demokratischen“ Parteien, zu denen die AfD ja nicht gehöre. Allein der Umstand, dass eine SPD-Spitzenpolitikern völlig unfähig zu der Erkenntnis zu sein scheint, wie abgedroschen und durchgenudelt diese Worthülse ist, liefert im Grunde schon eine hinlängliche Erklärung für den Niedergang der einstigen Volkspartei.

Schwesig selbst dürfte dafür übernächstes Jahr die Quittung bekommen. Wenn es jetzt im Osten keine linken Mehrheiten mehr gibt, dann kann es für die CDU nicht der richtige Weg sein, selbst links zu werden. Die fortdauernde Ignoranz und die daraus resultierende Bereitschaft der mit der AfD um die Wählergunst konkurrierenden Parteien lieber politisch zu sterben, als den Wählerwillen zu achten, wird die AfD weiter nach oben treiben. Sie kann von der „Nix-kapiert“-Haltung der Altparteien nur profitieren. Nichts macht den Wähler wütender als eine ignorante und arrogante Polit-Elite. Und nichts macht mehr Vergnügen, als diese zu stürzen.

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42 Kommentare

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    DerSchnitter_Maxx am

    Wenn jemand schweineblöd ist … wie soll er dann etwas kapieren -können- ?! 😉

  2. Avatar
    Jeder hasst die Antifa am

    Man fragt sich nur wie Kretschmar in Sachsen sein versprochenes Wahlprogramm mit SPD und Grünen durchbringen will, da wird er sich bis zum Umfallen verbiegen müssen und seine Wähler doch bescheißen.

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      @ J.H.D.A

      Wenn es darum geht an der Macht zu bleiben,
      verbiegen die sich alle, bis zur Unkenntlichkeit.
      Und wenn‘ s schief geht, lockt die Abfindung
      und eine tolle Pension.

  3. Avatar

    Das wahre, grüne politische Gesicht.

    Youwatch vom 2. September 2019 48 -AUSZUG-

    ED-Hymne entlarvt die Grünen als Kommunisten „Die Partei, die Partei hat immer recht“

    Am gestrigen Wahlabend haben es die Grünen so richtig krachen lassen. Mit dabei: Partygirl Katrin Göring-Eckardt, die beim Ablassen ihrer Standardstatements im Hintergrund musikalisch von der SED-Hymne begleitet wurde. Zu dumpfen Grünen-Parolen die schmissigen Zeilen von „Die Partei, die Partei, hat immer recht! Besser – und vor allen ehrlicher – geht´s nicht.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Das Grüne und Linke eine Linksfaschistische Vereinigung sind ist einigen Naivlingen leider noch nicht klar geworden.

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    Der Brockengeist am

    Es ist schon erstaunlich das die SED/Die Linke ganz selbstverständlich zu den demokratischen Parteien gezählt wird. Alles vergeben und vergessen. Die Mauertoten, die Politischen Gefangenen, die Stasi. Der gesamte Unterdrückungsapparat des SED Regimes. Und viele der Stasi Verbrecher sind immer noch unter uns. Es ist auch ein Ergebnis der friedlichen Revolution. Gemeinhin sind Revolutionen nie friedlich.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Der noch größere Witz ist ja die Grünen zum demokratischen Spektrum zu zählen.

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    Deutsche Beobachtungsstelle am

    @Herr Mehrens:
    Chapeau!
    Genau SO ist die Lage und genau SO tickt der Osten!
    Ein treffender, die aktuellen Zustände in dieser BRD analysierender Artikel!

    Patriotische Grüße aus Preußen!

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    Ne, dass hat mit nix kapieren nix zu tun.

    Das ist die Arroganz, die Überheblichkeit der volksfernen politischen Elite, die zwar als Volksvertreter gewählt wurden, sich längstens vom Volk entfernt haben und nur eigene, parteipolitische oder lobbyistische Interessen verfolgen.

    Das Volk, der Wähler wird erst wieder vor dem nächsten Wahltag entdeckt, weil man ihn aus vorgenannten Gründen wieder braucht.

    Die restliche Zeit interessiert das Volk doch gar nicht.

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    Guter Artikel. Danke.

    Vollkommen richtig, denn sie haben „Nix kapiert“. Das gilt vor allem für die Linkspartei. Sie galten einst als die Kümmerpartei im Osten, die sich um die Belange der Menschen bemühten. Aber aus Kümmerer sind Bestimmer geworden, die den Menschen sagen wollen, was sie zu tun und zu denken haben. Die Linke ist nie aus dem Sumpf der SED herausgekommen. Sie hat sich gar wieder zu ihr zurückentwickelt. Und da wundern die sich, daß sie kaum noch Wähler haben? Und dann das ätzende Gepläre gegen die AfD, das seien doch alle Nazis. Auch das ist ein Grund, warum solch eine Partei unwählbar wird. Ein großer Teil der Menschen fällt auf solche Lügen nicht mehr herein. Leider noch zu wenige, deshalb plären sie ihre Slogans auch immer weiter. Und ab jetzt noch lauter, denn in Thüringen wird bald gewählt.

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    Evtl. auch mal den verblödeten refugees welcome Wähler analysieren und nicht immer nur die geistig Gesunden aus dem Neandertal bestaunen.

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    HERBERT WEISS am

    Einen unerwünschten Nebeneffekt der Angstmache gegen Rechts beklagte die Grünen-Chefin Annalena Baerbock (s. auch JF-online). Viele Wähler hatten SPD bzw CDU gewählt, weil sie einen Aufstieg der AfD zur stärksten politischen Kraft in den beiden Landesparlamenten verhindern wollten. Das ging natürlich zu Lasten von Grünen, Linken uns sonstigen. Dumm gelaufen…

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      @ HERBERT WEISS

      Könnte aber auch am Klima allgemein
      und am CO2 Gehalt der LUFT, im
      besonderen liegen.
      Vor allem die Alten, also die SPD und
      CDU Protestwaehler, furzen viel zu viel,
      anstatt die Grünen zu wählen.

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    Also es gibt ja auch andere Gründe, welche der AfD Stimmen bescheren. Man denke nur daran, dass uns die anderen Parteien eine CO²-Steuer "schenken" wollen. Oder man redet von Enteignungen und Flugverboten

    Also man wundert sich, bei einer Forderung nach höheren Belastungen sowie Verboten für die Bürger, ernsthaft darüber, dass man Wählerstimmen verliert? Echt jetzt?

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    Und falls die es jemal kapieren sollten, haben die auf jeden Fall eines gewonnen : Das Gefühl, der Verlierer zu sein. Kann manchmal heilsam sein bei Arroganz und Blödheit

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    Jeder hasst die Antifa am

    Die AfD hat im Osten im Wahlkampf auf Sachthemen gesetzt die der Bevölkerung auf den Nägeln brennt, während die Etablierten Wahlverlierer nur einen billigen Anti AfD Wahlkampf gemacht haben und das wollen die Ostdeutschen nicht für solch billigen Linken Popanz sind sie nicht zu haben.

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    Heinrich Wilhelm am

    Ich hab’s!
    Wenn die Wahl nicht wunschgemäß verläuft, dann ist der Wähler schuld, gell?

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    "2. Die ostdeutschen Bürger sind unempfindlich gegen staatliche und mediale Propaganda." Kann ich so nicht stehen lassen. Was hier bei Compact seltsamer Weise völlig durch die Ritzen fällt ist die willkürlich Änderung des Wählermindestalters. Wer sich nämlich noch über "Verdoppelung der Zustimmungswerte" freut, das sind die Grünen. Deren gutes Abschneiden ist ausschliesslich auf obigen Umstand zurückzuführen. Ohne die neue Wählergruppe, die zum Grünwählen erstmals an die Urnen gelassen wurden, sähe die Situation wesentlich dramatischer für die etablierten Parteien aus. Die neue Generation ist jedoch überhaupt nicht unempfindlich für mediale Propaganda, ansonsten hätte man nicht das Gesetz geändert. Da gibt es nämlich nicht das Ost-Gen, welches den Bürger vor Indoktrination feit. Das fängt in der KITA an, und geht über die Grundschulen in die höheren Stufen. Mit 16 sind die sowas von geimpft, dass von denen für die nächsten 30 Jahre keine Gefahr mehr ausgeht. Da gibt es nichts mystisches im Osten, was da anders wäre, und es wäre fatal, solche einen Mythos in die Welt zu setzen.

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      Ab und zu lese ich auch mal unsere Lokalpresse.
      Ein CDU-Kandidat für den Landtag in BRB vor der 11. und 12. Klasse (also über 16): "Ich werde mich für die Legalisierung von Kanabis einsetzen, so daß sie Jeder in der Apotheke kaufen kann".
      Alles andere nur bla bla bla usw.

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    Wenn man mit bequemer Koalitionsmehrheit die Regierung bilden kann ist das ein "desaströser" Wahlausgang???

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      OH Gott, ob das bequem wird mit den Grünen mag ich bezweifeln, da tun sich Todfeinde zusammen und ignorieren auf arrogante überhebliche Art den Wählerwillen, nicht nur der Wahlausgang ist desaströs, die neue Koalition wird desaströs und es werden 5 desaströse Jahre im Osten, die Wähler vergessen nicht!

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        Mh,desaströs fürs Volk,natürlich,aber nicht für die Täter-Parteien,und darum gings.

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      Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

      Nein, leider nicht! (habe aber verstanden, daß das rhetorisch gemeint war)

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      HERBERT WEISS am

      Wie man`s nimmt. Der Trend ist für die Etablierten ziemlich fatal. Kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der die SPD in Brandenburg keinen Koalitionspartner brauchte. War in Sachsen wohl so ähnlich mit der CDU. Ab jetzt geht es in beiden Ländern nur noch mit einem flotten Dreier. Und was 2024 betrifft – schaun mer mal!

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        Ganz recht,nach der Wahl ist vor der Wahl. Es kommt jetzt auf einige Jahrzehnte sowieso nicht mehr an,denn ohne ein Wunder ist alles verloren und ein Wunder kann immer geschehen,oder nie.

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      @ SOKRATES

      Natürlich ist das "desaströs". Aber das Desaster ist geplant,
      weil man damit die Gründung einer neuen
      Sozialistischen Einheitspartei geschickt vermeiden kann.
      Man hat weiterhin alles unter Kontrolle und es sieht auch
      noch schön demokratisch aus. Ist doch bequem, oder?

      Die machen jetzt weiter so. Die nächste Flut kommt bestimmt.

      Anstatt zu wählen, hätten wir auch Schach mit Tauben
      spielen können.

  16. Avatar

    Doch, die haben eins sehr gut kapiert – Wie lulle ich den tumben Wahlmichel mit nichtssagenden Phrasen ein, und wann bitte ich die Staatsratsvorsitzende 2.0 um neuen Superkleber für meinen Abgeordnetensessel, denn
    ich möchte auch weiterhin Diäten für´s Dummschwätzen beziehen.

  17. Avatar
    Ossiversteher? Glaub ich nicht! am

    Ja nee is klar, Ostflügel-Feindzeugen vor. Haha…Dieter Stein von der Dummen Feigheit. Der lag immer goldrichtig wenn es um die AFD ging, Lucke, Petry… . Warum nicht gleich den christlichen Nazi-Hexenjäger mit Dr. Phil.Titel samt Trans-Kompetenzteam?

    Warum sich Fast-Zombi Gauland in seiner Eitelkeit nicht zurück nehmen kann und jungen, dynamischen Talenten den Vortritt lässt, weiß wohl auch nur der Geier. Na Haupsache er ist nicht wieder eingeschlafen.

  18. Avatar
    Franz Schroeder am

    25 Prozent und mehr Angehängte sollten den Altparteien doch endlich mal zu Denken geben.

  19. Avatar

    Bin selbst alter Ossi und störe mich ein wenig daran, dass hier die Ossis
    wegen ihrer angeblichen Immunität gegen Staatspropaganda über alle Maßen
    bejubelt werden.
    Die Mehrheit der Ü 70 Generation, die diese DDR in voller Länge erlebten,
    waren keine Helden und sind damals mehrheitlich der Propaganda gefolgt
    und wählen heute entweder CDU oder SPD, wie in einem anderen Beitrag
    hier zu lesen war.
    Und demnächst werden sie den Weg allen Fleisches gehen müssen, was nicht
    automatisch der AfD weitere Erfolge bescheren wird.

    Die U 35 Generation kennt die DDR und ihr Propaganda überhaupt nicht mehr,
    ist dafür aber der Meinungsmache durch die freiheitliche Propagandamaschinerie
    total ausgeliefert. Was ist nun besser? Nur wenige lesen Compact und anderes.

    Ich glaube zwar nicht, dass das Klima den Wahlerfolg der AfD bewirkt hat,
    (und also auch nicht das Zittern von SPD und CDU) aber es muss anstelle der
    angeblichen östlichen Immunität noch andere Gründe für das Wahlverhalten
    der Ossis geben.

    Vielleicht sollte man ganz einfach die, seit 30 Jahren, tote DDR endlich ruhen lassen.
    Was heute gen Himmel stinkt ist allein "Produkt" des real existierenden Kapitalismus.

    Das sollten die Analysten analysieren.

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      Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

      Danke für diese interessanten Anmerkungen, die auch mich zum Nachdenken anregten.

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      Eh, Andor,verwirren Sie mich nicht! Nach Jahren ein goldenes Wort? Von Ihnen? "…die seit 30 Jahren tote DDR ganz einfach ruhen lassen:" Reiben Sie das den "DDR"-Euphemisten gründlich unter die Nase. Ruhen lassen ist das Mindeste,ehrliche Selbstkritik wäre noch besser.

    • Avatar
      Erzählt mir nix! am

      Verstehen kann das sowieso nur jemand der eine Diktatur auch erlebt hat. All das theoretische Wissen und reinversetzen ist für’n Arsch, auf mich wirkt es lächerlich bis gönnerhaft. Parungsverhalten der Affen oder so was in der Art.

      Ossi ist auch nicht gleich Ossi. Auch schon damals gab es massenhaft Mitläufer, Wegläufer und natürlich Mitmacher.

      Ost AFD Wähler sind vor allem damalige Strassengänger und deren aufgeklärte Kinder. Ich tippe, dass sogar AFD-West-Wahlergebnisse vor allem den Umsiedlern und "Flüchtlingen" aus dem Osten zu verdanken sind, ansonsten würde es dort noch schlechter aussehen.

      Natural born Wessis und spätgeborene Ossis sind eher mit den verblödeten Schweden zu vergleichen. Ein Sonnenseiten verwöhntes, argloses Volk ohne jegliche Diktaturerfahrung. Denen kann man problemlos auf den Kopf pissen und sie denken es regnet. Funktioniert bei Alt-Ossis nicht, es werden allerdings immer weniger.

      Der Zustand der allermeisten Deutschen lässt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: Greta

    • Avatar
      Hans Hamberger am

      Ruhen lassen? Würde ich auch gerne, alleine: wenn eine Pfaffentochter Kanzlerin wird, die in den Westen reisen und in Moskau studieren durfte, die die deutsche Fahne zu Boden wirft und beim erklingen der deutschen Nationalhymne einen Zitteranfall bekommt, deren einzige Leistung der eigene Machterhalt ist, die unser Land nach Strich und Faden zerstört, dann ist die DDR leider noch sehr lebendig.
      Ferkel muss weg

  20. Avatar
    Rechtsstaat-Radar am

    Der Gipfel war wieder einmal, als diese Spezialdemokraten die AfD und damit ihre Wähler als "Rechtsextremisten" verleumdeten und beleidigten. Das war der absolute Gipfel! Lars Klingbeil, dieses spezialdemokratische Stück menschlicher Dreck war es, der die Mitglieder und Wähler der Alternative für Deutschland auf diese Weise bösartig beleidigte und verleumdete; unwidersprochen die Moderatorin – eine ARD-TV-Schranze -natürlich!

    • Avatar

      Seltsame Ansicht für einen Eisenfresser wir R-R. Ich fühle mich durch die Bezeichnung Rechtsextremist nicht beleidigt und würde mich selbst so nennen. Es ist objektiv nichts Anstößiges daran.

  21. Avatar

    Und so kommt zusammen was zusammen gehört…
    Timing und Finanzierung inbegriffen.
    Gut das ich immer ".. Du" war.

    • Avatar

      Dass die AfD, die über 25 % der Wählerstimmen bekommen hat, nun nicht an der Regierung beteiligt sein soll, dafür aber eine Partei, die grad mal so knapp über 10 % bekommen hat, zeigt die Mängel dieses Wahlsystems!
      Aber:Strategisch ist es für die AfD besser! Würde sich die AfD als Juniorpartner in eine Koalition mit der CDU begeben, könnte sie dabei schnell zerrieben werden!
      Eine Koalition mit CDU wäre nur zu empfehlen, wenn dort wieder die tradionelle konservative Basis das Ruder übernehmen würde.
      Aber so ist es besser, die AfD ist Oppositionsführer. Werden die sog. Volksparteien ihre Politik in den nächsten Jahren nennenswert (also abseits kosmetischer Korrekturen) ändern? Die Antwort dürfte klar sein – und bei der nächsten Landtagswahl hat die AfD die Chance auf die absolute Mehrheit! Ich wage zu behaupten, innerhalb der nächsten 15 Jahre ist die AfD an der Regierungsbildung im Bundestag beteiligt! Ich freu mich drauf!

    • Avatar
      Der Brockengeist am

      Ach Gott, was soll das denn. Das Volk der böse Lümmel. Verrat an was? Schauen Sie sich das Fernsehprogramm an. Gemacht für den Doofmichel, primitiv und Saublöd.
      Und die Masse der Doofmichel soll politisch mitbestimmen. Vox Populi Vox Rindvieh.

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