AfD = Arbeiter für Deutschland! – Ein Kommentar zum Tag der deutschen Einheit

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Warum die Arbeiterklasse die Hauptkraft der patriotischen Erneuerung ist. – Jürgen Elsässers Editorial aus der aktuellen Ausgabe von COMPACT 10/2017 passt wie die Faust aufs Auge zum Nationalfeiertag – Deshalb geben wir es hier ungekürzt wieder:

Das Wahlergebnis vom 24. September hat in den Bastionen der Linken wie eine Bombe eingeschlagen: In den Betrieben hat wohl vor allem die SPD große Teile ihrer Klientel verloren. Profitiert hat die AfD. Damit setzt sich ein Trend fort, den man zuvor in anderen westlichen Ländern studieren konnte: In Frankreich hat der Front National die früheren Hochburgen der Kommunisten übernommen und ist zur Partei des Proletariats geworden. In Österreich votierten bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2016 satte 86 Prozent der Arbeiter für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. In den USA verdankte Donald Trump seinen Triumph dem Überlaufen der Malocher aus dem industriellen Rostgürtel, die einst treue Anhänger der Demokraten gewesen waren.

Warum tendiert eine Bevölkerungsgruppe, die Marx zum „revolutionären Subjekt“ seiner Gesellschaftsveränderung ausgerufen hat, nach rechts? Warum stimmen die Arbeiter für einen Milliardär wie Trump, eine Bürgerliche wie Marine Le Pen, eine Bankerin wie Alice Weidel? Weil sie sich von diesen – trotz aller Unterschiede in Herkunft und Habitus – an einem Punkt verstanden fühlen, der für sie als Arbeiter existentiell ist: dass Masseneinwanderung und Islamisierung gestoppt werden müssen. Im Unterschied zu den Großkapitalisten können sie nicht vor den kriminellen Ausländerbanden in Luxus-Ressorts flüchten; sie können ihre Töchter nicht auf Privatschulen vor den Dschihad-Machos in Sicherheit bringen; sie sind – im Unterschied zur anglisierten Elite – schon durch die Sprache an ihr Heimatland gebunden. Und ist nicht die Frauenemanzipation, die die Moslems hassen, eine der Errungenschaften gerade der Arbeiterbewegung gewesen? Warum sind dann Sozis und Gewerkschaften so kriecherisch islamophil?

*** Unterstützt den Kampf der Arbeiter für Deutschland – COMPACT ist das Sprachrohr. ***

Auch zur wirtschaftlichen Absicherung sind die Kollegen auf den Schutz des Nationalstaates angewiesen: In der One World wandern ihre Jobs in Billigstandorte ab – und illegale Lohndrücker ein. Die Arbeiter werden also – weniger aufgrund von romantischer Neigung als einfach infolge ihrer Bedrohung auf allen Ebenen – zu Patrioten, und das wiederum zieht sie über kurz oder lang zu Parteien, die wie sie für die Verteidigung der Nation einstehen. Seitdem der Killervirus der 68er Ideologie die vaterländischen Traditionen der Linken vernichtet hat, gibt es solche Parteien allerdings nur noch rechts.

Deswegen wählten Arbeitnehmer am 24. September die AfD – und nahmen dabei in Kauf, dass es bei dieser in Personal und Programmatik noch wirtschaftsliberale Restelemente gibt, die zum Beispiel im Front National längst überwunden sind. Aber die Sozialkompetenz ist auch in der deutschen Alternative auf dem Vormarsch: Der Bergmann Guido Reil, ein sozialdemokratisches Urgestein, hat die Seele des Kohlenpotts eingebracht; in Sachsen-Anhalt mischt das ehemalige DKP-Mitglied Robert Farle mit klassenkämpferischem Schmackes den Landtag auf; und in der neuen Bundestagsfraktion bilden die Werktätigen mit solider DDR-Sozialisation einen starken Block. Die Professorenpartei, die Bernd Lucke gegründet hatte, ist jedenfalls passé.

*** Proletarier und Patrioten aller Länder, vereinigt Euch!***

Was werden die patriotischen Leistungsträger tun, wenn das Merkel-Regime trotz des AfD-Vormarsches einfach weiter durchzockt? Wenn der Familiennachzug aus Arabien und Afrika zur Lawine wird? Vor allem in der Automobilbranche gärt es, hier fährt das grünversiffte Establishment über die Diesel-Lüge einen zusätzlichen Frontalangriff, eine Million Jobs sind bedroht.

Opposition heißt Widerstand!

Bei Daimler-Benz haben oppositionelle Betriebsräte, die zum Teil die AfD unterstützen, zehn Prozent der Belegschaft hinter sich gebracht. Dieser Funke soll nun auch auf andere Großbetriebe überspringen. Die Idee wird erstmals auf der COMPACT-Oppositionskonferenz am 25. November in Leipzig vorgestellt. Wollen Sie nicht mitmachen, wenn dem Wahlerfolg eine Widerstandsoffensive folgt? Hier geht’s zur Anmeldung 

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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