Aufgerufen hatten Pegida und andere Bürgerinitiativen. Heute den TV-Bericht in “Die Woche COMPACT” nicht verpassen!

    War das Glas nun halbvoll oder halbleer? Am 1. Dezember versammelten sich 5.000 Bürger am Brandenburger Tor in Berlin, um gegen den Migrationspakt zu demonstrieren. Das war die zweitgrößte Manifestation des patriotischen Lagers in Berlin nach den etwa 8.000, die am 27. Mai einem Aufruf der AfD gefolgt waren. Andererseits hätte man, wenige Tage vor Unterzeichnung des UN-Paktes in Marrakesch, doch mindestens das Doppelte erwartet. Es ist schmerzhaft, den Unterschied zwischen der Kampfbereitschaft der Franzosen und der Trägheit der Deutschen in diesen Tagen zu beobachten.

    Die nicht befriedigende Teilnehmerzahl ist aber auch der, gelinde gesagt, zurückhaltenden Mobilisierung der AfD zu verdanken. Der Berliner Landesverband boykottierte die Veranstaltung, Unterstützung kam vor allem von der AfD Brandenburg. Die Hauptlast der Vorbereitung und Werbung lastete auf den Bürgerinitiativen wie Pegida, Zukunft Heimat (Cottbus) und Kandel ist überall.

    In meiner eigenen Rede beschränkte ich mich auf drei Grüße.

    “Mein erster Gruß geht an Silke Launert, die einzige Bundestagsabgeordnete der CSU, die gegen den Migrationspakt gestimmt hat. Ihr Verdienst ist gleichzeitig die Schande der CSU. Horst Seehofer hat uns verraten und verkauft (…), er ist der große Verlierer und Versager des Jahres 2018. (…)

    Mein zweiter Gruß geht nach Paris, wo heute wieder Zehntausende auf der Straße sind mit ihren gelben Westen. Das Besondere: Sie folgen keiner Partei, sondern organisieren sich als Bürger selbst über das Internet. Das zeigt: Das Subjekt der Veränderung ist das Volk, nicht irgendeine Partei. (…)

    Mein dritter Gruß geht nach Chemnitz, wo seit Ende August, dem Mord an Daniel Hillig, alle zwei Wochen drei- bis viertausend Leute auf der Straße sind. Damit hat es Pro Chemnitz geschafft, ihre Stadt zur zweiten Hochburg des Widerstandes nach Dresden zu machen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass der Bundesvorstand der AfD sich von den Bürgerinitiativen und insbesondere von Pro Chemnitz abgrenzt. (…) Das Volk hat im Widerstand fünf Instrumente zur Verfügung: die parlamentarische Ebene mit der AfD; die außerparlamentarische Ebene mit Pegida, Pro Chemnitz und anderen; die freien Gewerkschaften, die besonders in der Automobilindustrie immer stärker werden; die freien Medien mit COMPACT und anderen; die neue Freie Deutsche Jugend rund um die JA und Identitäre Bewegung. Einen Finger kann man brechen. Aber diese fünf Finger sind eine Faust.”

    Weitere Eindrücke von der Demonstration gestern sehen Sie in unserer TV-Sendung “Die Woche COMPACT”, die ab etwa 15 Uhr auf youtube/COMPACTTV zu sehen ist.

     

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