50 Jahre Mondlandung: Sucht China heute von der Rückseite des Mondes aus nach Außerirdischen?

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Nicht nur der 20. Juli 1969, sondern auch der 3. Januar 2019 war ein Meilenstein bei der menschlichen Erforschung des Mondes. Letzteres Datum steht nämlich für die erste erfolgreiche Landung eines von Menschen geschaffenen Objektes auf der Rückseite des Erdtrabanten. Die Mission startete jedoch nicht, wie man dies vielleicht vermuten würde, vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus, sondern vom chinesischen Raumflughafen Xichang, der in der südwestchinesischen Provinz Sichuan liegt.

Schon seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die Volksrepublik China noch von der harten Hand des KP-Vorsitzenden Mao Tse-tung regiert wurde, betreibt das Land ein eigenes Weltraumprogramm. In den Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit rückte dieses Programm freilich erst, als die Raumsonde Chang’e 4 wenige Tage nach dem Jahreswechsel 2018/2019 sicher auf dem bislang weitgehend unbekannten Terrain der Mondrückseite gelandet wurde.

Sowjetunion hatte im Weltall lange die Nase vorn

Die erdzugewandte Seite des Mondes hingegen ist schon seit Jahrzehnten das Ziel mehrerer erfolgreicher Weltraummissionen gewesen. Die bekannteste unter diesen ist bis heute sicherlich die Mission Apollo 11 geblieben, die dazu führte, dass vor 50 Jahren Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond betraten. Unter raumfahrttechnischen Gesichtspunkten kaum geringer einzuschätzen war die kontrollierte Landung der sowjetischen Mondsonde Luna 9 am 3. Februar 1966 im Oceanus Procellarum im westlichen Teil der erdzugewandten Mondseite. Den Sowjets gelang damit die erste weiche Landung eines von Menschen gesteuerten Objekts auf dem Erdtrabanten. Diesen Wettlauf gewann man damals gegen die USA.

Ihr bemanntes Mondprogramm gab die Sowjetunion nach dem 21. Juli 1969 allerdings auf, da man dann ohnehin nur noch zweiter Sieger in der Konkurrenz gegen die Vereinigten Staaten gewesen wäre. Am 14. Dezember 2013 landete im Rahmen der unbemannten chinesischen Mission Chang’e-3 eine dritte Nation erstmals auf dem Erdtrabanten.

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung hat COMPACT ein Dossier zu diesem historischen Ereignis erstellt – keine strittige Frage wird ausgeklammert. War die Mondlandung ein Fake? Welche Möglichkeiten bietet der heutige Weltraumboom unter dem Label „New Space“? Hier geht es zur aktuellen Ausgabe.

Die Sonde setzte im Mare Imbrium, das die nördliche Mitte der erdzugewandten Seite des Mondes beherrscht, einen Mondrover mit dem Namen Yutu („Jadehase“) ab, der für drei Monate Daten aus dieser Region des Erdtrabanten sendete. Die Raumfahrzeuge des Mondprogramms tragen dabei Namen, die der chinesischen Mythologie entliehen wurden. Chang’e ist eine Mondgöttin, die nach chinesischen antiken Vorstellungen auf der Oberfläche des Erdtrabanten lebt, sie wird nach der chinesischen Überlieferung vom Mondhasen begleitet.

Die Mission Chang’e 4, die zu Jahresbeginn auf dem Mond landete, ist dabei nochmals weit komplexer als ihre vier Jahre zuvor durchgeführte Vorgängermission. Das größte Problem liegt in der Kommunikation mit dem Kontrollzentrum, da die Mond-Rückseite im Funkschatten der Erde liegt. Um dennoch eine Verbindung zu ermöglichen, hatte die Volksrepublik schon im Mai 2018 einen eigenen Kommunikationssatelliten in den Weltraum gebracht, der als Relaisstation dienen soll.

Mondrückseite ideal für Suche nach außerirdischer Intelligenz

Gelandet ist Chang’e 4 am 3. Januar dieses Jahres dann im Aitken-Becken, das auf der erdabgewandten Seite des Mondes in der Nähe des Südpols liegt. Es handelt sich um den mit einem Durchmesser von 2.240 Kilometern größten bekannten Einschlagskrater eines Meteoriten in unserem Sonnensystem. Er wird von Wissenschaftlern schon länger beobachtet, da hier ein sehr großer Einschlagskörper wohl die Mondkruste durchstoßen und möglicherweise auch seltene Mantelgesteine freigelegt hat.

Es gibt kaum einen besseren Punkt, um hochempfindliche physikalische und astronomische Messungen vorzunehmen. Das liegt vor allem an der totalen Freiheit von jedem irdischen Störlicht sowie von jeder Form von irdischem Funkverkehr.

Schon vor mehr als 20 Jahren schlug der französische Astronom Jean Heidmann im Jahr 1994 die Mond-Rückseite als idealen Standort für Messungen im Rahmen des SETI-Programms zur Suche nach außerirdischen Zivilisationen vor. Auch Chang’e 4 ist mit Messgeräten wie Radio- und Infrarotspektrometern bestückt, die von der Mondrückseite aus durchgeführte astronomische Beobachtungen des Sternenhimmels mit Radiowellen ermöglichen.

Sucht China also von der Rückseite des Mondes aus nach Außerirdischen? Damit würde man wohl zu viel in die Mondmission der Volksrepublik hineininterpretieren, auf jeden Fall sind die Messungen, die der chinesische Mondrover nun vornimmt, aus astronomischer Sicht hochbedeutsam – und die Wissenschaften leben zu einem nicht geringen Teil auch von spektakulären Zufallstreffern.

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte die Raumfahrtagentur der Volksrepublik, die China National Space Administration (CNSA) weitere spektakuläre Fotos von der Rückseite des Mondes.

Nicht alle Experimente, die man durchführen wollte, haben – was zu erwarten war – bislang allerdings funktioniert. So hatte die chinesische Mondsonde ein eigenes Gewächshaus mit an Bord. Zu seinen Bestandteilen zählten Seidenraupeneier, Kartoffeln und Gänseraukensamen und mit ihm sollte getestet werden, ob in einer abgeschlossenen Umgebung auch Gemüseanbau auf dem Mond trotz der dort herrschenden niedrigen Schwerkraft möglich ist.

Die Larven der Seidenraupen sollten dabei das für die Fotosynthese notwendige Kohlendioxid liefern. Die Pflanzen keimten zwar, doch die äußerst kalten Mondnächte machten ihnen rasch den Garaus.

Die chinesische Mondmission ist bislang dennoch ein spektakulärer Erfolg für die Volksrepublik. Für den Planetologen Harald Hiesinger ist die Chang’e 4-Mission auch der letzte Beweis dafür, dass die Volksrepublik im Bereich der Mond-Raumfahrt „momentan nicht nur gleichauf mit ESA und NASA, sondern in mancher Hinsicht weit voraus“ ist, wie er in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vom 1. Februar dieses Jahres erklärte.

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16 Kommentare

  1. Avatar
    J.L.Scharoun am

    Es gibt die nicht offiziellen NASA Missionen Apollo 17 und Apollo 20 welche auf Youtube verfügbar sind. Diese Missionen starteten von Diego Garcia dem nicht-offiziellen Weltraumbahnhof der NASA und der Heimat der TR3B. Literatur Empfehlung zu diesen Themen: Joseph P. Farrel (Roswell and the Reich), Richard Dolan über die Breakaway Civilisation, Steven Greer (Hidden Truth vorbidden Knowledge), Igor Wittkowski und Axel Stoll (Hochtechnologie im dritten Reich).

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    J.L.Scharoun am

    Wir sollen also glauben das die Mondlandung nicht stattfand oder wir sollen glauben das alles so war wie wir das im Fernsehen gesehen haben. Dazwischen gibt es aber eine Menge mehr das noch viel unglaublicher wirkt wie die Mondlandung selber. Es sind alles Dinge von denen die meisten noch nie etwas gehört haben und es deshalb noch viel weniger glauben können. Wenn es nach den Hintergrundmächten geht soll es auch so bleiben. Schlaft ruhig weiter und glaubt dem Wischnewski der auch nur seine Bücher verkaufen muß nachdem er in Ungnade gefallen ist.

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    J.L.Scharoun am

    Zum Thema "Lügen im Weltraum" von Gerd Wischnewski wo die Kommentarfunktion nicht mehr verfügbar war: Niemand erwähnt Richard Hoagland (Geheimakte Mond) oder Fred Steckling. Dies sind alles orginal NASA Mitarbeiter die lange vor Wischnewski die richtigen Fragen gestellt haben. Hoagland beobachtete mit eigenen Augen wie ein Agent der NASA heimlich Material in Umlauf brachte welche den Zweifel an der Mondlandung glaubhaft machte. Beide Versionen, das die Mondlandung nicht stattfand (Wischnewski) und die offizielle Version vertuschen das gesamte zensierte Material und die Geheimtechnologien welche militärische Geheimtechnologien sind. Die NASA ist keine zivile sondern eine militärische Organisation. Laut Hoagland besteht die NASA aus drei Hauptgruppierungen: Die NAZIs ( Werner von Braun und die Paperclip-Wissenschaftler, die Freimaurer – alle Astronauten waren 33 Grad Hochgradmaurer, die Magier wie Jack Parson JPL – Jet Propulsion Laboratories, ein Freund von Aleister Crowley und L.Ron Hubburd.

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    J.L.Scharoun am

    Die wirkliche Weltraumfahrt wird nicht mit Raketen betrieben. Die geheimen Technologien sind seit langem vorhanden und haben vor allem militärische Bedeutung. Es gibt das offizielle Zitat von Ben Rich dem Leiter von Lookheed Skunkwork das sie die Technik besitzen um die Ausserirdischen nach Hause zu fliegen und dafür nicht eine ganze Lebensspanne benötigen weil sie den Fehler in Einsteins Formel gefunden haben !!! Ebenso den Vortrag des Piloten Edgar Fouche vor 30 Jahren der eine TR3B geflogen hat (Belgische UFO-Welle) die weltraumtauglich ist und mit Antigravitation funktioniert.

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    Die Rückseite war nur ein Ziel und da die USA nach eigenen Aussagen die Vorderseite erforscht haben, bleibt die Rückseite als spektakuläres Ziel. So haben sie es den Amis nicht nachgemacht und waren nicht zweiter, sondern sie waren erster, auch wenn es eine Maschine war. Die Machbarkeit und die Fähigkeit ist damit bewiesen und China spielt damit bei den ganz großen vorne mit. Mit E.T. hat das nichts zu tun, sie haben nur gezeigt, was sie können. Nun müssen die USA liefern, die sich mit ihren Shuttle bereits blamiert haben und nun per Anhalter in die Galaxis unterwegs sind.
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    Herman am 20. Juli 2019 18:18

    Zitat: ,,Hinter dem Mond, da ist …"

    …ein Kabel?

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      I highly recommend:
      The Holographic Univerese by Michael Talbot
      The HADIBOV – Files
      The Truman-Show (Movie)
      Dark City (Movie)

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    Rumpelstielz am

    Ich glaube den Mondlandescheiß auch nicht. Die VSA haben uns bes… wir haben denen die militärische Raketenrüstung bezahlt.
    Der ganze Mond wäre zugepflastert mit Spiegelteleskopen zur astronomischen Zwecken. Stattdem bauen die in der Atakamawüste für Mrd€ Teleskope – und der Hubbelschrott. Auf dem Mond kan man die Sterne nicht sehen… lächerlich – Fotos lassen sich nicht faken. Astronomen würden den kleinsten Fehler bemerken.

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    Wenn sie die technischen Voraussetzungen hätten, dann würden sie sich schon längst über persönliche Anwesenheit den Mond aufteilen, ähnlich wie in der Antarktis und deshalb sind alle Meldungen zu den angeblichen Mondlandungen mit äußerster Skepsis zu betrachten, denn es ist nicht auszuschließen, daß die einen alles per Filmstudio inszeniert haben, die anderen einfach etwas vorgaben, was so nicht existent war und die ganz schlauen hinter dem Mond gelandet sind, damit man den vermutlichen Schwindel nicht erkennen kann und eines ist sicher, hätten sie die Möglichkeiten, wären die Mondbasen schon vorhanden und es mag ja sein, daß sie technisch im erdnahen Orbit eine Stadion aufbauen konnten, aber bis zum Mond wären noch gewaltige Schritte notwendig um ihn wirtschaftlich zu verwerten und deshalb kann man von einer Lüge ausgehen und der Wunsch ist sicherlich der Vater des Gedankens, Realität würde anders aussehen, dafür würde schon Neid und Mißgunst sorgen, von der Vorherrschaft ganz abgesehen und wieso haben sie nun alle zusammen 50 Jahre verplempert, wenn nun plötzlich eine Mondfahrt möglich ist, da paßt doch bei realistischer Überlegung vieles nicht zusammen, mal ganz von denSchrotthaufen abgesehen, die angeblich dort gelandet seien und auch im Vergleich zur Länge einer Rakete und den Rückflugkapazitäten im oberen Achtel nicht annähernd zusammenpassen und wer es glaubt wird seelig, das kann man niemand nehmen.

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      J.L.Scharoun am

      Das offizielle Ramfahrtprogramm ist nur eine Fassade für die Öffentlichkeit. Es gibt ein geheimes Weltraumprogramm das von transnationalen Gruppierungen betrieben wird die hinter den Kulissen die Strippen ziehen.

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    heidi heidegger am

    Ähem, von 1963 bis 1969 hiess das Ding Cape Kennedy. Aber: unter der lokalen Bevölkerung wurde der Name nie akzeptiert und 1973 änderten die Behörden des Staates Florida den Namen des Kaps wieder auf Cape Canaveral.

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    Wie bitte? Rückseite des Mondes?
    Welche abstruse Aussage- soll der jetzt stationär sein? Heißt die Rückseite ist immer Rückseite und dreht sich nicht? Welche abstruse Vorstellung…
    Alles Humbug! Freimaurer Scheiss- haben ja nicht zufällig. Das Freimaurer "V" in Ihrem Logo

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      J.L.Scharoun am

      Der Mond selber ist das größte Rätsel weil er tatsächlich immer dieselbe Seite zeigt wie kein anderer Mond oder Himmelskörper.

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        Das ist nicht so ganz richtig,Scharoun. Dass der Mond uns nur die "Vorderseite" zeigt,nennt man erdgebundene Rotation.Dabei spielen Gezeitenkräfte eine Rolle. Das gibt es bei Sternen,Planeten,Monden,unregelmässigen Galaxien und beim Walzer tanzen.
        Beim Walzer sind aber andere Kräfte im Spiel. 😉

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    Das Ding mit den Aliens ist gar nich schlecht. Bei Vollmond sieht jeder eine beleuchtete Scheibe und nicht eine beleuchtete Kugel, wie es nach NASA-Weltbild sein müsste.
    Laß Dich nich verarschen vom Mondhasen. Der Mond hat keine Rückseite.
    Hinter dem Mond, da ist …

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