AfD-NRW-Drama: Die wollen die Beute nicht zurückgeben

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Interview mit dem zurückgetretenen Landesvorstandsmitglied David Eckert.

Das Durchzocken der Pretzell-Gruppe im mitgliederstärksten AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen geht weiter: Nach einem Gespräch mit dem Landeswahlleiter gestern verkünden die Leute, die die bisherige Kandidatenlistenaufstellung für die NRW-Wahl wie eine Beute an sich gerissen haben, dass eine Wahlanfechtung nicht zu befürchten sei… Klar, sie wollen ihre Beute nicht hergeben. Es folgt ein Interview mit dem zurückgetretenen LaVo-Mitglied David Eckert.

COMPACT: Sie sind aus dem LaVo zurückgetreten. Warum?

David Eckert: Vor allem aus Protest und um der Parteibasis zu signalisieren, dass hier etwas im Argen liegt. Die Entscheidung fiel für mich nach den vergangen zwei Vorstandssitzungen. So empfand ich es beispielsweise als Ohrfeige ins Gesicht der vielen ehrenamtlichen Mitglieder, dass die Vollzeitstelle in der nordrhein-westfälischen Landesgeschäftstelle nach der Landeswahlversammlung ausgerechnet an die Person vergeben wurde, welche ihr Amt in der Mandatsprüfungskommission nachweislich extrem missbraucht hat. Die Tatsache, dass die Einstellung ohne Ausschreibung erfolgte und man mir im Vorstand mehrheitlich zu verstehen gab, dass dieses Vorgehen aufgrund zeitlicher Rahmenbedingungen mehr oder weniger „alternativlos“ sei, brachte mich zum Staunen. Auf der letzten Vorstandssitzung, als uns schließlich die WhatsApp Verläufe vorlagen, an welchen auch vier Mitglieder des Landesvorstandes mitwirkten, verkannten einige den Ernst der Situation. Anstatt persönliche Konsequenzen zu ziehen und sich zu entschuldigen, machte man sich gar darüber lustig und scherzte. Abgesehen davon, dass ich juristische Zweifel an der gewählten Liste habe und dafür als Vorstandsmitglied keine Haftung eingehen wollte, empfand ich die moralische Verirrung einiger Kollegen als so enttäuschend, dass ich in der aktuellen Konstellation nicht weitermachen wollte.

COMPACT: Wer hat Schuld an der Misere? Pretzell? Sein Umfeld? Die Patriotische Plattform? Und wo sehen sie sich selber in der AfD-Strömungsgeographie?

David Eckert: Ich denke, dass Marcus Pretzell teilweise Mitverantwortung trägt, da er sein Umfeld offenbar nur noch bedingt unter Kontrolle hat. Gleichwohl wäre es zu einfach mit dem Finger auf eine Einzelperson zu deuten. Im Gegenteil muss man sogar festhalten, dass Pretzell noch vor der ersten Wahlversammlung versuchte eine Konsensliste zu erstellen, welche alle Strömungen berücksichtigt hätte. Das dieser Versuch scheiterte, lag nicht an ihm, sondern an der Skepsis der Gegenseite. Vielmehr betrachte ich Teile seines Umfeldes als problematisch, da sich dort einige Protagonisten zu verselbstständigen scheinen. Diese befeuerten unter anderem die enthüllte WhatsApp Gruppe. Ich selber habe es immer vermieden mich in einer bestimmten „Strömungen“ zu verorten. So erkenne ich beispielsweise die rhetorische Stärke von Marcus Pretzell außerordentlich an. In Bezug auf Gradlinigkeit bewundere ich jedoch Alexander Gauland und Björn Höcke, welche in dieser Kategorie absolute Schwergewichte sind.

COMPACT: Besteht die Gefahr, dass der Landeswahlleiter die AfD-Liste aufgrund der Irregularitäten ablehnt und die Landtagswahl ohne AfD stattfindet?

David Eckert: Diese Gefahr besteht aus meiner Sicht durchaus, daher bin ich auch aus dem Landesvorstand zurückgetreten. Ich drücke uns zwar die Daumen, dass der Wahlleiter beide Augen zudrückt aber als rechtsstaatliche und konservative Partei, sollten wir insbesondere bei so einer wichtigen Wahl nicht damit anfangen Poker zu spielen. Wir stehen für die Einhaltung von Recht und Ordnung in der Politik. Dieser Anspruch muss selbstverständlich auch innerparteilich Gültigkeit besitzen.

COMPACT: Es gibt mittlerweile eine Basisintiative für einen Sonderparteitag. Wer steckt dahinter, und wie könnte ein solcher Vorstoß zum Erfolg führen (satzungsgemäß)?

David Eckert: Ein Sonderparteitag wäre aus meiner Sicht ratsam, da es einiges aufzuarbeiten gibt. Das ist wie beim Fußball. Wir müssen mit einem geschlossenen Team in den Landtagswahlkampf starten und sollten vor dem Finale schauen, dass nur unsere Besten spielen. Der eine oder andere sollte auf der Ersatzbank vielleicht mal eine Pause machen.

COMPACT: Wie bewerten Sie das Verhalten des Bundesvorstandes, auch das Verhalten von Gauland und Petry?

David Eckert: Wir haben einen kompetenten Bundesvorstand, der weiß was er tut. Die Kollegen haben einmal eine repräsentative und einmal eine innerparteiliche Aufgabe zu erfüllen. Neben der Vertretung unserer Partei in den Medien müssen sie beispielsweise auch zwischen den Landesverbänden vermitteln und dabei immer den Gesamterfolg der Partei im Auge behalten. Ich denke dem wird der Vorstand gerecht.

COMPACT: Handelt es sich um eine existenzbedrohende Krise in der Gesamtpartei – oder um Machtkämpfe in einem Landesverband?

David Eckert: Die Alternative für Deutschland ist ein Erfolgsprojekt, da sie die letzte und die einzige Chance für unser Land ist, den Karren, den die anderen Parteien über Jahrzehnte hinweg immer tiefer in den Sumpf gezogen haben, wieder herauszuziehen. Ich denke, dass alle Parteimitglieder und Funktionsträger um diese besondere Verantwortung wissen und ihr bestes tun, um der Aufgabe gerecht zu werden. Es geht letztlich nicht um Einzelpersonen, es geht ums Ganze – um unser Land.

COMPACT: Vielen Dank für das Interview, Herr Eckert!

Interview: Jürgen Elsässer

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Über den Autor

20 Kommentare

  1. Rainer Grieser am

    @Manfred, 03.12.16, 23.30

    Manfred, geanu das werden wir tun !
    genau das !!!

    Rainer Grieser
    aus Heidelberg

  2. Die AfD in Deutschland ist genau das, was Trump für Amerika ist. Wenn einer von beiden jetzt noch was versemmelt ist das Land am Ende für lange lange Zeit. Wenn es dumm läuft vielleicht sogar für immer. Frühere Hochkulturen blieben auch für immer in der Versenkung, kein aufbäumen mehr. Trump ist die letzte Hoffnung in Amerika und für die westliche Welt und die AfD die letzte Hoffnung für Mitteleuropa.

  3. Gerd am 3. Dezember 2016 12:25

    Da stecken einige Jammerlappen dahinter die nicht gewählt wurden und denen die Ausrichtung der AfD sowiso nicht passt.

    Jedes AfD Mitglied muss sich klar hinter Petry und Pretzell positionieren. Punkt.
    ————————

    Das sehe ich aber nicht so. Dann haben wir bald Lucke Verhältnisse. Nicht Petry und Pretzell machten die AfD groß. Zudem teilen sich beide noch das gleiche Bett.

  4. Bleibt nur zu hoffen das die Basis diejenigen an den Trögen immer genauer beobachtet.

  5. Die AfD wird sich die Frage gefallen lassen müssen, ob sie vor solchen Berichten überhaupt wählbar ist. Die fangen mit der Vetternwirtschaft an, als gelte es schon am Anfang ihrer Gründung die Altparteien zu überholen.

  6. Rechtsstaat-Radar am

    Sorgen wir dafür, dass Björn Höcke Bundeskanzler, Dr. Alexander Gauland Außenminister, Oberst a.D. Georg Pazderski Minister für Nationale Verteidigung, Dr. Alice Weidel Wirtschafts- oder Finanzministerin, Wiebke Muhsal Familienministerin und Andreas Wild (Berlin) oder Holger Arppe Innenminister werden!

    P R O G L O R I A E T P A T R I A !

    U N D

    G O T T M I T U N S !

  7. Rechtsstaat-Radar am

    Ich bin nicht Mitglied der Alternative für Deutschland geworden, um alten Wein aus neuen Schläuchen serviert zu bekommen. Mit anderen Worten, ich will meine AfD von Leuten wie Alexander Gauland, Andreas Kalbitz, Björn Höcke, Stephan Brandner, Wiebke Muhsal, Andre(as) Poggenburg, Holger Arppe, Leif-Erik Holm, Matthias Manthei, Andreas Wild (Berlin), Beatrix von Storch, Alice Weidel, Jörg Meuthen, Oberst a.D. Pazderski…….

    …und gerade nicht von absehbar angepassten und aalglatten Vollkastraten, wie Frauke Petry, Markus Pretzel und Cie….

    repräsentiert sehen!

    Die CDU, die früher meine Stimme im Abo gehabt hat, die CDU ist heute eine antideutsche Hochverrats-Partei, die sich unverhohlen im Schwankungskorridor vom gerade noch linken Rand der Mitte bis weit in den linksextremistischen Bereich bewegt. Der Schwerpunkt der CDU liegt im linksextremen Milieu.

    Damit wurde die Gründung der AfD überaus dringlich und notwendig, denn sie hat die Aufgabe, die politische Mitte bis hinein in den rechten Rand abzudecken.

    Klar, dass aus der Sicht eines typischen CDU’lers die AfD "rechts" zu verorten ist. Der typische CDU’ler ist ja auch unpatriotisch, überwiegend antideutsch-rassistisch (CDU-Schäuble will unser Volk vermischen, damit wir nicht in Inzucht "degenerieren". CDU-Merkel setzt das als Hooton-Programm mit der Muslim-Flutung unterwürfigst um!) und vertritt mit Inbrunst gemeingefährliche linksextreme Ansichten.

    Wir brauchen eine patriotische Kraft, die es mit dem Riesenheer an Hochverrätern und Linksvertrahlten, also dem linksextremen Einheitsblock aus CDUSPDGRÜNELINKEFDPCSU aufnimmt.

    Dazu braucht es Leute mit Charakter, dazu braucht es einen Bundeskanzler Björn Höcke, aber ganz sicher niemals eine Bundeskanzlerin Petry oder gar einen Politaal wie Pretzell!

  8. Heiner Kappe am

    Auf Mitglieder wie David Eckert und Thomas Matzke, denen es nur um die " letzte Chance an Geld zu kommen durch ein Mandat als MdL oder MdB", sollte und kann die AFD gut verzichten.

  9. Was gibt es denn da überhaupt zu Hinterfragen, die Bemühungen in Ausrichtung der Partei durch Frau Petry und auch Pretzell sind klar.

    Hier die Grundsätze im kurzen Auszug:

    Hiermit beantrage ich die Aufnahme in die Alternative für Deutschland (AfD). Ich erkenne die politischen Grundsätze und die Sat-
    zung der Partei an. Zu den politischen Grundsätzen der Partei zählen insbesondere das Bekenntnis zum freiheitlichen, demokrati-
    schen und sozialen Rechtsstaat und die Bejahung der Grundrechte.
    Hinweis:
    Personen, die Mitglied einer extremistischen Organisation sind, können nicht Mitglied der AfD sein. Als extremistisch gelten
    insbesondere solche Organisationen, welche in einer vom Bundesvorstand beschlossenen und den Gliederungen übermittelten Un-
    vereinbarkeitsliste aufgeführt sind. Personen, die in der Vergangenheit Mitglied einer extremistischen Organisation waren, können
    nur Mitglied der AfD werden, wenn sie darüber im Aufnahmeantrag Auskunft geben und der zuständige Landesvorstand sich nach
    Einzelfallprüfung mit Zweidrittel seiner Mitglieder für die Aufnahme entscheidet

    Ein Unterlaufen und Aufweichen jeglicher Grundsätze geht nicht. Die AfD braucht keine "ultra braunen Ewiggestrigen" als Mitglieder !

    Dazu darf es überhaupt keine Diskussion geben, um die Problematik in Ausrichtung einmal beim Namen zu nennen. Nicht darum herum und schon gar nicht darüber.

    ich befürchte nämlich das genau da der Hase im Pfeffer liegt.

    • Nachtrag.:

      Und wenn ich so manchen "Aufmüpfer" in NRW sehe, dann sehe ich da etwas was mir als Mitglied der AfD nicht gefällt.

      Was auch in grosser Mehrheit der Wähler und der Mitglieder auf Ablehnung stösst !

      • Da stecken einige Jammerlappen dahinter die nicht gewählt wurden und denen die Ausrichtung der AfD sowiso nicht passt.

        Das geht doch schon länger, so auch die Anschuldigung gegen Pretzell, es sei ein Drogentest mittels Haarprobe gegen ihn gemacht worden usw. da machen sich einige zu kurz gekommene lächerlich !

        Jedes AfD Mitglied muss sich klar hinter Petry und Pretzell positionieren. Punkt.

  10. Die AfD ist die letzte Chance die dieses Land hat. Es bleibt nur dringend zu hoffen, dass der letzte Funktionsträger dieser Partei merkt welche Verantwortung auf ihn lastet um diese Partei zum Erfolg zu führen. Die politischen Gegner und Medien werden der AfD das Leben noch schwer genug machen, da braucht es nicht auch noch interne Reibereien.

  11. Die Äusserungen des Herrn Eckert entbehren jeglicher Wahrheit. Als Mitglied des Landesvorstandes war ihm durchaus bewusst welche Hürden für ihn persönlich in der Bundessatzung enthalten sind. Dort wird eine fünfjährige, durch gezahlte Lohnsteuer bewiesene Arbeitsleistung, für jeden Kandidaten für Bund und Land gefordert. Dieser Passus steht in der Bundessatzung um für unsere Kandidaten das Berufspolitikertum zu vermeiden. Jeder Abgeordnete soll duch Arbeit erkennen wen er alles in der Bevölkerung vertritt.
    Nachdem Herr Eckert es an jedem der bislang vier Listenwahlwochenenden vergebens versuchte gegen diese Bundessatzung zu verstossen , denn er hat nicht einmal ein abgeschlossenes Studium geschweige denn eine Arbeit nachzuweisen , er also massiv gegen Satzung und Regeln der Partei immer wieder verstiess , gab er mit einer schauspielreifen Leistung unter Zurücknahme seines Vorstandspostens diese Versuche auf.
    Seine Einstellung , Politik wäre eh nur Show , da käme es auf Überzeugungskraft und weniger auf Leistung an , probte er nach Aussagen anderer Vorstandskollegen bereits in dieser Vorphase seines Treibens um den " Job " des Berufspolitikers. Meine guten Wünsche begleiten ihn auf dem Weg in seine Zukunft. Ein Schaumbad , nach seiner einfühlsamen Rede , wäre nicht mehr nötig gewesen .

  12. Man muss sich wohl auch vor sogenannten "UBooten" in acht nehmen, welche diese Partei unterwandern um dort Zwitracht zu sehen.
    Denn anders ist es dem politischen Gegner kaum möglich dem anwachsen der AfD beizukommen. Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass die mediale Hetze nicht mehr reicht, um den Wähler vor dem "Schreckgespenst" AfD abzuschrecken. Die AfD wird nicht mehr nur von den wenigen "Verschwörungstheoretikern" gewählt, sondern mittlerweile auch vom deutschen Michel. Dieses beinhalt naturgemäß die CDU Stammwählerschaft, aber auch Stammwähler der SPD und der Linken, sowie die "Springwähler" welche auch mal Grüne oder Linke gewählt haben. Hinzu kommt noch das größte Lager der Nichtwähler.
    Es bleibt den poltischen Gegner, welcher keinerlei Argumente besitzt und ausschließlich mit memetischen Worthülse aggiert, also kaum etwas anderes übrig, als "Uboote" zu senden.

  13. Volker Spielmann am

    Für die Alternative FÜR Deutschland beginnt nun wohl der Ernst des Lebens

    Nachdem sich die Alternative nun dafür entschieden hat keine sogenannte Alternative, sondern eine echte Alternative FÜR Deutschland als Land der Deutschen sein zu wollen, dürfte nun für sie der Ernst des Lebens beginnen. Ihre bekannten Mitglieder werden nun mit verstärkten Angriffen der Antifanten zu rechnen haben und vielfach Gefahr laufen, daß man ihre berufliche Existenz vernichtet. Karrieren im Scheinstaatsdienst, an den Universitäten und in der Wirtschaft können sie sich wohl abschminken. Ebenso dürfte der Parteienschutz nun verstärkt versuchen die Alternative zu unterwandern und es ist sogar denkbar, daß die Parteiengecken diesen ganz offen auf die Alternative hetzen werden. Die Lizenzpresse dürfte nun noch mehr gegen die Alternative Gift und Galle spucken als sie bisher bereits getan hat. Womit der Alternative endgültig nur die Straße und das Zwischennetz bleibt, dort muß sie das Volk für sich gewinnen und dann ein wachsames Auge auf die Wahlen haben.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  14. Schmutzige Wäsche und ein vermeintlicher Persilschein.

    Die Wahlliste ist noch gar nicht eingereicht, die Wahlen waren wohl unsauber – und trotzdem will der AfD-Landesvorsitzende Pretzell nicht diskutieren. Aber der Wahlleiter widerspricht.

    Das Gespräch beim Landeswahlleiter war kaum beendet, als Marcus Pretzell, der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen AfD, am Mittwochabend glaubte, seiner Erleichterung per Pressemitteilung Ausdruck geben zu können. Bei dem Termin hätten er, die Vertrauenspersonen und mehrere Mitglieder des Landesvorstands „alle in den vergangenen Tagen diskutierten Fragen“ rund um die innerparteilich heftig umstrittene Aufstellung der AfD-Kandidatenliste für die Landtagswahl im Mai klären können.

    Sodann behauptete Pretzell: „Die bis dato aufgestellte Liste steht nach dem Ergebnis der Besprechung nicht in Frage.“ Es klang, als habe Pretzell soeben einen höchstamtlichen Persilschein vom neutralen Wahlorgan Landeswahlleiter bekommen. „Doch das stimmt nicht“, sagt am Donnerstag der ziemlich verärgerte Sprecher des Landeswahlleiters im Gespräch mit dieser Zeitung.
    Landesliste noch gar nicht eingereicht

    „Der Wahlleiter ist für die ordnungsgemäße Vorbereitung der Landtagswahl zuständig, dazu zählt auch auf entsprechenden Wunsch die Beratung von Parteien bei Fragen der Aufstellung von Mandatsbewerbern“, sagt der Sprecher. Nichts weiter als diesen Wunsch der AfD habe der Wahlleiter am Mittwoch erfüllt.

    Eine wahlrechtliche Vorprüfung der AfD-Landesliste durch den Wahlleiter sei schon deshalb zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, weil die Partei ihre Liste mit allen erforderlichen Unterlagen wie Niederschriften oder eidesstattliche Versicherung noch gar nicht eingereicht habe. Die AfD-Delegation habe dem Landeswahlleiter am Mittwoch lediglich mündlich vorgetragen. „Über die Zulassung auch der AfD-Landesliste hat im Übrigen dann der Landeswahlausschuss zu befinden.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahlliste-der-afd-in-nrw-verursacht-chaos-14554408.html

  15. Sonnenfahrer Mike am

    Die Einstellung von David Eckert, insbesondere seine letzten Worte gefallen mir sehr,
    "Es geht nicht um Einzelpersonen, es geht ums Ganze – um unser Land."
    Gradlinigkeit und die Einhaltung von Recht und Gesetz, sowohl außerhalb als auch
    innerhalb der AfD müssen gewährleistet sein und wenn dazu eine völlig neue,
    demokratisch und fair gewählte Landesliste aufgestellt werden muss.

    • Lavo Laretto am

      Er hat vorher schon öffentlich gedroht zurück zu treten, wenn er nicht gewählt wird.

      Eckert hat eine Unterlassungserklärung unterschrieben, weil er mehrfach öffentlich gelogen hat und einen Gegenkandidaten beschädigen wollte.

      David Eckert hat fünf oder sechsmal für die Liste kandidiert und ist jedesmal durchgefallen.

      In von ihm moderierten WhatsApp Gruppen darf man auch gerne mal schreiben, das man Flüchtlingskinder in Afrika ruhig verhungern lassen darf.

      Ich finde den nicht gut. Und fair spielt er auch nicht …

      • Danke, Lavo Laretto, dass Sie mir als Außenstehenden einen Einblick in die Niederungen gewähren.

        Ihre Gegenrede gefällt mir sehr, es erklärt sich einiges.

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