Albaner-Invasion im Altenheim – Pflegenotstand öffnet Einwanderungsschleusen

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Jens Spahn, der selbsternannte Hoffnungsträger der CDU, fällt regelmäßig mit Wortmeldungen auf, die auf ein schwer gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit schließen lassen. Im März erst hatte der finanziell sorgenfreie Berufspolitiker salopp behauptet, mit Hartz IV habe «jeder das, was er zum Leben braucht». Nun hat er nachgelegt. (Es folgen Ausschnitte aus dem Artikel im aktuellen COMPACT – hier zu bestellen):

_ von Rüdiger Lehnhoff

Nach seinem missglückten Ausflug in das Feld der Sozialpolitik bemüht sich der Bundesgesundheitsminister mittlerweile wieder stärker um die Erledigung seiner Hausaufgaben. Eine Großbaustelle in seinem Ressort ist seit vielen Jahren der Pflegenotstand. Mit mehr Personal will Spahn der Misere der alternden deutschen Gesellschaft entgegentreten: «Wir werden bis zu 50.000 zusätzliche Pflegekräfte brauchen.» Doch auch hier droht dem ehrgeizigen Christdemokraten die Kollision mit der Wirklichkeit.

Er kam nämlich auf die abenteuerliche Idee, dem Fachkräftemangel mit einer Anwerbung in Südosteuropa zu begegnen. Insbesondere in Albanien und im Kosovo gebe es ein hohes Potenzial. «Dort ist die Pflegeausbildung häufig besser, als wir denken», meint er. Vielleicht besser als wir denken, weil wir gar nicht wussten, dass in Albanien und im Kosovo überhaupt Pflegekräfte ausgebildet werden… (…)

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Aus dem Land der Skipetaren

Als Paradies für pflegebedürftige Rentner waren die beiden Balkanstaaten bis dato nicht bekannt – dafür als abschreckende Beispiele für ökonomische Rückständigkeit, wuchernde organisierte Kriminalität und eine Korruption, die aus allen Poren des öffentlichen Lebens sickert. Im Gesundheitswesen führte das zu erschreckenden Exzessen: «Im Kosovo wurde ein mutmaßlicher Organhändler festgenommen. Der Ring, dem er angehört, besteht offenbar überwiegend aus Medizinern. Eine Klinik schlug Profit aus den Weiterverkäufen», berichtete der Focus 2012. Zwei Jahre später wurden weitere Mafia-Mediziner als Schuldige identifiziert – doch bis heute blieben sie straffrei. «Die Untersuchung des Organhandels in Kosovo liegt auf Eis», fasste die Neue Zürcher Zeitung im Mai 2018 zusammen.

Spahn denkt offensichtlich, wenn die EU-Kommission bis zum Jahr 2025 neben Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien auch Albanien und den Kosovo zu Mitgliedern der Europäischen Union machen will, dann kann man auch schon vorher die Einwanderungsschleusen öffnen.

Pflegebedürftiger in Seniorenresidenz. Foto: picture alliance / dpa Themendienst

Eine Frage, die der ambitionierte Politiker nicht stellt, lautet: Welche Auswirkungen hat die Religion der meisten Albaner und Kosovaren auf eine mögliche Pflegetätigkeit in Deutschland? Laut der Volkszählung des Jahres 2011 sind 95,61 Prozent der Bewohner des Kosovos Muslime; 20 Jahre zuvor waren es noch knapp über 80 Prozent. Der steile Anstieg verdankt sich dem NATO-Angriff auf Jugoslawien 1999, welcher mit Unterstellung der vorher serbischen Provinz unter eine schwächliche UN-Administration endete. In den folgenden drei Jahren wurden 120 Kirchen von Moslems in die Luft gesprengt oder zerstört.

Die Hälfte der ungefähr 150.000 orthodoxen Christen, aber auch die meisten Roma, wurden vertrieben. Für diese großangelegte ethnische Säuberung wurden die Albaner 2007 durch UN-Beschluss sogar mit der Eigenstaatlichkeit des Kosovo belohnt. In dem neuen Kleinstaat mit seinen knapp zwei Millionen Einwohnern gibt es sage und schreibe 800 Moscheen. Saudi-Arabien hat allein 240 von ihnen finanziert – der Einfluss des besonders intoleranten Wahhabismus wächst. Ein moderater Imam sagte 2017 dem Figaro: «Der Wahhabismus ist eine Gefahr und ein Krebsgeschwür für das Kosovo wie für die ganze Welt.» In knapp 20 Jahren wurde aus einer jugoslawischen Provinz, in der Schleier verboten und Kopftücher verpönt waren, eine Brutstätte des Islamismus. Und von dort will Spahn Fachpersonal für Alte und Kranke importieren? Wie gut können und wollen sich albanisch-kosovarische Pflegekräfte auf Menschen in Deutschland einlassen, die von ihrer Religion als sogenannte Ungläubige abgewertet werden?

Die Lohndrücker

Auf den naheliegenden Gedanken, erst einmal das deutsche Erwerbsfähigenpotenzial aus Langzeitarbeitslosen, jungen Schulabbrechern und umschulungsbereiten Arbeitnehmern auszuschöpfen, kommt der wirtschaftsnahe CDU-Mann natürlich nicht. Spahn will offenbar nicht erkennen, dass die geplante Massenanwerbung ausländischer Pflegekräfte ein wesentliches Element seiner Konzertierten Aktion Pflege konterkariert: nämlich die Aufwertung dieses Berufes durch eine spürbar bessere Entlohnung. Angesichts der balkanischen Billiglöhner-Armee – selbst Fachärzte haben in Albanien nur ein Grundgehalt von 300 bis 400 Euro monatlich – werden die Arbeitgeber nicht im Traum daran denken, ihren bisherigen Pflegekräften mehr zu zahlen, sondern die Löhne sogar noch drücken.

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Schon heute können sich selbst hochqualifizierte Kranken- und Altenpfleger keine Wohnung mehr in Großstädten wie München, Hamburg oder Köln leisten. Da bedarf es einer Albaner-Anwerbung nun wirklich nicht. (Den vollständigen Artikel finden Sie hier.)

 

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