Aleppo: Massengräber mit Rebellenopfern entdeckt. CIA-Chef räumt US-Mitschuld ein

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Schon im September sorgte CIA-Direktor John Brennan für medialen Aufruhr, als er erklärte, dass Syrien und Irak aufgrund der religiösen Spaltungen womöglich nie wieder in ihrer alten Form restaurierbar seien, sondern in verschiedene autonome Gebiete unterteilt werden müssten. Jetzt gestand Brennan erstmal gegenüber dem Sender NPR (1), dass die CIA in den syrischen Bürgerkrieg involviert gewesen sei und er deshalb auch „einige Verantwortung für das grausame Blutvergießen im Krieg um Syrien verspürt“ habe.

Freilich wäre es Brennan lieber gewesen, dass „wir den Unterschied hätten ausmachen können, in einer Weise, die verhindert hätte, dass sich die Situation so entwickelt“. Will Brennan damit sagen, dass die CIA – die kürzlich noch Anschläge auf syrische Flughäfen plante – in naiver Gutgläubigkeit gehandelt habe, ohne die Dimension des Mordens vorherzusehen?

Dem CIA-Chef ist klar, dass der – durch Rebellen und Söldner entfachte – Krieg eine Eigendynamik besitzt, die auch nach dem Fall Aleppos nicht verschwunden sein dürfte: „Der Fall von Aleppo ist für mich kein Zeichen dafür, dass es ein Ende dieses Konfliktes gibt. Ich bin überzeugt, dass viele, viele dieser Oppositionellen weiter kämpfen werden, und zwar jene, die ihr Land für ihre Familien, ihre Nachbaren und und Kinder zurückgewinnen wollen und daher weiterkämpfen werden.“ (2)

Es wird bereits spekuliert, ob dieses Eingeständnis nicht eine Reaktion auf die von russischen und syrischen Regierungstruppen entdeckten Leichenberge in Aleppo seien. Igor Konaschenko, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, sagte, dass die man dort „mehrere Massengräber mit dutzenden Leichen“ gefunden habe. Die Opfer seien „grausam gefoltert und hingerichtet“ worden. Konaschenko kündigte weitere Untersuchungen an. Deren Resultate dürften dem Westen die Anerkennung „seiner Verantwortung für die Grausamkeiten“ für die von ihm unterstützten Rebellen deutlich machen – während westliche Medien in ihrer Propaganda bemüht waren, die Grausamkeiten in Syrien dem Assad-Regime zuzuschreiben.

(1) http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2016/12/22/506658492/cia-director-urges-caution-in-u-s-response-to-russia-hacking

(2) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/26/cia-raeumt-erstmals-us-verantwortung-in-syrien-krieg-ein/

(3) http://www.n-tv.de/politik/Russen-entdecken-Massengraeber-in-Aleppo-article19414761.html

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3 Kommentare

  1. Volker Spielmann am

    Dem Morgenland droht ein zünftiges Religionsgemetzel

    Wie es scheint haben die saudischen Ölgötzen einen Kampfbund gegen Persien und dessen Vasallen gegründet und da an selbigen so Delinquenten wie die Türkei, das mohammedanische Indien oder auch Ägypten teilnehmen, so droht den Persern hier schweres Ungemach. Das Ganze könnte nämlich durchaus – zumindest in Syrien und dem Zweistromland, aber auch in Phönizien – in einem zünftigen Religionsgemetzel enden. Man vergleicht den Haß zwischen den beiden mohammedanischen Hauptströmungen ja gern mit dem zwischen den Lutheranern und den Papisten, aber da die Trennung weitaus früher erfolgte, scheint eher ein Vergleich mit den Zank der Orthodoxen mit den Arianern und Monophysiten zuzutreffen. Lange Rede kurzer Sinn: Beide Strömungen betrachten einander als Ketzer und Teufelsanbeter und entsprechend blutig und erbarmungslos dürfte ein Religionskrieg zwischen beiden werden. Und schon heute tragen die Kämpfe in Syrien und dem Zweistromland ganz entschieden das Gepräge eines solchen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  2. Seit Ende des 2 Weltkrieges gibt es auf der Welt nur einen Boesewicht,der egal wo was passierte, seine Finger im Spiel hatte……
    Vor 1961 sogar in der DDR , sie beauftragten Mord und Brandschatzung als eine Art Widerstandsterror um zu verhindern , dass die DDR auf lange Sicht sich stabilisiert.

    Syrien ist neben der Ukraine eines der letzten Zeugnisse des boesen Willens.

    Bin Laden waere der beste Kroneuge gewesen fuer diese Moerderbande.

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