10. Todestag von Jörg Haider: „Servus TV“ und COMPACT gehen den offenen Fragen auf die Spur

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Heute jährt sich der Todestag von Jörg Haider zum zehnten Mal. Der populäre Politiker aus Kärnten soll, so die offizielle Version, bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein – doch dagegen sprechen zahlreiche Indizien.

Es war ein Bild der Zerstörung, das sich den Rettungskräften in der Nacht auf den 11. Oktober 2008 auf der Loiblpass-Straße in Laimbichl bot: Der zweieinhalb Tonnen schwere VW Phaeton sah aus wie eine Fliege, die ein Stiefel halb zerquetscht hat. Der Bug wirkte wie an den Boden gedrückt, die Kühlerhaube förmlich zerknittert, die Türen herausgerissen. Auffällig waren nicht nur drei unerklärliche Löcher in der Karosserie, sondern auch, dass nur eine Seite, nämlich die des Fahrers, vollkommen eingedrückt war, während die andere weitaus weniger demoliert wurde.

Der Fahrer des Wagen wurde tot aus dem Wrack geborgen: Es war der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Der war zweifelsohne eine der schillerndsten politischen Figuren Österreichs. 1989 war er, damals Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), erstmals zum Regierungschef in Kärnten gewählt worden, doch schon zwei Jahre später musste er wegen einer Aussage zur „ordentlichen Beschäftigungspolitik“ im Dritten Reich wieder seinen Hut nehmen und ging als Klubobmann (Fraktionsvorsitzender) zurück in den Nationalrat nach Wien.

In den folgenden Jahren führte er die FPÖ in bis dahin unbekannte Höhen. Vielerorts waren die Freiheitlichen drauf und dran, die sozialdemokratische SPÖ als Arbeiterpartei zu beerben. 1999 wurde die FPÖ Juniorpartner der ÖVP in der ersten schwarz-blauen Koalition, doch die Liaison mit den Konservativen wurde zu einer Zerreißprobe für die Partei. 2005 spaltete sich Haider, der 1999 zum zweiten Mal zum Landeshauptmann in Kärnten gewählt worden war, mit seinem Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) von den Freiheitlichen ab.

Bei der Nationalratswahl 2008 kam die FPÖ auf einen Stimmenanteil von 17,5 Prozent, Haiders BZÖ erreichte 10,7 Prozent – insgesamt also fast 30 Prozent für das sogenannte Dritte Lager. Am 8. Oktober trafen sich Haider und HC Strache zu einem Sondierungsgespräch. Für viele Beobachter war klar, dass mit einer baldigen Wiedervereinigung der beiden Parteien zu rechnen ist. Doch drei Tage nach dem Treffen war Jörg Haider tot…

In einer Dokumentation, die der österreichische Privatsender Servus TV bereits am 4. Oktober ausstrahlte, kommen zahlreiche Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem angeblichen Unfalltod Haiders zur Sprache. So brechen die Schwester und die Witwe des Politikers, Ursula Haubner und Claudia Haider, erstmals seit langem ihr Schweigen und berichten unter anderem darüber, dass der Familie bis heute verwehrt wird, die als Asservaten hinterlegten Blutproben des Toten selbst untersuchen zu lassen.

„Die Akte Haider“: Zur Doku gelangen Sie durch einen Klick auf das Bild.

Haider soll bei seinem angeblichen Unfall einen Blutalkoholwert von 1,8 Promille gehabt haben, was, so Claudia Haider, überhaupt nicht seinen Gewohnheiten entsprochen hätte. Der Kärntner war ein Sportsmann und trank kaum. Ebenfalls ominös: Schon kurz nach dem Tod Haiders wollte seine Witwe auf eigene Faust eine Obduktion beziehungsweise Untersuchung des Blutes veranlassen, doch man hatte den Toten – ohne die Familie darüber zu informieren – über Nacht einbalsamieren lassen, obwohl nie geplant war, den Leichnam aufzubahren. Bei der Einbalsamierung werden dem Toten jedoch alle Körperflüssigkeiten entzogen, so dass eine Untersuchung nicht mehr möglich war.

Die sehenswerte Dokumentation nährt die Zweifel am Unfalltod Haiders, spricht jedoch zwei wichtige Fragen nicht an: Wer könnte hinter einem möglichen Mordanschlag gesteckt haben – und was hatte seine Mörder zu ihrer Tat veranlasst? Diese und weitere Fragen versucht das neue COMPACT-Spezial Nr. 19 „Politische Morde“ zu beantworten – und geht noch einmal akribisch jenen Ungereimtheiten nach, die um den Tod des Kärntner Landeshauptmannes bestehen. Das Heft gibt es demnächst am Kiosk, kann aber schon jetzt bei uns vorbestellt werden. Bitte klicken Sie dazu einfach auf das folgende Bild.

Der Tod Haiders ist nur einer von vielen politischen Morden und mysteriösen Todesfällen, die in dem aufschlussreichen Heft mit enzyklopädischem Charakter behandelt werden.

Sie erfahren außerdem die Hintergründe zu den Fällen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Reichsaußenminister Walther Rathenau, UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld, US-Präsident John F. Kennedy, Hollywood-Diva Marilyn Monroe, Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, dem italienischen Christdemokraten Aldo Moro, Schwedens Ministerpräsident Olof Palme, Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen, Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, dem CDU-Politiker Uwe Barschel, dem vormaligen FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann, Jugendrichterin Kirsten Heisig und weiteren. Das Heft ist ein einzigartiges Nachschlagewerk, das die Fragen beantwortet, die in der Öffentlichkeit zumeist gar nicht erst gestellt werden. Lieferbar ab 27.10. Einfach hier vorbestellen!

Über den Autor

Daniell Pföhringer, Jahrgang 1973, stammt aus Bayern, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften. Seit einigen Jahren lebt er als Unternehmer und freier Publizist in Dresden. Seit Juni 2017 arbeitet er für COMPACT.

9 Kommentare

  1. Jeder hasst die Antifa am

    Ganz einfach der ist dem System zu Gefährlich geworden,da hat man ihn umgebracht.

  2. Am besten hat sich mit dem Mord an Jörg Haider Gerhard Wisnewski beschäftigt.

    Also wer hier an einen Unfall glaubt ist naiv meine ich.

    Jörg Haider war ja voll "Nazi" nach heutiger lesart von z.B. der Göre Eckhard und ist deshalb beseitigt worden.

    Uwe Barschel und Fritz Bauer hatten die selben Medikament im Magen. Es waren also die westlichen Mörder-Dienste mit Pensionsanspruch.

    Wie bei Haider! Mord auf Befehl weil unbequem!

    Die "Geheimdienste" sind zu einem ruchlosen Mörderpack verkommen, mit Pensionsanspruch!

    Durch Nötigung und Erpressung bekommen wir Tribut abgepresst und finazieren dieses Mörderpack oben drein!

  3. Hypo Alpe Adria, Bayern LB, Briefkästen in Liechtenstein, Nahostreisen und Kärnten an der Schwelle zur Weltmacht. Aber dann stand eines Tages dieses Transformer-Auto von der Ostküste vor der Tür, wenn ich es noch richtig zusammenkrieg. Das waren gefährliche Zeiten damals!

  4. DerSchnitter_Maxx am

    Wäre Haider nicht verunfallt worden, wäre kein einziger, illegaler Fremdling, über die österreichische Grenze gekommen … ! Das Risiko, konnten "die Planer" nicht zulassen … 😉

    • DerSchnitter_Maxx am

      Diese "Planer" … sind das skrupelloseste und gefährlichste Gesindel auf diesem Planeten !

      • DerSchnitter_Maxx am

        C. F. von Weizsäcker sagte 1983 (vor 25 Jahren), daß sein Buch, welches er als sein letztes „großes Werk“ bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!
        "Denn Fakt ist, die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nachdem einfachen, aber klaren Motto: „Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben."

      • DerSchnitter_Maxx am

        Sry, das mit den 25 Jahren stimmt jetzt natürlich nicht mehr … heuer sind’s 35 Jahre …

      • Diese "Planer" … sind das skrupelloseste und gefährlichste Gesindel auf diesem Planeten, mit Pensionsanspruch!!!

        Also beamtetes Mörderpack mit Dienstausweis statt Amtsausweis, nach meiner Meinung!

        Wer Steuern zahlt finaziert dieses senistere Mordgesindel obendrein.

  5. Liebe Compact-Radaktion,

    derartige Artikel sind löblich (der Kärtner Landeshauptmann hat’s verdient), indes nicht viel mehr als ein "Platzhalter", da ja bereits in der Druckausgabe zu lesen.

    Dringendere Themen brennen auf den Nägeln: Falls nicht bereits in Planung, solltet Ihr auf jedenfall schwerpunktmäßig noch in der Nov.-Ausgabe (eigentlich schon zu spät) des Compact-Magazins auf den von der UNO Anfang Dez. zum Beschluß vorgebrachten "UN Migration pact" eingehen. Einen Hinweis auf die von "Abgeordneten-Check" zum Thema ins Leben gerufene Petition wäre denkbar:

    Herr von Storch wird nicht böse darüber sein.

    Der sog. Migrationspakt ist der wirklich letzte Sargnagel für Europa. Da wird die Büchse der Pandora nicht nur geöffnet – das war spätestens 2015 -, sondern füllhorngleich und bis zur bittersten Neige über die europäischen Völker ausgegossen. Das Ding ist der Gipfel an ignoranter, wenn nicht gar bösartigster Fremdbestimmung! Und da die Lücken-Medien dies wiedermal völlig ignorieren, seid u.a. Ihr dran.

    Mit patr. Grüßen – W. Holt

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