Putins Wahlsieg: Deutsche Medien spucken Gift und Galle

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Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Wahlzettel, bekam Wladimir Putin sagenhafte 76,67 Prozent der Unterstützung der Wähler.

von Alexander Sviridov

„Es ist Zeit, die Dinge in Russland endlich beim Namen zu nennen. Die Abstimmung war weder fair noch frei“, schreibt Claudia von Salzen im Tagesspiegel. Sie bestreitet vehement, dass das Volk Putin als Präsidenten sehen will und behauptet kühn: „Wie beliebt Putin ist, lässt sich aus dem Ergebnis vom Sonntag nicht ablesen.“

Ihre Kandidaten seien vor drei Jahren der „in Sichtweite des Kremls“ (was beweisen soll, dass der Kreml den Mord im Auftrag gegeben hat, was sonst…) erschossene Oppositionspolitiker Boris Nemzow und der „mit fadenscheinigen Vorwürfen in einem Gerichtsverfahren verurteilte und damit von der Wahl ausgeschlossene“ Alexej Nawalnyj (der allen Umfragen zur Folge etwa zwei Prozent der Wähler auf sich vereinen könnte; das kann nicht einmal der Spiegel anzweifeln).

Die gestrigen Präsidentschaftswahlen bereiten deutschen Journalisten echte Sorgen: Man will sie in den Dreck ziehen, die Fakten aber werden immer weniger. Weniger, weil sowohl die Zentrale Wahlkommission (ZWK) selbst, als auch fast eine halbe Millionen Beobachter der regierenden und oppositionellen politischen Parteien und bürgerlichen Initiativen daran interessiert sind, Verstöße gegen die Wahlgesetzgebung zu melden und damit für Transparenz zu sorgen.

So werden, angesichts gravierender Unregelmäßigkeiten, Ergebnisse der Stimmenabgabe in sieben Wahlbezirken von der ZWK annulliert – in sieben der, nebenbei gesagt, 97.000 Wahllokale landesweit, was 0,007 Prozent ausmacht. Außerdem arbeiteten in Russland 1513 Wahlbeobachter aus 115 Ländern, die grundsätzlich mit der Organisation und dem Ablauf der Wahlen zufrieden sind.

Ausführlich berichten deutsche Medien (mit Videobeweisen!) aber über Wähler, die mehr als einen Wahlzettel in die Urne warfen. Dass das Putinanhänger sind, können sie auf dem Monitor leider nicht sehen. Es gibt aber belegte Meldungen der Putingegner, exemplarisch einen Mitarbeiter der Präsidentschaftskandidatin Xenia Sobtschak, die stolz berichteten, dass sie doppelt votiert haben – um die Korrektheit der Wahlen in Misskredit zu ziehen – mit kriminellen Methoden. Also, erst handelt man selbst gesetzeswidrig, um dann auch den deutschen Medien zu beweisen, dass die Wahlen „ weder fair noch frei“ waren.


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Bei den durch die Presse genüsslich ausgekosteten „hundertfachen“ Verletzungen der Wahlgesetzgebung spielten auch die Busse, die Wähler zu Wahllokalen brachten, eine Rolle. „Laut der russischen Opposition“, schreibt Zeit Online, „wurden viele Wählerinnen und Wähler von der Polizei mit Bussen zu den Wahllokalen gefahren.“

Die hohe Wahlbeteiligung ist für die deutsche Mainstream-Presse ein Dorn im Auge. Die Freiheitsikone des Westens, Alexej Nawalnyj, hat doch zum Boykott der Präsidentschaftswahlen aufgerufen. Endergebnis: fast 67,5 Prozent der Wähler haben ihre Stimme abgegeben. Damit liegt diese Zahl höher um mehr als zwei Prozent als bei der letzten Präsidentschaftswahl 2012. Was für eine Blamage für Herrn Nawalnyj und seine westlichen Gönner mit einem Journalistenausweis!

Und hier kommen die Busse ins Spiel, die belegen müssen, dass die Bürger „unter Zwang“ ihre Stimme abgaben… Nur – die weltbewanderten Journalisten müssen wissen, dass Russland flächenmäßig größer ist als Niederlande oder Belgien, dass die Entfernungen vom Wohnsitz zum Wahllokal oft nicht hundert Meter, sondern mehrere Kilometer ausmachen. Da waren sicherlich viele Wähler sehr dankbar (ob der Polizei, dem Arbeitgeber oder der kommunalen Administration), dass sie in warmen Bussen hingefahren wurden. Ein weiterer Faktor: Am Wahltag gab es in einigen russischen Gegenden bis minus 20, nachts bis minus 40 Grad Celsius. Würde da ein Mitteleuropäer wegen der Wahlen überhaupt seine Nase aus dem warmen Bett strecken?

Die offizielle Feststellung der russischen ZWK, dass es bei diesen Wahlen zwei Mal weniger Verstöße gegen die Wahlgesetzgebung gab als bei den Wahlen 2012, findet kaum Erwähnung in der deutschen Presse. Apropos ZWK: Sie ist bei den deutschen Medien auch unten durch, weil sie „im Vorfeld massiv zum Urnengang aufgerufen hatte“ (Leipziger Volkszeitung).

Spiegel online präzisiert die Anschuldigung der Wahlorganisatoren: „Geradezu aggressiv hatte die nationale Wahlkommission für die Abstimmung geworben: in den sozialen Medien, per schriftlicher Einladung und SMS, mit Plakaten in den Geschäften, Restaurants und sogar in der Sauna. Die Bürger konnten quasi keinen Schritt tun, ohne an den Wahltag erinnert zu werden.“

Einfach zu unverschämt dieses diktatorische Regime! Wo man im demokratischen Deutschland doch immer liest: „Du, Bürger, wehe, wenn du zur Wahl gehst!“ Den I-Punkt auf dieses gewöhnliche Russland-Bashing setzt (unter vielen anderen auch) die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Russland hat die Präsidentenwahl absichtlich auf den vierten Jahrestag der Krim-Annexion gelegt.“ – Werte Kollegen: Wäre ihnen der 9. Mai lieber?

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