77 Prozent der Jugend achtet bei Weihnachtsgeschenken nicht auf Nachhaltigkeit

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Trotz des hohen Zulaufs der Friday for Future- oder Extinction Rebellion-Demos: in der Praxis verhält sich die Jugend nicht umwelt- oder klimafreundlicher als jene „Alten“, die ihnen laut Greta die Zukunft gestohlen haben. Im Gegenteil. Das zeigt erneut eine landesweite Umfrage, die von der der FOM Hochschule für Ökonomie und Management publiziert wurde.

Befragt wurden 62.000 Personen im Alter zwischen 12 und 99 Jahren. Befragte zwischen dem 12. und 22. Lebensjahr sagten zu 77 Prozent, dass sie beim Geschenke-Kauf nicht auf Kriterien wie Recyclingfähigkeit, Ökosiegel, schonende Lackierung oder Holz statt Plastik achten würden. Aus der Gruppe von 23 bis 38jährigen sagten dies nur noch 67 Prozent, also zehn Prozent weniger. Bei den 39- bis 54jährigen gaben nur noch 55 Prozent an, auf solche Kriterien nicht zu achten.

Es scheint, als müsse sich die Greta-Jugend ein neues Feindbild suchen – nämlich die eigene Generation. In der aktuellen COMPACT 11 / 2019 heißt es dazu: Moderne Klima-Apokalyptiker „sind zu keinerlei Verzicht für ihre Idee fähig. Askese wird lediglich vom dämonisierten Gegner verlangt. Ihm soll gelingen, was man selbst nicht packt. Es wäre allzu leicht, hier von Doppelmoral zu sprechen. Womöglich glaubt das Gros jugendlicher Klimafanatiker gar nicht an die eigene Schreckensvision? Oder man spürt am eigenen Beispiel die Unmöglichkeit des geforderten Verzichts? In beiden Fällen projizieren Aktivisten ihren eigenen Konflikt auf den Gegner, den Klimasünder, den sie dafür umso aggressiver bedrohen – so wie 68er Studenten einst den bösen «Kapitalisten».“

Zu den Klima-Demos „reisen Kids und Aktivisten aus nah und fern an, und dabei nutzen sie alles, was sie bei ihren Gegnern verdammen: Sie setzen Flugzeuge und Autos als Transportmittel ein. Sie verwenden Smartphones und Internet, zwei große CO2-Produzenten, zur Kommunikation und Verabredung. Danach eine kleine Stärkung bei McDonald’s. Auch bei Müll- und Abfallproduktion ist man nicht zimperlich.“

Den oben zitierten Artikel „Der letzte Kitzel der Spaßgesellschaft: Die Apokalyptik der Postmoderne“ lesen Sie auf Digital+ oder in der Printausgabe 11/2019, die Sie am guten Kiosk kaufen oder hier bestellen können. Besser noch: Beginnen Sie mit dieser Ausgabe doch Ihr Abo. (Für mehr Infos Klick auf den Link)!

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15 Kommentare

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    Die Junge Freiheit berichtet auf ihrer Heimseite über Klassenausflüge die tatsächlich als Flüge stattfanden : „Hamburger Schulen haben jede vierte Klassenfahrt im vergangenen Schuljahr per Flugzeug absolviert. Reiseziele der 17 Gymnasien und Stadtteilschulen waren unter anderem Shanghai, Indien, Ostrußland oder Senegal… (…). Für 84 der 369 Reisen hoben die Schüler der Hansestadt demnach ab. Allein die Gyula Trebitsch Schule Tonndorf buchte in dem Schuljahr zehnmal Flüge. (…)Die Gyula Trebitsch Schule trägt den Titel `Klimaschule`. Damit verbunden ist laut Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung das Ziel der `Stärkung der Klima-Kompetenzen der Schulgemeinschaft sowie die Reduzierung der CO2-Emissionen`“. Dies geht aus einer Antwort auf einer Anfrage der AfD im Hamburger Senat hervor.

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    Früher hatte man so Leute wie das Jesus-Greta oder die Schlepper-Königin Rakete gar nicht für ernst genommen… aber die Politik will das ja so und Soros finanziert diesen ganzen Schwachsinn. Geht nur ums Geld und nicht um die Umwelt. Kein einziger Cent ist für das Klima vorgesehen, was da nun an Steuern eingetrieben werden soll. Aber der Deutsche will es ja so haben, also bekommt er es auch so!

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    Und wenn’s ums eigene Wohlbefinden geht werden andere Massstäbe gesetzt, was bei den Verwöhnten, allinklusiv Versorgten auch zu erwarten war.

    Klassenfahrten per Flugzeug, per Schweröl betriebenem Kreuzfahrtschiff, Family-Urlaub per Flieger, gut abgeplante Dieselaggregate bei den FFF und XR Demos, Müllberge, SUV Anfahrt mit dem Diesel zum Kindergarten, in die Schule, Raumtemperaturen bis zum Überhitzen, endlose Handybenutzung und PC Spiele, das ist bei dieser Generation natürlich umweltfreundlich.
    Warum soll’s bei Geschenken aller Art anders sein?

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    Heinrich Wilhelm am

    Ist doch klar gewesen: Mogelpackung nur mit Sprüchen.
    Wer glaubt, dass in dieser "Angelegenheit" Wort und Tat übereinstimmen, der
    ist ein bedingungsloses Opfer für alle Phrasen.

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    Gesslers Hut am

    "Womöglich glaubt das Gros jugendlicher Klimafanatiker gar nicht an die eigene Schreckensvision?"

    Die Antwort ergibt sich (wie fast immer) aus der politisch unkorrekten Wahrheit.
    Greta, Anna, Julia, Mia, Maria, Lena, Emma, Sophie, Carola,… und gelegentlich auch mal ein Jan-Philip oder Jonas.

    Einfachste Problemlösung:
    Klimaneutrale Freikarten für "New Kids on the Block"

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    Jeder hasst die Antifa am

    Die Gretajünger handeln nach dem Motto,Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht Nass.

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    Und am Ende ist es eben nicht DIE Jugend welche bei FFF mitläuft (wie es uns die Leitmedien einreden wollen), sondern nur eine Minderheit.

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    Diese pauschale Verteufelung von jungen Leuten,die immerhin irgendwie über die Menschheit und den Zustand der Erde erschrocken sind, ist kontraproduktiv. Immerhin liegt da vielleicht einiges revolutionäre Potential der Zukunft, nicht bei der Mehrheit,aber wenigstens bei einigen,jedenfalls doch eher als bei Sofakartoffeln,die einfach nur "weiter so" wollen.

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      Gesslers Hut am

      Genau so gut könntest du auch mit den groupies der backstreet boys Revolution machen.

      Kleines Zugeständnis, weibische Massenhysterie kann durchaus nützlich sein, sofern DU sie richtig steuern kannst.

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    heidi heidegger am

    Hmm, die Jugend und die ganz alte Generacion taugt nix: — Vor Gericht musste sich Ingrid M. aus Bad Wörishofen im Unterallgäu verantworten, weil sie im April 2018 in einem Supermarkt Puder, Wimperntusche, eine Gesichtscreme, Haarklammern und Sahnesteif entwendet hatte. Jetzt hat das Bayerische Oberste Landesgericht das Urteil gegen die 86-Jährige in letzter Instanz bestätigt. Damit ist klar: Die als "Oma Ingrid" bundesweit bekannt gewordene Seniorin muss für vier Monate ins Gefängnis..Staatsanwaltschaft forderte längere Haftstrafe.. —

    Hmm, Hobbyjuristin heidi "Gnadenlos" heidigga (zugehörig zur mittleren Generacion der alten weisen Männer) sagt: Diebstahl geringwertiger fremder Sachäään (Wert: ca. 15€) ischd kein Kavaliersdelikt, sondern äh hier ein Oma-Vergehen. Denn: Eigentum vapflichtääät zur Verantwortung und i. d. fr. Revolucion stand rein zeitlich vor! der ²Brüderlichkeit noch *Freiheit Gleichheit ²Eigentum* 😕

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      heidi heidegger am

      Ich meine, bei die Strafrecht jibbett eh nur 3erlei: abschreckung resozialisierung sicherung und *gähn*..sorry, bin gerade fast drüber eingenickt, hihi..

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    Bin erstaunt,daß der (verdorbene) Nahwuchs überhaupt noch Weihnachtsgeschenke kauft. Mit meinen engeren Bekannten u. Freunden habe Ich mich längst geeinigt: Wir machen den Geschenketerror nicht mit,niemand schenkt ,niemand wird beschenkt,wir geben mehr Geld für Kulinarien aus,fertig. Es ist einfach zu blöd,sein gutes Geld auszugeben und dafür Sachen geschenkt zu bekommen,die man überhaupt nicht braucht.Nur Kinder,die sich noch nicht selbst etwas kaufen können,muß man natürlich beschenken,aber keine Erwachsenen.

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      heidi heidegger am

      Jein. Gerne würde ich Dir Tiffis Fell (ohne Haut, halllooo!) in den Briefkasten stopfäään..ja ist denn heut scho Weihnachten?? *kicher*

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